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Wer kennt die Signale nicht? Signale gibt es überall und jeder oder jede hat im Leben schon einmal mit Signalen zu tun gehabt. Selbst die Natur arbeitet mit Signalen. Es gibt akustische und optische Signale. Eine Schlange zischt um zu sagen, „Pass auf ich bin hier“. Andere Tiere sind knallbunt und signalisieren jedem, „Achtung ich bin giftig.“ Der Mensch arbeitet sogar mit verdeckten Signalen. Zaghafte Blicke und ein lächeln zeigen, dass man gerne mit dem Partner ins Gespräch kommen würde. Versteht dieser diese stumm gesandten Signale, kommt es zum erhofften Gespräch. Der Mensch hat aus der Mimik und der Körperhaltung gelernt die signalisierten Stimmungen zu deuten. Im modernen Verkehr sind die Signale nicht mehr weg zudenken. Keine Eisenbahn oder keine Stadt, bei der es keine Signale gibt. Diese Signale können einfache Schilder oder auch bunte Lampen sein. Ihnen hier die Signale der Strasse zu erklären, lasse ich sein, denn alle kennen diese Signale zu gut. Sie vielleicht sogar besser als ich. Die für Signale verwendeten Farben und deren Bedeutung sind allen klar, denn schliesslich verwendet man ja die Signalfarben. Signalfarben sind spezielle Farben, die in Ihrer Bedeutung klar zugeordnet werden können. Signalfarben deutet jeder Mensch automatisch richtig. Dazu ein kleines Experiment. Ich verwende in der folgenden kleinen Tabelle die Farben rot, grün und gelb. So gesehen sind das einfache Farben, wenn ich Ihnen aber nun erkläre, dass grün Halt bedeutet, gelb Gefahr und rot alles in Ordnung, dann appellieren Sie vermutlich schon an meinen Verstand. Nur warum ist das so? Sie haben diese Farben automatisch mit den geltenden Signalbildern verglichen und kamen zu einem anderen Ergebnis als ich. Folglich liege ich falsch. Ich behaupte aber, dass meine Behauptung stimmt. Bei rot ist es gut, bei gelb ist Vorsicht angebracht und grün bedeutet nein. Die Signalfarben betrachten Sie nun als umgekehrt und haben damit Mühe. Nur, ich gehe davon aus, dass Sie meine Umdrehung automatisch auch machen. Doch nun zur Tabelle und zur Auflösung.
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| Farbe | Signal | Erdbeere | |||
| Grün | Frei, alles in Ordnung | Unreif ungeniessbar | |||
| Gelb | Warnung es droht Gefahr | Halbreif | |||
| Rot | Halt | Süss und geniessbar. | |||
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Sie sehen, wir interpretieren die Signalfarben je nach Gegenstand anders. Die Erdbeere ist gut, wenn sie rot ist. Auf der Strasse ist bei rot aber halt angebracht. Nur, wir bleiben bei den Signalfarben und dabei stellen wir eines fest. So unterschiedlich die Menschen auf dieser Welt sind, so gleich denken Sie bei der Gefahr, denn rot bedeutet nun wirklich überall halt. Es sei denn man erntet Erdbeeren. Auch bei den Eisenbahnen geht es nicht ohne Signale. Sie regeln die Reihung der Züge, informieren über Steigungen und kündigen Höchstgeschwindigkeiten an. Ganz genau wie im Strassenverkehr die Ampeln, Verbotsschilder und Ortstafeln. Doch einen Unterschied zur Strasse gibt es. Jedes europäische Land hat seine eigenen Eisenbahnsignale entwickelt und aufgestellt. Somit auch die Schweiz. Jedes Land hat dabei eigene Farbkombinationen mit oder ohne Zahlen entwickelt. Man nennt diese treffend Signalbilder. Sie werden zwar erkennen, dass einiges gleich ist, jedoch sehen die Signalbilder unterschiedlich aus. Einen kleinen Hinweis gebe ich Ihnen gleich mit. In allen Europäischen Ländern halten alle Züge an, wenn das Signal nur rot leuchtet. Alles andere ist dann nicht mehr so sicher. Doch nun genug der einleitenden Worte. Am besten stelle ich Ihnen einige Signale vor. Um mehr Informationen über einen Signaltyp zu erfahren, klicken Sie einfach auf das Symbol davor.
