Lokomotiven  SBB CFF FFS 1902 - 1945

Auf dieser Seite finden Sie einige Angaben zu den auf der Gotthardstrecke eingesetzten Lokomotiven. Die Angabe der Normallast bezieht sich immer auf die maximale Neigung der Bergstrecke. Sollten für Sie die unten aufgeführten Bezeichnung nur als Fachchinesisch vorkommen, dann klicken Sie hier.

Diese Liste ist nur ein Auszug und zeigt nicht alle Fahrzeuge der SBB. Die Fahrzeuge sind hier in der Reihenfolge ihres Erscheinens aufgeführt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da der Umfang dieser Seite zu Gross wurde, habe ich ihn in drei Abschnitte aufgeteilt.

 

Lokomotiven 1902 - 1945 Lokomotiven 1946 - 2000 Lokomotiven nach 2001
Auf dieser Seite finden Sie die folgenden Fahrzeuge
GB A 3/5 Schneeschleudern MFO Ce 4/4  Eb 3/5 C 5/6 Ce 6/8 II
Be 4/6 Be 4/7 Ae 3/5 Ee 3/3 Ae 4/7 Ae 8/14
Roter Pfeil Ae 4/6        

 

Mit einem Klick auf die Grafiken erhalten Sie genauere Informationen zur betreffenden Lokomotive.

Gotthardbahn A 3/5  Nr. 901 - 938

Baujahr: 1894 - 1908 (SBB ab 1909) Leistung: 926 kW / 1'260 PS
Gewicht: 100 - 118 t V. Max.: 90 km/h
Normallast: 150 t bei 40 km/h Länge: 18'740 mm

Diese Dampflokomotiven wurden von der Gotthardbahn in mehreren Serien beschafft. Sie dienten vor allem der Führung von Schnell- und Expresszügen auf den Zufahrtslinien. Aber sie beförderten die Züge auch auf den Bergstrecken, meist mit einer weiteren Lokomotive zusammen. Heute ist von den GB-Maschinen leider keine mehr vorhanden. Die Skizze zeigt einen ähnlichen Typ der SBB.

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Die Schneeschleudern am Gotthard

Baujahr:  1896 (SBB ab 1909) Schleuderleistung: 440 kW / 800 PS
Gewicht: 62 t (ohne Tender) V. max.:  45 km/h
Wurfweite: bis 90 m Länge:  17'170 mm

Winter im Gebirge sind immer etwas anders, als im Flachland. Diese Erfahrung musste auch die junge Gotthardbahn schmerzlich machen, denn bei 2 Meter Schnee in einem Bahnhof, muss mit anderen Mitteln gearbeitet werden, als bei ein paar Zentimeter zwischen den Schienen. Es war klar, wollte man den Winterdienst sichern, musste man ein Fahrzeug bauen, das es mit dem Schnee aufnimmt.

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Seebach - Wettingen MFO Ce 4/4 Nr. 1 "EVA" (SBB Nr. 13501)

Baujahr: 1904 (SBB ab 1919) Leistung: 257 kW / 350 PS
Gewicht: 48 t V. Max.: 60 km/h
Normallast: Nicht bekannt Länge: 9'500 mm

Die Ce 4/4 war die erste Umrichterlokomotive auf der Welt.  Die Maschine war die erste Lokomotive für eine Fahrleitungsspannung von 15'000 Volt mit einer Frequenz von 50 Hz später 16 2/3 Hz. Da sie anfänglich Gleichstrommotoren besass, musste die Spannung umgeformt werden. Doch lesen Sie mehr im Artikel.

