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Die Bügelfahrleitung |
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Beginnen wir mit der Betrachtung der Bügelfahrleitung mit Kettenwerk und
abgespannten Fahrdraht. Nur schon diese Bezeichnung führt zu Fragen, die
wir später noch ansehen werden. Der Name alleine ist schon irreführend,
denn auch bei anderen Fahrleitungen wird die Spannung mit Bügeln auf die
Fahrzeuge übertragen. Jedoch gab es diese damals noch gar nicht, denn sie
wurde für den neuen Wechselstrom vorgehen.
Noch
befinden wir und beim geschichtlichen Ab-riss, denn diese Bauform stand ab
1902 auf der
Versuchsstrecke
zwischen Seebach und Wettingen zur Verfügung und sie wurde parallel zu der
dort verbauten Rutenfahrleitung einem Test unterzogen. Die Ergebnisse mit der Bügelfahrleitung mit Ketten-werk und abgespannten Fahrdraht waren so gut, dass sie wieder verbaut wurde.
Anfänglich bei Bahnen mit Wechselstrom kam diese Kettenfahrleitung auch
bei anderen Stromsystemen zur Anwendung und das zeigt, wie durchdacht
diese Fahrleitung war, denn ein Punkt war die sichere Übertragung der
Spannung auf das Fahrzeug, denn Lichtbögen erzeugten Störungen.
Dank der
Kettenfahrleitung kam die Elektrifizierung der Bahnen in Gang. Mit dem
Begriff wird die Umstellung von einzelnen
Bahnlinien
auf die neue Technik beschrieben. Im Gegensatz zu einem Neubau erfolgte
das immer während dem Betrieb und das macht die Arbeiten nicht so leicht.
Es muss also eine gute Lösung bei der Fahrleitung her, denn sonst würden
sich die Arbeiten mitten im Verkehr nicht lohnen.
Es war also der Kettenfahrleitung zu
verdanken, dass der
Dampfbetrieb
in der Schweiz früh abgelöst wurde. Die neue Technik erlaubte grössere
Leistungen.
Diese musste aber auch von der Fahrleitung beherrscht werden können. Wenn
diese versagt, stellt niemand auf diese Betriebsform um und wir müssten
uns nicht mit der Elektrifizierung der Bahnen in der Schweiz befassen.
Bevor wir zu Leitung kommen, hängen wir sie in die Höhe.
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Masten bei
der Fahrleitung |
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Mit Ausnahme von wenigen Lösungen, müssen
Fahrleitungen in die Höhe gehoben werden. Das ist einerseits erforderlich,
damit die Fahrzeug darunter passen. Aber so soll auch die gefährliche
Spannung von den Leuten ferngehalten werden. Dumm ist nur, dass das nicht
immer gelingt, denn immer wieder gibt es Spinner, die an dieser ihre
Wäsche aufhängen wollen. Wie sonst würden die Eisenbahner von einer
Wäscheleine sprechen.
Dabei soll er auch stabil
sein, denn Fahrleitungen müssen in der Lage stabil sein. Durchaus
Anforderungen, die nicht immer leicht gelöst werden können. Was macht man,
wenn der Platz für den Mast fehlt? Der heute übliche Fahrleitungsmast besteht aus Stahl-träger, aber auch Lösungen mit Beton gibt es. Früher wurden Modelle aus Holz, oder Fachwerke verwendet. Bei diesen sprach man von einem Gittermast. Sie kommen immer noch vor, denn sie sind
leicht. Diese Masten werden entweder auf den Fundamenten montiert, oder
mit diesem vergossen. Die richtige Lösung scheint es nicht zu geben und
das ist nicht schlecht. Gerade die teuren Gittermasten sind aus einzelnen Teilen aufgebaut worden. Das macht deren Bau teuer und daher werden sie nur noch benutzt, wenn es wirklich hohe Modelle braucht. Warum der Mast in die Höhe muss ist klar, denn wenn es in Gleisanlagen für den Masten schlicht keinen Platz gibt, müssen andere Lösungen benutzt werden und das kann zu sehr hohen Masten führen. Auch hier ist es in jedem Land anders.
Welcher Mast gebaut wird hängt also von der
Art der Aufhängung, aber auch vom benötigten Platz und vom Untergrund ab.
Fahrleitungen mit den Masten sind recht schwer und daher muss der
Unterbau von Strecken
eventuell für den Aufbau noch verstärkt werden. Wichtig ist das, wenn man
eine Strecke neu mit Fahrleitung versehen will. Gerade diese Anforderungen
machen die Umsetzung neuer Strecken nicht billig.