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Lichtsignale des Typs L |
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Mit Hilfe von Farbkombinationen werden hier dem Lokführer die notwendigen Informationen mitgeteilt. Diese unterschiedlichen Farbkombinationen bestehen aus einzelnen Lampen, die in einer bestimmten Anordnung und Farbe gehalten sind. Dadurch entstehen Signalbilder mit Lichtpunkten. Diese Lichtpunkte gaben dem Signalsystem den Namen Typ L. |
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Lichtsignale des Typs N |
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Im Laufe der Jahre wurde es immer schwieriger mit dem bisherigen Signalsystem L alle Bedürfnisse eines modernen Bahnbetriebs abzudecken. Deshalb musste ein neues Signalsystem entwickelt werden, das auch für höhere Geschwindigkeiten ausreicht und feinere Abstufungen bei den Geschwindigkeiten erlaubt. Die Informationen erfolgen hier teilweise mit Zahlen, deshalb spricht man hier vom numerischen Signalsystem oder von Typ N. |
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Soweit haben wir einen Einblick in einen Teil der vielen Signale erhalten. Die Vorschriften sprechen im Zusammenhang mit diesen Signalen von Signalen für Zugfahrten. Das hat den einfachen Grund, weil diese bisher betrachteten Signale nur für Zugsfahrten gelten. Die weiteren Signale gelten auch für Rangierfahrten. Einige davon gelten sowohl für Zugfahrten, als auch für Rangierfahrten. Die vorher beschriebenen Signale lassen die Rangierfahrten jedoch kalt. Das heisst, rot bedeutet in der Schweiz fast nur für Züge halt, die anderen Bewegungen kennen rote Signale nur noch sehr selten. Doch am besten schauen wir uns diese Signale an.
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| Rangier- und Zwergsignale | |||||
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Die Rangiersignale erteilen in Bahnhöfen, Lokomotiven mit oder ohne Wagen die Erlaubnis zum rangieren. Einige der Rangiersignale haben auch bei Zügen Bedeutung. Sie stehen ausschliesslich in Bereichen wo rangiert wird. Im Rangierdienst wird sehr oft mit akustischen und optischen Signalen gearbeitet. Sie sind in den meisten Fällen durch Funk oder ortsfeste Signale ersetzt worden. Das heisst aber nicht, dass die optischen und akustischen Signale verschwunden wären. Besondere Signale sind die Zwergsignale. Obwohl sie im Rangierdienst unverzichtbar sind, gelten sie eigentlich nicht als Rangiersignale. Zwergsignale sind eine Signalgruppe für sich, doch mehr dazu bei den Zwergsignalen. |
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Wir haben nun die Rangiersignale kennen gelernt. Diese Signale haben, wie Sie unschwer erkennen konnten kein rotes Signallicht. Nur bei den optischen und akustischen Signalen gibt es für den Halt ein rotes Licht, das aber nur, um das Signal besser zu erkennen. Man wählte diesen Schritt um den Lokführer die Unterscheidung zwischen Zugfahrt und Rangierfahrt zu erleichtern. Mit den Zwergsignalen verschwand dann diese klare Trennung. Trotzdem, kein Lokführer und kein Rangierarbeiter möchte heute auf die Zwergsignale verzichten, denn sie vereinfachen die Arbeit in den damit ausgerüsteten Bahnhöfen ungemein. Es sind längst noch nicht alle Bahnhöfe mit Zwergsignalen ausgerüstet. Darunter befinden sich auch grosse Bahnhöfe wie zum Beispiel Basel RB.