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SBB CFF FFS Eb 3/5 Nr. 5801 - 5834

Baujahr: 1911 - 1916 Leistung: 730 kW / 990 PS
Gewicht: 74 t V. Max.: 75 km/h
Normallast: 113 t bei 26 km/h Länge: 12’740 mm

Als eine der letzten SBB-Dampflokomotiven sollte die Eb 3/5 den Verkehr auf Nebenbahnen massiv vereinfachen. Dazu war vorgesehen, die Lokomotive auch am Schluss von Zügen einzusetzen und so Pendelzüge zu führen. Nicht als Gebirgslokomotive geplant, kam die Lok auf der Gotthardstrecke hauptsächlich im Tessin zum Einsatz. Sie war aber auch die Bereiterin der elektrischen Traktion.

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C 5/6  Nr. 2951 - 2978

Baujahr: 1917 Leistung: 1'074 kW / 1'460 PS
Gewicht: 128 t V. Max.: 65 km/h
Normallast: 320 t bei 26 km/h Länge: 19'195 mm

Die Dampflokomotive C 5/6 war die letzte von den SBB beschaffte Dampflokomotive. Sie war die leistungsfähigste Dampflok der Schweiz. Darum erhielt sie auch den Übernamen "Elefant". Heute steht bei den SBB noch ein Exemplar für Museumszüge zur Verfügung.

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Be 4/6  Nr. 12'302 - 12'342

Baujahr: 1919 - 1923 Leistung: 1'500 kW / 2'040 PS
Gewicht: 107 - 111 t V. Max.: 75 km/h
Normallast: 300 t bei 45 km/h Länge: 16'500 mm
Die Be 4/6 Lokomotiven bespannten am Gotthard die Schnellzüge. Sie wurden aber auch vor Güterzügen eingesetzt. Von der Lokomotive ist heute noch ein Exemplar als betriebsfähige Lokomotive vorhanden und in Winterthur stationiert.
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Ce 6/8 II und III (später Be 6/8 II + III)

Baujahr: 1921 - 1922 Leistung: 1'650 kW / 2'240 PS
Gewicht: 128 t V. Max.: 65 km/h
Normallast: 450 t bei 35 km/h Länge: 19'460 mm

Die Lokomotive Ce 6/8 II, besser bekannt als Krokodillok, ist wohl die bekannteste Schweizer Lokomotive. Sie löste die Dampfloks am Gotthard vor den Güterzügen ab. Die Lokomotive mit der Nummer 14'253 ist heute für Museumszüge im Depot Erstfeld beheimatet. Die nachträglich bestellten Ce 6/8 III wurde mit einem anderen Antrieb versehen

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Be 4/7 Nr. 12'501-12'506

Baujahr: 1922 Leistung: 1770 kW / 2400 PS
Gewicht: 111 t  V. max.: 80 km/h
Normallast: 300t bei 45 km/h Länge: 16'240 mm

Um möglichst schnell über genügend Lokomotiven zu verfügen, bestellten die Schweizerischen Bundesbahnen SBB auch in der Westschweiz Lokomotiven für die Gotthardstrecke. Diese Maschinen, die den restlichen Lokomotiven ebenbürtig waren, wurden dann aber schnell vom Gotthard abgezogen und erlebten ihre grossen Stunden in der Westschweiz.

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Ae 3/5 Nr. 10'201 – 10'226

Baujahr:  1922 – 1925 Leistung: 1'320 kW / 1'800 PS
Gewicht:  81 / 85 t  V. max.:  90 km/h
Normallast: 200 t  Länge: 12'320 mm

Obwohl diese Lokomotiven nie für den Gotthard gebaut wurden, kamen sie dennoch in den grossen Alpentunnel zum Einsatz. Die Maschinen, die in der Westschweiz und im Jura eingesetzt wurden. Kamen gegen Ende ihrer Laufbahn im Gotthard- und im Simplontunnel vor den Autozügen zum Einsatz.