Der
Ausleger steht oft ebenfalls unter Spannung und diese sollte nicht mit dem
Masten und der Erde verbunden wer-den. Da Isolatoren auch Defekte erleiden
können, muss die Position dieser Isolatoren angepasst werden. Spannend werden jedoch die Lösungen, die erforderlich werden, wenn zwischen den einzelnen Geleisen eines Bahnhofes kein Platz für Masten vorhanden ist.
In
dem Fall muss diese Aufhängung mehrere
Geleise
über-spannen und auch hier sind die Lösungen unterschiedlich. Es gibt
Bahnen, die mit einem mittigen hohen Mast und den Verstrebungen arbeiten.
Andere benutzen dazu mas-sive Stahlträger, die an den Masten befestigt
sind.
Leichtere Lösungen für mehrere
Geleise
arbeiten mit sehr hohen Masten und Kettenwerken für die benötige
Überspannung. Ein Kettenwerk ist eine Konstruktion mit waagerecht
verlaufenden Drähten und Seilen, die mit senkrechten Bauteilen verbunden
wurden. Bei diesen beschreiben die quer laufenden Seile sehr oft einen
Knick. Wir kommen dann bei der eigentlichen Fahrleitung noch einmal zu
diesem Kettenwerk.
Neben diesen üblichen Lösungen sind aber auch andere Konstruktionen
vorhanden, diese können von einfachen Abspannungen bis zu gigantisch
anmutenden Bauteilen führen. Solche Lösungen sind zum Beispiel
erforderlich, wenn sich Fahrleitung mit unterschiedlichen Stromsystemen
kreuzen. Ein solches Ungetüm konnte bei der Strecke auf den Uetliberg in
Zürich beobachtet werden. Denn sie wirkte sehr bedrohlich.
Nur so können auch Arbeiten ausgeführt werden.
Wenn wir nun auf die anschliessend genauer vorge-stellte effektive
Fahrleitung blicken, dann erkennen wir, dass diese teilweise hier montiert
wurde.
Spurhalter werden für den Fahrdraht verwendet.
Deren Vorteil besteht darin, dass sie genau ausgerichtet werden können. So
sind viele Spurhalter in der Länge veränderbar. All das ist wichtig, weil
Masten oft dort gestellt werden, wo der Platz vorhanden ist. Ausleger sind
genormt und daher bleibt nur noch der Spurhalter um den Draht in der Spur
der
Geleise zu
halten. Es ist also ein wichtiges Bauteil.
Die
Form dieser Spurhalter muss so ausgelegt werden, dass sie die festen
Bauteile über dem Fahrdraht halten. Der Grund ist, dass dieser von den
Stromabnahmen bestrichen wird. Diese sollten schliesslich nicht an den
Spurhaltern, oder an den anderen Bauteilen anschlagen. Grosse Schäden
wären die Folge dieser Fehler. Sie sehen, auch wenn oft mit massiven
Bauteilen gearbeitet wird, eine Fahrleitung ist ein präzises Bauwerk.
In
einigen Anlagen gibt es noch Spurhalter, die direkt an den Masten gezogen
werden. In dem Fall sind sie entweder ein Bestandteil des Auslegers, oder
sie gehören zur einer Abzugsvorrichtung. Bei dieser wird der Fahrdraht
seitlich nach aussen gezogen und es ist keine Aufhängung in eigentlich
Sinn vorhanden. Es wird nun aber Zeit, dass wir uns der eigentlichen
Fahrleitung und dem Grund für die Spurhalter zuwenden. |
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Die
effektive Fahrleitung |
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Kommen wir zum entscheidenden Teil. Wir haben hier eine Bügelfahrleitung
mit Kettenwerk und abgespanntem Fahrdraht. Es sind also mehrere Bauteile
bei diesen Bauwerk vorhanden. Dabei gibt es sogar deutliche Unterschiede,
die von der Art der Spannung und vom Einsatzort abhängig sind. Diese
müssen wir uns auch noch anstehen, wenn wir diese Fahrleitung kennen
lernen wollen und dabei beginnen wir mit den Kettenwerk.
Es
gibt jedoch auch Versionen, bei denen auch das Trag-seil abgespannt wurde.