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Langsamfahrsignale |
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Wenn im Bereich einer Baustelle vorübergehend mit reduzierter Geschwindigkeit gefahren werden muss, werden Langsamfahrsignale aufgestellt. Es sind somit keine Signale, die dauernd an einer bestimmten Stelle zu finden sind, da sie nur vorübergehend aufgestellt werden. Die Standorte solcher Langsamfahrstellen müssen dem Lokpersonal vorgängig bekannt gegeben werden. Das Lokpersonal muss daher regelmässig das einsehbare Verzeichnis konsultieren. Langsamfahrsignale sind mit der Zugsicherung überwacht und warnen den Lokführer. |
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Man könnte Langsamfahrsignale zu den Signalen der Züge schlagen. Nur, die Langsamfahrstellen gelten für alle Fahrten, sind zum Beispiel nur 10 km/h zugelassen, muss ein Zug und eine Rangierbewegung abbremsen, deshalb gelten diese Signale für alle Fahrten im Bereich wo sie aufgestellt sind. Die Langsamfahrstelle wird so genannt, weil sie mit reduzierter Geschwindigkeit befahren werden muss. Solche Stellen können zum Beispiel Baustellen, provisorisch verbundene Geleise oder aber Unwetterschäden sein. Langsamfahrstellen werden in der Regel 72 Stunden vorher bekannt gegeben. Das heisst, das Fahrpersonal ist rechtzeitig darüber informiert. Kann diese Frist aus dringenden Gründen nicht eingehalten werden, ist das Fahrpersonal sämtlicher Züge während diesem Zeitraum mittels Sammelformular Befehle zu verständigen. Die Verständigung des Fahrpersonals entfällt nur, wenn die Langsamfahrstelle innerhalb dieser Frist wieder entfällt. Aufgehobene Langsamfahrstellen werden nicht zwingend bekannt gegeben. Wir haben nun viele Signale kennen gelernt. Trotzdem, alle Signale haben wir noch nicht behandelt. Denn es gibt noch weitere Signale, die ich in einem Eigenen Abschnitt zusammengefügt habe. Es sind Signale, die Hinweise erteilen und für alle Fahrten gleichermassen gelten. Sehen wir uns deshalb diese Signale gleich an.
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Weitere Signale der Schweiz |
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Diese Signale informieren den Lokführer über die Stellung von Signalen und über erlaubte Geschwindigkeiten. Diese Signale sind trotz der etwas komisch klingenden Zuordnung nicht weniger wichtig und es gibt hier sogar Signale, die sehr wohl wichtig sein können. Diese Gruppe von Signalen ist für alle Fahrten gültig und schränkt teilweise sogar gewisse Fahrten ein. Geschwindigkeiten und deren Ankündigung gelten selten für Rangierfahrten, was dies aber nicht gänzlich ausschliesst. |
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Wir haben den Weg durch den Dschungel mit den ortsfesten Signalen bald geschafft, denn es fehlen nur noch wenige Signale. Es erübrigt sich, zu erwähnen, dass diese Vielfalt von Signalen auswendig zu kennen ist. Ein Lokführer, der sich mit 160 km/h einem Signal nähert muss dieses kennen, denn er kann ja nicht im Handbuch nachschlagen. Die nun folgenden Signale sind eigentlich nicht für alle Eisenbahner gedacht. Trotzdem, in der Schweiz gelten diese Signale für fast sämtliche Lokführer. Es gibt wenige Lokomotiven, die es erlauben, diese Signale zu ignorieren. Strecken, wo es sie nicht gibt, sind jedoch kaum zu finden. Doch schauen wir uns die Signale der Fahrleitung genauer an.
