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Kapitelstruktur |
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| Einleitung | Zwergsignale | ||||
| Rangiersignale | Rückstell- und Ablaufsignale | ||||
| Signale des Personals im Rangierdienst | Signale der Rangierlok | ||||
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Rangiersignale dienen zur Regelung der Rangierbewegungen in Bahnhöfen aber auch auf der Strecke, wenn dort solche stattfinden. Rangiersignale sind sehr vielfältig und haben oft einen bestimmten Zweck, den sie zu erfüllen haben. Wir müssen aber die Rangiersignale in vier Gruppen aufteilen, um sie besser kennen zu lernen. Die ältesten Signale sind akustische Signale. Zurzeit, als nur ein Zug fuhr, genügte ein Zurufen und der Lokführer auf der Lokomotive wusste, was er zu tun hatte. Eigentlich eine einfache Sache. Ich rufe „vorwärts“ und schon bewegt sich die Lokomotive, nur, was ist nun „vorwärts und was ist „rückwärts“? Ja, und wie wusste der Lokführer, dass er gemeint ist und nicht sein Kollege auf der anderen Lok? Zuerst aber kamen die Probleme mit dem „Geschrei“ im Bahnhof, denn so sehr sich der Mitarbeiter noch bemühte, der Lokführer auf der lauten Dampflok hörte kein einziges Wort. Die Signale wurden somit mit bestimmten Gesten ergänzt. Schon hatten wir die akustischen und optischen Signale des Rangierdienstes. Diese Signale haben sich bis in die moderne Zeit erhalten, denn noch Heute sind sie gültig und werden angewendet. Je grösser die Bahnhöfe wurden, desto schwerer war es die Lokomotiven im sichtbaren Bereich zu halten. Trotzdem wollte man Züge vor den Rangierbewegungen schützen, man schuf erste Rangiersignale, die wie die Signale der Züge aufgestellt wurden. So konnte das Stellwerk mit Hilfe des Signals verhindern, dass eine Rangierlok plötzlich dem durchfahrenden Zug im Weg stand. Mit der Zeit wurden die Rangiersignale immer besser und so kamen plötzlich kleine am Boden stehende Signale auf. In der Folge begannen diese Zwergsignale die Rangierbewegungen zu schützen. Doch, und da müssen wird schon am Anfang darauf hinweisen, Zwergsignale können noch viel mehr, deshalb beginnen wir gleich mit ihnen.
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Wenn ich hier die Zwergsignale als Rangiersignale bezeichnen würde, hätte ich wohl den falschen Beruf gewählt. Zwergsignale gelten nicht als Rangiersignale und hätten eigentlich eine eigene Seite verdient. Aber warum werden Sie sich nun fragen. Ganz einfach, Zwergsignale gelten auch für Zugsfahrstrassen. Das heisst, erstmals wurde ein Signal geschaffen, das vollumfänglich in beiden Bereichen eingesetzt werden konnte. Weder ein Hauptsignal noch ein Rangiersignal kann das. Wie, höre ich Einwände. Ja, mit dem Sperrsignal gibt es noch so ein Signal, aber das behandeln wir an anderer Stelle. Was, Sie wollen nicht warten, dann gehen Sie doch gleich hier schauen. Zwergsignale sind eine elementare Erleichterung für das Lokpersonal. Mit Hilfe der Zwergsignale können Lokomotiven von einem Ort an den anderen fahren, ohne dass der Lokführer lange nach den örtlichen Begebenheiten nachschlagen muss. Waren lange Jahre die Lokführer darauf angewiesen, dass sie wussten für welchen Bereich das Rangiersignal gilt, konnte mit dem Zwergsignal ein klarer Bereich definiert werden. So kam es, dass die Zwergsignale einen waren Siegeszug antraten. Ja, das Zwergsignal sorgt dafür, dass die bisherigen Rangiersignale am verschwinden sind. Neue Bahnhöfe werden nur noch mit Zwergsignalen ausgerüstet. Sie erledigen dann die Aufgaben der Rangiersignale und der Weichenlaternen, denn die gibt es in Anlagen mit Zwergsignalen auch nicht mehr. Weiter sind die Zwergsignale auch bei Zügen auf Fahrt gestellt, und geben so dem Lokführer den Fahrweg ein wenig vor. Stellt der Lokführer bei einem Zug ein Halt zeigendes Zwergsignal fest, hat er unverzüglich zu halten, da für den Zug höchste Gefahr bestehen könnte. Ja, die Gefahr für den Zug ist sogar so gross, dass einige Lokführer in einer solchen Situation den Führerstand fluchtartig verlassen. Der Aufbau des Zwergsignals ist simpel einfach. Besteht ein Zwergsignal doch nur aus drei weissen Lampen, die vereinfacht ausgedrückt in einem auf der Seite liegenden Dreieck angeordnet wurden. Damit können drei grundlegende Begriffe gezeigt werden, mehr braucht es auch nicht. Die folgende Tabelle zeigt die drei Begriffe.