Wichtig ist, dass dieses Tragseil vorhanden ist, denn es ist das Merkmal
der Kettenfahr-leitung, das es nur hier gibt. Tragseile werden sehr oft auch aus Stahlseilen mit einer Beschichtung aus Kupfer erstellt. Der Vorteil dabei ist, dass der Stahl eine deutlich höhere Zugkraft aufnehmen kann. Das
ist bei den Anlagen mit Abspannungen von grosser Be-deutung. Dank der
Beschichtung mit Kupfer kann auch über diese Seile der Strom übertagen
werden. Das ist be-sonders bei hoch belasteten Fahrleitungen von grosser
Bedeutung. Es gibt auch bei Bahngesellschaften mit Wechselstrom Ab-schnitte die für die normale Ausführung zu schwach sind. Daher werden diese Fahrleitungen verstärkt und dabei kennt man zwei Lösungen. Etwas weniger gut in der Leitung ist dabei das doppelt geführte Tragseil, denn es kann nicht optimal in die Versorgung eingebunden werden, weil es auch noch die tragende Funktion übernehmen muss. Die Lösung zwei ist daher besser.
Bei der Feederleitung werden die Verstärkungen
der Fahrleitung parallel zu dieser in speziellen Kabel gezogen. Diese
Feeder sind dann an mehreren Stellen mit dem Tragseil verbunden. Dank
dieser Kann mehr Strom über die Fahrleitung gezogen werden, denn dieser
wir von jedem Anschluss der Feeder zur Abnahme der Spannung geführt.
Feeder werden wirklich nur dort verbaut, wo wirklich sehr hohe
Leistungen
benötigt werden.
Der Querschnitt dieses Drahtes hängt in
erster Linie von der
Leistung
ab. Bei geringen Spannung sind hohe Ströme zu erwarten. Daher wird in dem
Fall ein Feederdraht unmittelbar über dem Fahrdraht montiert. Sofern Sie es nicht vergessen haben, dieser Fahr-draht wird mit einer Abspannung versehen. Diese sorgt dafür, dass der Draht gespannt wird und sich in einer Lage stabiler verhält. Wichtig ist das, da durch die Abnehmervorrichtung der Draht nicht zu weit nach oben gedrückt werden darf.
Je nach Aufbau sind dazu andere Normen
vorhan-den und das gilt auch für die Abspannvorrichtung, die in
regelmässigen Abständen vorhanden ist.
Das
Abspanngewicht ist isoliert am Fahrdraht ver-bunden worden. Wie es der
Name schon vermittelt, werden hier Gewichte verwendet. Diese sind so
aufgebaut worden, dass die Elemente nach Bedarf gestapelt werden können.
Es ist so möglich, die Abspannung genau einzustellen. Wo der Platz für
diese Gewicht fehlt, werden hydraulische Lösungen verwendet. Der Effekt
ist der gleiche, denn der Draht wir gespannt.
Da die Fahrdrähte gespannt sind, befinden sie
sich nicht immer genau über der Mittelachse. Gerade bei
Kurven ist
das der Fall und die dabei zugelassenen Abweichungen sind genormt und sie
werden bei geraden Abschnitten sogar künstlich vorgesehen. Damit Sie sich
ein Bild machen können, sind in der Tabelle einige Werte vorhanden. Zum
Verständnis ist noch die Breite der Schleifstücke eingebaut worden. |
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| Land oder Bahnen | Seitliche Abweichung | Schleifstückbreite | |||
| DB, ÖBB, NSB, SNCF, NS, CFL | +/- 40 cm | 1950 mm | |||
| SBB, BLS, SNCF, FS, CFL | +/- 20 cm | 1450 mm | |||
| Ungarn | +/- 40 cm ( +/- 30 cm auf NBS) | 2060 mm | |||
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1* In der Schweiz ist diese Breite nur mit
isolierten Notlaufhörnern zugelassen. Ohne diese ist eine Breite von 1 320
mm vorhanden. Sie sehen, es gibt durchaus auch Unterschiede, die durch den
Aufbau der Bügel bestimmt sind. Jedoch erkennt man auch, dass zumindest in
der Theorie mit dem Bügel der Schweiz auch in Deutschland gefahren werden
kann. Jedoch sind in dem Fall keine Toleranzen mehr vorhanden.
Diese aus einfachen Kupferlitzen bestehenden Seilhänger kön-nen in der
Länge angepasst werden. So ist es leicht, die Höhe korrekt einzustellen.
Wir haben damit das Kettenwerk der Fahrleitung abgeschlossen, denn die
Seilhänger bilden den normalen Abschluss. Eine Verbesserung für das Kettenwerk war das Y-Seil. Sein Namen stammt von der Bauform, denn von der Seite sieht es wie ein Y aus. Montiert werden diese Seile im Bereich der Aufhängung.