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Fahrleitungssignale |
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Elektrischer Strom ist bekanntlich unsichtbar und sehr gefährlich. Deshalb gibt es Signale, die Auskunft darüber geben ob eine Fahrleitung Strom führt oder nicht. Sie sind für den Lokführer wichtig, da er so erkennt, ob er in einen Fahrleitungssektor einfahren darf oder nicht. Grundsätzlich ist die Fahrleitung immer stromführend Die Signale kennzeichnen nur die Abschnitte, welche stromlos sein könnten. Auch wenn auf einer Strecke kein Betrieb herrscht, ist die Fahrleitung eingeschaltet. |
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Haben Sie hier den Unterschied zu den anderen Signalen bemerkt. Alle bisherigen Signale haben dem Lokführer immer den direkten Auftrag erteilt. Ein Hauptsignal, das Halt zeigt, vermittelt klar, dass daran nicht vorbei gefahren wird. Bei der Fahrleitung gibt es jedoch kein Signal das ankündigt, die Spannung ist vorhanden. Es wird nur signalisiert, wenn sie nicht vorhanden ist. Der Grund liegt bei den Gefahren, denn wenn man den Arbeitern erklärt, dass immer Spannung vorhanden ist, passen diese besser auf. Die Signale für den Lokführer dienen eigentlich nur dem Zweck, dass dieser einen ausgeschalteten Abschnitt nicht plötzlich mit Spannung versorgt. Ein Fahrleitungsabschnitt ist nicht einfach zum Spass spannungslos, da ist es wichtig, dass der Lokführer darüber informiert wird. Wir sind nun mit den ortsfesten Signalen durch und kommen nun zu dem Abschnitt, den viele vermutlich schon lange erwartet haben. Ich spreche von den Signalen an Zügen. Dieses weisse Rücklicht verstehen die wenigsten Leute, doch hier folgt nun die Lösung.
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Signale an Lokomotiven und Zügen |
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Lokomotiven und Wagen zeigen mit Hilfe ihrer Lampen unterschiedliche Signalbilder. Sie dienen dazu zu erkennen, ob eine Lok in Betrieb ist oder nicht. Ebenso kennzeichnen sie den Schluss von Zügen oder Gefahr. Ich wurde schon mehrfach gefragt, wieso eine Lok in der Schweiz gegen den Zug ein weisses Licht signalisiert. Allgemein gelten die schweizerischen Vorschriften der Zugsbeleuchtung als kompliziert und selbst Fachleute verstehen den Sinn nicht ganz.
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Endlich, wir haben es geschafft und sind am Ende angekommen. Es gibt sicherlich noch mehr Signale in der Schweiz, denn ich habe mich hier auf die Signale beschränkt, die das Lokpersonal von Erstfeld und Arth-Goldau bei seiner Arbeit antrifft. Hinzu kommen noch Signale für Zahnradbahnen und Baudienste. Diese finden Sie im FDV, denn die Signale der Schweiz sind in diesen Grundvorschriften enthalten. Darin befinden sich jedoch nicht restlos alle Signale. Die Unternehmen der Infrastruktur können weitere Signale einführen. Diese dürfen sich aber nicht mit den im FDV benannten Signalen widersprechen. Ein Beispiel soll hier helfen. Stellen Sie sich vor, die RhB führt ein Signal ein, das bei rot die Weiterfahrt vorschreibt. Jetzt hat der Lokführer plötzlich ein Problem, denn rot ist einerseits halt, kann aber auch fahrt bedeuten. Abschliessen will ich den Weg durch das Signalwesen der Schweizer Bahnen mit je einem Blick in die Zukunft und die Vergangenheit beenden. Wie werden die Signale der Zukunft aussehen? Das kann auch ich nicht mit Sicherheit beantworten, ich kann Ihnen aber den nächsten Schritt näher bringen. Signale, die die Zukunft einläuten und bereits im Einsatz sind.