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Halt |
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Vor dem Signal ist anzuhalten. Stellt ein Lokführer eines durchfahrenden Zuges in seinem Fahrweg ein Halt zeigendes Zwergsignal fest hat er den Zug mit einer Schnellbremsung zum Stehen zu bringen. Es besteht höchste Gefahr für den Zug, denn das Gleis kann mit Fahrzeugen belegt sein. |
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Vorsicht |
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Das nächste Zwergsignal zeigt Halt, es ist das letzte Zwergsignal oder es folgt ein weiteres Zwergsignal das Vorsicht zeigt. Nach diesem Zwergsignal können auch Fahrzeuge im Gleis stehen. Es ist daher höchste Vorsicht geboten. Es ist in jedem Fall mit einem Hindernis zu rechnen. Ist die obere Lampe defekt, ist das Signal als Halt zeigend zu betrachten. |
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Fahrt |
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Das nächste Zwergsignal zeigt ebenfalls Fahrt oder Vorsicht. Auch hier können sich Fahrzeuge im Gleis befinden! Leuchtet nur die obere Lampe, ist das Signal als Vorsicht zeigend zu betrachten. Leuchtet hingegen nur die untere Lampe ist das Signal als Halt zeigend zu betrachten. |
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So, jetzt kennen wir die drei Begriffe des Zwergsignals. Einige spezielle Fälle gibt es aber auch hier. Nur, so speziell wie Sie vermutlich denken sind sie auch nicht, denn das Zwergsignal kann auch dunkel sein. Grundsätzlich gilt es dann als Halt zeigend. Aber wenn das Zwergsignal nun einen weissen dreieckigen Aufsatz hat, gilt es nicht für den eingestellten Fahrweg und darf im dunklen Zustand passiert werden. Ich habe Sie ein wenig aufs Glatteis geführt, denn es sind nicht einige spezielle Fälle, sondern es gibt nur diesen einen speziellen Fall. Nur, was macht man, wenn das Zwergsignal nicht auf Fahrt geht? Und im Bereich des Bodens hat es doch nicht immer genug Platz um ein Signal, sei es noch so klein zu stellen? Kann dann das Zwergsignal einfach auf der anderen Seite aufgestellt werden? Bei Hauptsignalen geht das auf der Strecke ja auch. Zwergsignale stehen links, das war aber nicht immer so, denn anfänglich gab es Bahnhöfe, wo die Signale rechts standen. Da es aber zu gefährlichen Verwechslungen kam, wurden die Signale einheitlich auf die linke Seite gesetzt. Wenn es am Boden nicht genug Platz hat, kann das Zwergsignal auch in die Höhe gehoben werden. Geht das auch nicht, platziert man das Zwergsignal rechts des Gleises und ergänzt es mit einem Pfeil, der in Richtung des zugehörigen Gleises zeigt. Im Rangierdienst kommt es oft vor, dass eine Lokomotive so unglücklich zum stehen kommt, dass das Zwergsignal hinter der Lokomotive steht. Der Lokführer kann dann nicht erkennen, was das Signal zeigt. Eigentlich kein grosses Problem, wenn da die Weichen nicht wären. Steht die Lok zwischen dem Zwergsignal und der nächsten Weiche, muss der Lokführer wissen, was das zurückliegende Zwergsignal zeigt. Deshalb ist die Rückseite speziell aufgebaut worden. Ein aufgemalter Pfeil weist das Zwergsignal dem Gleis zu und ein kleiner weisser Lichtbalken ist vorhanden. Der Pfeil hilft dem Lokführer das Zwergsignal dem Gleis zuzuordnen. Der weisse Balken leuchtet, wenn das Zwergsignal „Fahrt“ oder „Vorsicht“ zeigt.