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SBB Be 4/6 Nr. 1601 – 1619

Baujahr: 1923 – 1927  Leistung 625 kW / 854 PS
Gewicht: 72 / 77 – 80 t V. max.:  90 km/h
Normallast: 100 t  Länge:  20'000 mm
Die Be 4/6 Triebwagen gehörten zu den ersten Triebwagen, die in der Schweiz eingesetzt wurden. Die SBB beschafften diese Triebwagen für den Nahverkehr, setzten sie aber später in zum Teil absurden Diensten ein. Trotzdem erreichten diese Fahrzeuge ein für Triebwagen extrem hohes Alter.
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Ee 3/4 und Ee 3/3

Baujahr: 1923 - 1966 Leistung: 428 kW / 585 PS  508 KW/ 690 PS
Gewicht: 39 - 49 t V. Max.: 40 - 50 km/h
Normallast: 135 t Länge: 9'060 - 9'880 mm

Die Ee 3/3 ist keine Lokomotive für grosse Strecken, dennoch darf sie nicht fehlen, da sie auf fast jedem grösseren Bahnhof in der Schweiz anzutreffen ist. Sie wurde in mehreren Teilserien geliefert, die unter sich leichte Unterschiede aufweisen.

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Ae 4/7 Nr. 10'901 - 11'027

Baujahr: 1927 - 1934 Leistung: 2'300 kW / 3'120 PS
Gewicht: 118 / 123 t V. Max.: 100 km/h
Normallast: 320 t Länge: 16'760 mm

Die Ae 4/7 wurden in erster Linie für die Führung von Schnellzügen im Flachland angeschafft. Sie beförderten jedoch auch Züge am Gotthard, meist mit einer weiteren Lokomotive zusammen. Bis Heute sind noch einige Maschinen erhalten geblieben.

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Ae 8/14 Nr. 11'801 / 11'851 und 11'852

Baujahr: 1931 Leistung: 5'408 kW / 7'350 PS
Gewicht: 240 t V. Max.: 100 km/h
Normallast: 770 t bei 70 km/h Länge: 34'000 mm

Als die Ae 8/14 11'801 als erste von 3 Lokomotiven dieser Bauart abgeliefert wurde, sollte sie schwere Güter- und Reisezüge über den Gotthard befördern. Die fortschreitende Technik ermöglichte es aber leichtere Loks zu bauen, die in Mehrfachtraktionssteuerung verkehren konnten. Die hier vorgestellte Maschine ist als einzige betriebsfähig und im Depot Erstfeld beheimatet.

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Die Roten Pfeile der SBB

Baujahr: 1935 - 1938 Leistung: 394 kW / 536 PS
Gewicht: 38 / 41 t V. Max.: 125 km/h
Normallast 30 t bis 13 ‰ Länge: 22'400 / 25'000 mm

Sie sind legendär, die schnellen Triebwagen, die im Jahre 1935 bemerkenswerte Fahrzeuge waren. Viele der heute beim Leichtbau aufgeführten Merkmale hatten diese Triebwagen bereits. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h waren sie mit Abstand die schnellsten Fahrzeuge in der Schweiz. Das in der Grafik dargestellte Fahrzeug ist wohl der bekannteste Triebwagen dieser Familie, die mehrere unterschiedliche Fahrzeuge hervorbrachte.

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Ae 4/6 Nr. 10'801 - 10'812

Baujahr: 1941- 1946 Leistung: 4100 KW / 5'540 PS
Gewicht: 105 /111 t V. Max.: 125 km/h
Normallast: 375 t Länge: 17'260 mm

Eine erfolgreiche Lokomotive war die Ae 4/6 nie, da sie schwerwiegende Konstruktionsmängel aufwies. Auch die erstmals eingebaute Vielfachsteuerung funktionierte nicht richtig. Trotzdem hat auch die Ae 4/6 im Bau von Lokomotiven einiges bewirkt. Dank den Erfahrungen mit der Ae 4/6 konnte man sich an den Bau von leistungsfähigen Maschinen ohne Laufachse wagen.

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Mit der Ae 4/6, welche im zweiten Weltkrieg gebaut wurde, haben wir die Vorkriegs-Lokomotiven abgeschlossen.  Mit Ausnahme der Ee 3/3 haben alle diese Lokomotiven ihren wohlverdienten Ruhestand erhalten.

 

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