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ETCS-Signale die Signale der Zukunft |
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Ab einer Geschwindigkeit von 160 km/h kann der Lokführer, vor allem bei schlechter Sicht, die bisherigen Signale nicht mehr rechtzeitig erkennen und richtig interpretieren. Es musste eine Lösung dafür geschaffen werden, diese heisst Führerstandssignalisation. Es gibt mehrere unterschiedliche Systeme in Europa, auf die ich hier nicht eingehen werde. Das in der Schweiz verwendete System ist auf einem europäischen Standard aufgebaut und soll in Zukunft bei allen europäischen Bahnen gleich aussehen und funktionieren. |
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So, nachdem die Zukunft auch abgedeckt ist, kann ich mich zurücklehnen. Nun sind wirklich alle Signale erwähnt worden. Da aber nicht alle nur in der heutigen Zeit oder in der Zukunft leben, muss ich damit noch etwas zuwarten. Aktuell fühlen sich die Nostalgiker etwas zurückgesetzt, denn die Signale der Vergangenheit fehlen ja noch. Doch bevor ich damit beginne. All jene, die meinten, dass die heutige Signalisation an Zügen kompliziert ist, sollten einen Blick in die Vergangenheit werfen, denn dann wird es wirklich kompliziert, denn da gab es am Zugschluss noch Farbkombinationen, die sich sogar mit heutigen Signalen widersprechen. Doch was schreibe ich da, schauen Sie doch selber nach.
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Signale der Vergangenheit |
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Einige Signale aus früheren Tagen? Die bekanntesten dieser Signale sind sicher die Flügelsignale. Diese Signale werden in der Schweiz zwar stellenweise noch verwendet, aber die Lokführer der Depots Erstfeld und Arth-Goldau treffen sie bei ihrer normalen Arbeit nicht mehr an. Sind die Signale wirklich alle vergangen? Nein, bei einigen Bergbahnen werden abgewandelte Signalbilder auch heute noch verwendet. Andere Signale können Sie zum Teil auch auf Strecken, die vom Depot Erstfeld befahren werden beobachten. Sie stehen zwar noch, sind aber ungültig, denn viele dieser Signale haben es in einen Garten geschafft. Eines haben jedoch diese Signale gemeinsam, sie sind für die Lokführer der Depots Erstfeld und Arth-Goldau Vergangenheit. Daher passt der Titel zum diesen Depots jedoch nicht zu anderen Standorten der Schweiz. |
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Wir haben es geschafft, denn die Schweiz haben wir durch. Die vielen Signale haben Sie vermutlich verwirrt. Das geht auch jungen Lokführer so, wenn sie diese das erste Mal zu sehen bekommen. Was bedeutet nun 60 und was 90 km/h und wie war das schon wieder mit den Baustellen? Das passiert jedem, deshalb müssen Sie sich nicht schämen, weil Sie es noch nicht ganz verstanden haben. Auch ich bin kein Übermensch. Ich musste zum Teil auch nachschlagen, denn auch ich kann unmöglich wissen, wie das vor hundert Jahren war. Deshalb konsultierte ich für die Gestaltung dieser Seiten drei Unterlagen, die in ihrer Art und Weise mehr als nur korrekt sind. Es handelt sich dabei um diese drei Werke: Signalreglement der Schweiz von 1947 Signalreglement der Schweiz von 1982 Letztlich gilt aber, dass ich die Signale aus dem letzten aufgelisteten Werk auswendig kennen muss. Dabei kenne ich die durch das Signal verlangte Handlung, die genaue Bezeichnung ist dabei eher nebensächlich. Soweit gilt das für sämtliche Lokführer in der Schweiz. Bei einigen gibt es noch andere Signale, die hier nicht aufgeführt sind. Als international tätiger Lokführer kann ich mich noch nicht auf den Lorbeeren ausruhen, denn die Signale der Schweiz sind noch lange nicht alle Signale, die ich kennen muss, denn es kommen Signale aus anderen Nationen hinzu. Dabei handelt es sich hautsächlich um Signale aus Deutschland.