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So viele Rangiersignale gibt es nicht einmal. Es sind genau fünf Rangiersignale. Sie haben alle spezielle Aufgaben, jedoch nicht immer die gleiche Bedeutung für den Lokführer. Sie vermuten, dass das zu erheblichen Problemen führen kann. Ja, das kann es durchaus, wenn der Lokführer mit dem Bahnhof nicht vertraut ist. Denn einige Rangiersignale sind sehr allgemein definiert. Ohne viele Worte zu verlieren, beginnen wir mit den drei unterschiedlichen Signalen. Dabei nehmen wir das einzige Rangiersignal, das auch für Züge gelten kann, das Sperrsignal.
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Halt für Züge oder Rangierbewegungen vor dem Signal. Das Signal ist auch in Anlagen mit Zwergsignalen anzutreffen. Beispiel: Arth-Goldau |
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Sperrsignale sind speziell. Nicht nur, dass sie auch für Züge gelten, denn Sperrsignale können nur ein einziges Signalbild zeigen. Entweder leuchtet der Balken oder nicht. Jetzt sind aber die Vorschriften im Fall eines unbeleuchteten Signals klar geschrieben. Diese gelten und müssen mit dem schlimmsten möglichen Fall angenommen werden. Das heisst beim Sperrsignal klar halt. Wie kann nun aber an dem Signal vorbei gefahren werden? Ganz einfach, Sperrsignale besitzen einen dreieckigen Aufsatz, der das Signal in unbeleuchtetem Zustand als ungültig kennzeichnet. Schon fährt der Lokführer ohne Probleme am unbeleuchteten Sperrsignal vorbei. Genau, der Aufsatz hat hier die gleiche Bedeutung wie beim Zwergsignal.
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Räumungssignal |
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Rangieren verboten |
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Räumung und Freihaltung der durch dieses Signal zu schützenden Zugsfahrstrasse. Beispiel: Basel Kleinhünigen Hafen |
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Rangieren gestattet |
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Im Gültigkeitsbereich des Signals ist keine Zugsfahrstrasse eingestellt. Beispiel: Lugano Vedeggio |
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Wir sind nun beim ältesten Rangiersignal angelangt. Das Räumungssignal ist sogar so alt, dass es schon zwei nostalgische Versionen davon gibt. Das Räumungssignal kennt auch eine Variante als Formsignal und eine weitere als einfache Tafel. Da die Lokführer des Depots Erstfeld das Formsignal nur noch aus den Gärten kennen, finden Sie es bei den Signalen der Vergangenheit. Klicken Sie einfach hier. Klar, auch ein Lokführer von Erstfeld kennt das Formsignal und weiss, wie er sich da zu verhalten hat. Genau gleich, wie hier beim Lichtsignal. Das Räumungssignal erteilt keine eigentlichen Aufträge und es verbietet schon gar nicht Rangierbewegungen. Es dient zum Schutz von Zugsfahrstrassen. Rangierbewegungen, die diese Zugfahrstrasse nicht gefährden sind aber weiterhin erlaubt. Das Räumungssignal wird durch das Stellwerk bedient und zwar ohne dass Rangierbewegungen informiert werden. Es steht meistens im Bereich von Weichen und schützt diese Weichen. Muss trotzdem im Bereich des Räumungssignals rangiert werden, ist das möglich, der Lokführer muss aber einen speziellen Befehl vom Stellwerk erhalten und den Stellwerkmitarbeiter auf die Stellung des Signals aufmerksam machen. Eine Verbindung zu Weichen besteht nicht. Das heisst, Weichen sind durch dieses Signal nicht geschützt. Rangierbewegungen, die gegen das Signal fahren und dieses in der Stellung „Rangieren gestattet“ antreffen, müssen vor den richtig stehenden Weichen nicht halten, wenn das Ziel der Rangierfahrt nach dem Signal liegt. Es ist klar, dass dieses Signal keinen grossen Schutz bietet. Es kommt auch immer weniger zur Anwendung, und regelmässige Besucher der Webseite haben vielleicht bemerkt, dass die Anwendungsbeispiele Bellinzona San Paolo und Lugano Vedeggio verschwunden sind und neu Basel Kleinhünigen Hafen steht. Die Lösung ist ganz einfach, das Signal in Bellinzona ist verschwunden und wurde durch Zwergsignale ersetzt. In Lugano Vedeggio kombinierte man das Räumungssignal mit dem nachfolgend beschriebenen Rangierhaltsignal kombiniert. Es verbietet Rangierfahrten, erteilt aber keine Rangieraufträge. Sondern lässt Rangierfahrten nur zu. Sie sehen, es gibt durchaus die Möglichkeit, dass man Signale kombiniert.
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Rangierhaltsignal |
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Halt für Rangierbewegungen |
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Halt für Rangierbewegungen vor dem Signal. Gilt das Signal für mehrere Geleise, ist der Halteort beim Sicherheitszeichen der betreffenden Weiche. Das Signal kann auch als Tafel mit weissem Kreuz ausgeführt sein. Beispiel: Basel RB 1 |
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Zustimmung zur Rangierbewegung |
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Beginn oder Fortsetzung der Rangierbewegung. Beispiel: Basel RB 1
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Das Rangierhaltsignal bietet schon einen besseren Schutz, denn bei diesem Signal halten Rangierbewegungen vor der Weiche an. Diese Signale sind noch häufig vorhanden, werden aber auch durch Zwergsignale ersetzt. Trotzdem, gerade dieses Signal kann auch in Anlagen mit Zwergsignalen stehen. Nur, dann ist es nur eine Tafel mit einem weissen Kreuz.
Solche Tafeln, die fachlich als Rangierhalttafel bezeichnet werden, stehen in Bahnhöfen oft gegen Strecken. In solchen Fällen darf die Rangierbewegung nicht bis zum Einfahrsignal fahren und muss vor der Tafel anhalten. Der Rangierbereich wird durch das Signal beschränkt. Muss trotzdem ausnahmsweise weiter gefahren werden, muss die Vorbeifahrt dem Lokführer mit einem speziellen Befehl mitgeteilt werden.
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Bisher fehlten auch diese Signale. Kennt Sie das Lokpersonal von Erstfeld gar nicht, oder warum fehlten diese Signale? Keine Angst, auch das Lokpersonal von Erstfeld kennt diese Signale, kommt aber normalerweise damit nicht in Berührung, denn in den Bahnhöfen wo diese Signale stehen, arbeitet das Lokpersonal von Erstfeld normalerweise nicht im Ablaufbetrieb. Trotzdem habe ich mich dazu entschlossen diese Signale doch noch einzubauen. Diese Signale kommen ausschliesslich in Ablaufanlagen zum Einsatz, doch auch sie verschwinden immer öfters, denn gerade im Ablaufbetrieb hat sich der Funk durchgesetzt. Ja, es gibt sogar Ablaufanlagen, bei denen Zwergsignale aufgestellt sind. Einige dieser Zwergsignale sind beim Ablaufbetrieb einfach dunkel geschaltet, weil die Wagen, die vom Ablaufberg rollen nicht vor Zwergsignalen halten. Diese Schaltung ist aber nur im Ablaufbetrieb zulässig. Doch nun weiter mit den Ablaufsignalen, sie stehen immer vor dem Ablaufberg oder unmittelbar bei der Kuppe und richten sich an den Lokomotivführer der Verschublokomotive. Die Geschwindigkeit, mit der die Lokomotive die Wagen über den Berg schiebt, entscheidet, wie schnell ein Ablauf durchgeführt werden kann. Da diese Geschwindigkeit durch den Lokführer nicht immer exakt eingehalten werden kann, muss er ab und zu anhalten. Um möglichst leistungsfähige Anlagen zu schaffen, wurden diese Signale oft abgebaut und die Befehle mit Funk übertragen. Ja, im Rangierbahnhof Limmattal ging man sogar soweit, dass die Verschublokomotive im Ablaufbetrieb automatisch vom Stellwerk aus gesteuert wird, der Lokführer auf der Lokomotive wird dabei nicht mehr benötigt. Aber wir wollen hier ja Signale sehen.
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Rückstellsignal |
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Rückstellen Beginn des Rückstellens vom Signal weg.
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Das Rückstellsignal richtet sich an den Lokführer und erteilt ihm den Auftrag mit seiner Lokomotive und den Wagen vom Signal wegzufahren. Es kommt zur Anwendung, wenn aus irgendeinem Grund mit der Rangierbewegung der Bereich geräumt werden muss. Das Signal hat einen dreieckigen weissen Aufsatz, der das Signal unbeleuchtet ungültig erklärt.
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Ablaufsignal |
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Halt |
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Halt der Rangierbewegung Der Ablaufbetrieb wird unterbrochen die Verschublokomotive muss anhalten.
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Schieben |
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Langsames Schieben gegen den Ablaufberg Die Lokomotive bewegt sich mit 2 – 3 km/h gegen den Ablaufberg.