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Signale von EU-Bahnen |
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Wie ich in der Einleitung schon erwähnt habe, treffen die Lokführer aus Erstfeld und Arth-Goldau auch Signale ausländischer Bahngesellschaften an. Vor allem jene der Deutschen Bahn. Auch die Signale der französischen Lokomotiven muss er bei den SBB kennen. In Chiasso und Luino gibt es auch Signale der FS, die natürlich auch für den Schweizer Lokführer Bedeutung haben. Ich hier beschränke mich auf die Signale der DB. |
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So, es ist endgültig geschafft. Ich habe alle Signale erwähnt, die sich im Bereich der Lokführer von Arth-Goldau und Erstfeld befinden. Gerade bei den ausländischen Signalen gibt es aber zwischen den beiden Standorten einen Unterschied. Erstfeld begnügt sich hier nur mit den Signalen, die im Raum Basel anzutreffen sind. Die Kollegen in Arth-Goldau kennen hingegen alle Signale. Bei all den Signalen haben wir jedoch einen Punkt vergessen. Was passiert denn, wenn der Lokführer einmal ein Signal verwechselt oder dieses gar nicht erkennt? Stellen Sie sich vor, wenn Sie mit dem Wagen mit 160 km/h durch dichten Nebel fahren würden. Könnten Sie alle Tafeln am Rand der Strasse rechtzeitig erkennen? Ein Lokführer muss das können. Dabei hilft ihm natürlich die vorhandene Streckenkenntnis. Schneller ist dann kein Problem, denn da kommen die Signale ja in den Führerstand, wo es nebelfrei sein sollte. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, bei denen der Lokführer ein Signal übersieht oder bei denen er abgelenkt wurde und schon passiert es. Der Zug fährt unzulässig an einem Signal vorbei. Damit das nicht ohne Gegenmassnahme erfolgt, hat man diverse Sicherheitsmassnahmen getroffen, dazu gibt es später noch mehr Informationen. Hier beschränken wir uns auf den grundlegenden Vorfall. Man spricht in einem solchen Fall von einem Signalfall. Das heisst, es ist der Fall eingetreten, dass der Zug unzulässig vorbei gefahren ist. Solche Vorfälle passieren leider immer wieder und oft sind es klare Fehler des Lokführers. Massnahmen um diese Vorfälle zu reduzieren greifen oft nicht oder nur unzureichend. Die Situation kann dabei nie in eine Schublade gesteckt werden. Jeder Signalfall hat eine andere Vorgeschichte. Sicher ist, ein Lokführer macht das nicht einfach, weil er dazu Lust hatte. Solche Idioten finden sich nur auf der Strasse. Auf den Geleisen sind Profis am Werk. Aber auch die sind nie ohne Fehler, deshalb ist eine Nachbetreuung wichtig. Lokführer fürchten sich mehr vor einem Signalfall, als Sie vor der Busse wegen zu schnellem fahren. Signalfälle werden als schwere Vergehen betrachtet und der Lokführer muss im schlimmsten Fall mit der Kündigung rechnen. Doch meistens bleibt es bei einer Busse und weiteren disziplinarischen Massnahmen. Natürlich ist das Unternehmen auch bestrebt, dem Mitarbeiter so weit zu helfen, dass ihm ein solcher Vorfall nicht mehr passiert. Die Angst vor der drohenden Strafe ist oft die grösste Strafe. Sie brauchen sich nun aber nicht vor diesen Fällen zu fürchten. In den meisten Fällen hat sich der Lokführer einfach in den Vorschriften vertan. Er meinte, dass er als Rangierfahrt unterwegs sei, war jedoch als Zug geplant. Schon macht er den entscheidenden Fehler. Dem Zug und seiner Reisenden passiert dabei nichts, denn der Zug fuhr nur nach falschen Vorschriften, was aber nicht heisst, dass diese nicht der Sicherheit dienten. Wir sind nun bei geltenden Vorschriften und der Unterscheidung zwischen Rangierfahrt und Zugfahrt angelangt. Es wird langsam Zeit, sich um Normen und Vorschriften zu kümmern. Diese Vorschriften, die jeder Eisenbahner kennen muss. Kein Lokführer fährt einen Zug, ohne dass er nicht genau auf sein Wissen geprüft wurde. Ein Visiteur kennt jede Norm, die eingehalten werden muss, denn mit diesem Wissen verdient er letztlich sein Geld.
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