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Schneller Schieben |
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Schnelleres Schieben gegen den Ablaufberg Die Lokomotive bewegt sich mit bis zu 6 km/h gegen den Ablaufberg.
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Zurückziehen |
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Zurückziehen vom Ablaufberg Das Signal wird gegeben, wenn aus irgendeinem Grund der Wagen nicht vor dem Ablaufberg entkuppelt werden konnte. Die Verschublokomotive bewegt sich vom Ablaufberg weg.
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Ablaufsignale tragen einen halbrunden weissen Aufsatz, der sie als Ablaufsignale kennzeichnet. Die Signale sind für andere Rangierbewegungen ungültig und richten sich nur an die Verschublokomotive im Ablaufbetrieb. Ältere Ablaufsignale besitzen keinen Aufsatz, haben dafür eine achteckige Form. Die Bedeutung indes ist gleich.
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Haben wir uns bisher mit den ortsfesten Rangiersignalen befasst gehen wir nun zu den häufigsten Signalen über, zu den Handzeichen und Pfiffen. Anstelle von Pfiffen spricht man von akustischen Signalen. Diese Signale waren früher immer zu sehen und zu hören. Sie haben ihre Bedeutung trotz aller Technik noch nicht verloren. Auch Heute noch werden einfache Rangierbewegungen mit diesen Zeichen ausgeführt. Die Handzeichen werden in der Nacht durch Lichtsignale mit einer Handlampe ersetzt. Diese Signale werden zusehends durch den Funk oder durch das Handy abgelöst. Eine Rangierlok wird schon lange nicht mehr mit den akustischen und optischen Signalen dirigiert. Trotzdem, die Lokführer müssen die Signale kennen und anwenden. Es klingt verblüffend, aber gerade die Lokführer, die im Streckendienst arbeiten treffen häufiger auf diese Signale als die Kollegen auf der Rangierlok. Der Grund liegt hier oft beim Funk, denn die Streckenlokomotiven besitzen nicht immer das passende Funkgerät. Für kleine einfache Aufgaben ist die Abgabe eines Handfunks oft zu aufwendig, deshalb wird dann zu den akustischen Signalen zurückgegriffen. Aber immer öfter kommen auch hier die Funkgeräte zum Einsatz, warum dem so ist, behandeln wir später, sehen wir uns die Signale zuerst einmal an. Nur, jetzt gibt es ein Problem, ich könnte ja die Töne abspielen lassen, die Handzeichen mit einem Film darstellen. Aber, das lasse ich weg, denn es geht auch anders und so verwende ich die Darstellungen, wie sie benutzt werden um dem Personal die Signale zu zeigen und zwar auf einem Stück Papier.
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Signale des Personals bei Rangierbewegungen |
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Vorwärts |
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Ein langer Pfiff und einmaliges bewegen des erhobenen Arms in senkrechtem Halbkreis in der Fahrrichtung. Die Lokomotive bewegt sich nach erhalt des Signals in die Vorwärtsrichtung der Lokomotive.
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Rückwärts |
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Zwei lange Pfiffe und zweimaliges Bewegen des erhobenen Arms in senkrechtem Halbkreis in der Fahrrichtung. Die Lokomotive bewegt sich nach erhalt des Signals in die Rückwärtsrichtung der Lokomotive.
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Anfahren |
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Anfahren Vorwärts: Ein langer Pfiff und einmaliges kreisförmiges Einwärtsbewegen der beiden erhobenen Arme quer zum Gleis.
Anfahren Rückwärts: Zwei lange Pfiffe und zweimaliges kreisförmiges Einwärtsbewegen der beiden erhobenen Arme quer zum Gleis. |
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Sichtverbindung |
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Langsames Schwingen des nach unten ausgestreckten Arms schräg zum Gleis. Verliert der Lokführer die Sichtverbindung zum Signal, muss er abbremsen und die Fahrt mit verlangsamter Geschwindigkeit fortsetzen, bis er das Signal wieder erkennt. Notfalls ist anzuhalten und ein erneuter Befehl zur Rangierfahrt abgewartet werden.
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Entfernungsangaben |
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Einmaliges, bei der Angabe zwo zweimaliges Heben des ausgestreckten Arms auf Schulterhöhe quer zum Gleis. Die Entfernungsangaben lauten: „wagenlang – halbe – vier – zwo – einen“ (Zwo wird an der Stelle von zwei verwendet um Verwechslungen zu vermeiden)
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Abstossen |
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Ein kurzer und ein langer Pfiff sowie einmaliges rasches Bewegen des erhobenen Arms in senkrechtem Halbkreis in der Richtung des Stosses. Bestehen für den Lokführer Zweifel über die Richtung des Stosses ist er vorgängig über die Richtung zu verständigen.
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Langsamer fahren |
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Leichtes Auf- und Abwärtsbewegen des quer zum Gleis ausgestreckten Arms. Der Lokführer wird zum bremsen aufgefordert, damit zum Beispiel Personal zusteigen kann.
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Halt |
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Drei kurze Pfiffe und rasches Auf- und Abwärtsbewegen des quer zum Gleis ausgestreckten Arms. Hier kommt in der Nacht anstelle des üblichen weissen Lichts eine rote Laterne zur Anwendung. Haltbefehle gelten immer, auch wenn Sie nur optisch oder akustisch wahrgenommen werden.
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Bewegen |
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Mündliche Verständigung und beide Arme in Schulterhöhe nach vorne heben, die flach ausgestreckten Hände wiederholt einander nähern. Anstelle der mündlichen Verständigung kann bei längeren Distanzen auch zweimal kurz gepfiffen werden.
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Vorwärts- oder Rückwärtsfahren über kurze Entfernung |
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Ein bzw. zwei lange Pfiffe und langsames Schwingen des schräg nach unten ausgestreckten Arms in der Fahrrichtung. Das Signal dient zum fahren über kurze Strecken um zum Beispiel einzelne Wagengruppen zu einem Zug zu formieren.
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In einfachen Fällen klappt das mit den Signalen ganz gut, wenn sich aber mehrere Rangierbewegungen in einem Bereich aufhalten, können Probleme entstehen, denn ein Haltsignal kann ja nur für eine Rangierbewegung gelten, wird aber möglicherweise von beiden Bewegungen gehört. Zudem ist die Arbeit mit diesen Signalen sehr Personalaufwendig. Wie, das verstehen Sie nicht, denn es gibt ja nur den Befehlsgeber und den Lokführer. Grundsätzlich stimmt das, aber bei längeren Rangierkompositionen mussten mehrere Rangierarbeiter als Verbindung im Verband verteilt werden. Nur so konnte der Lokführer die Signale erkennen. Im Rangierdienst wurde der Funk sehr schnell eingeführt. Beim rangieren mit Funk werden die gleichen Begriffe verwendet, einzig die akustischen und optischen Signale entfallen. An Stelle der Sichtverbindung tritt ein Kontrollton oder das Kontrollsprechen. Da jede Rangierbewegung auf einem eigenen Funkkanal arbeitet sind Verwechslungen ausgeschlossen.
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Zum Schluss kommen wir noch zu der Lokomotive, die im Rangierdienst arbeitet. Wie wir erfahren haben, beziehen sich die Befehle in der Schweiz auf die Lokomotive. Das heisst, die Lokomotive fährt immer in die gleiche Richtung, wenn der Lokführer den Befehl „Vorwärts“ erhielt, auch dann, wenn er am Befehlsgeber vorbei fährt. Die arbeitende Rangierlok zeigt bei Tag kein Signal. Das ist so erlaubt und soll verhindern, dass Personal im Gleis am Tag durch die Lampen geblendet würde. Ein genauer Zeitpunkt, wenn der Lokführer das Nachtsignal einzuschalten hat, ist nicht definiert. So zeigen heute die meisten Rangierlokomotiven am Tag das Nachtsignal. Nachts ist die arbeitende Rangierlok vorne und hinten mit zwei abgeblendeten weissen Lichtern auf gleicher Höhe gekennzeichnet. Eine eigentliche Fahrrichtung ist mit dem Signal nicht vorgesehen, das Signalbild ist vorne und hinten gleich. Die Abblendung erfolgt mit weissen Vorsteckgläsern und sie erleichtert die Arbeit des Personals im Rangier sehr.
Die Streckenlok im Rangierdienst zeigt vorne drei weisse Lichter im Dreieck. Nach hinten zeigt die Lok ein weisses Licht. Wer schon bei den Zugsignalen war, hat es bestimmt schon bemerkt, die Streckenlok im Rangierdienst zeigt das normale Bild der Züge. Dieselloks mit einem Führerstand im Rangierdienst gelten nicht als Streckenlok. Streckenlokomotiven haben in der Regel immer zwei Führerstände, ist das nicht der Fall zum Beispiel bei einem RBDe 560 ist die Seite mit dem Lokführer die Vorwärtsrichtung.
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