Dort können keine Seilhänger verbaut werden.
Mit dem Y-Seil gelang dieses jedoch da die beiden vom Tragseil abführenden
Seile in der Mitte einen kurzen Seilhänger hatten. So konnte die Höhe auch
in dem Bereich eingestellt werden. Eine besondere Bauform bei der Kettenfahrleitung war auch die windschiefe Bauart. Bei dieser Fahrleitung kann die An-zahl der Masten gegenüber der normalen Ausführung in engen Kurven deutlich reduziert werden.
Daher verschiebt sich hier das Tragseil gegen die Aussenseite der
Kurve.
Die Seilhänger ziehen somit den Fahrdraht nach aussen und so können auch
hier die Normen eingehalten werden.
Nachteil der windschiefen Fahrleitung war,
dass der Fahrdraht nicht so gut in der Höhe eingestellt werden konnte.
Bedingt durch die Aufhängung waren daher auf Grund der Fahrleitung nur
noch geringe Geschwindigkeiten zugelassen. In den engen
Kurven
konnte aber so oder so nicht schnell gefahren werden. Die Bauform ist
besonders bei schmalspurigen Bahnen zu finden, da diese über deutlich
engere Radien verfügen.
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Schaltelemente der Fahrleitung |
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Wir haben
die Masten gestellt und die Fahrleitung an dieser aufgehängt. Damit kann
diese betrieben werden und es spricht auch nichts dagegen. Die dabei
erforderlichen Schnittstellen sind in den Unterwerken vorhanden. Jedes
davon versorgt einen Abschnitt und zwischen diesen Bereichen werden die
früher schon erwähnten Schutzstrecken verbaut. Eine Lösung, die zu viele
Schutzstrecken und Unterwerken nötigt.
Schliesslich wollen wir die Arbeiter längere Zeit nutzen und nicht nach jeder Wartung neue Leute anstellen.
Schnell ergäbe das
einen schlechten Ruf und daher werden Fahrleitungen für Arbeiten daran von
der Versorgung getrennt und dann gearbeitet. Bei Anlagen für Dreh- und Wechselstrom reicht das jedoch nicht und so werden Erdungsstangen verwendet. Diese sehr auffälligen Vorrichtungen werden mit den beiden Schienen verbunden.
Danach an der ausgeschalteten
Fahrleitung einge-hängt. Die Erdungsstange stellt nun eine elektrische
Verbindung her und es entsteht ein Kurzschluss. Allfällige in die Leitung
induzierte Spannung wird auf diese Weise direkt abgebaut.
Auf keinen
Fall darf diese Erdungsstange bei einge-schalteter Fahrleitung benutzt
werden. Der Kurz-schluss sorgt für so schwere Verbrennungen am Körper, dass
der Arbeiter diesen Fehler nicht überlebt. Daher wird der Schaltzustand
vorher geprüft. Besonders wichtig ist dieses Prüfgerät bei jenen
Erdungsstangen, die für hohe Ströme in der Fahrleitung ausgelegt wurden.
Diese müssen zur Sicherheit mit dem Fahrdraht verschraubt werden.
Da eine sehr
hohe Zahl an Unterwerken nicht wirtschaftlich ist und bei Arbeiten grosse
Bereiche ausfallen, müssen Schaltungen vorgenommen werden. Diese und die
Erdungsstangen erlaubten eine gefahrlose Arbeit an beschränkten Stellen
und wir müssen uns diese Lösungen ansehen und dabei begeben wir uns in die
Bahnhöfe
der elektrisch betriebenen Bahnen, denn die Schalter zur
Fahrleitung findet man an diesen Stellen.
Dabei
kommt immer eine klare Aufteilung zur An-wendung. Denn die als Sektoren
bezeichneten Ab-schnitte der Fahrleitung sind bei jedem Schalt-posten genau
definiert worden und weichen selten ab. Beim Schaltposten treffen die Leitungen ab dem Speisepunktschalter ein. Die den Schaltern, die diesem Bereich den Namen gaben, zugeführt wer-den. So können dann die Fahrleitungen geschaltet werden.
Die Sektoren umfassen jedes
Gleis
auf der an-grenzenden Strecke und natürlich den
Bahnhof mit dem
Schaltposten. Dieser kann zudem mit der Spannung umfahren werden. Dann
gibt es nur im Bahnhof keine Elektrizität und es kann gearbeitet werden.
Bei
grösseren
Bahnhöfen
kann es ratsam sein, wenn auch dieser in mehrere
Sektoren aufgeteilt wird. Das führt zu umfangreichen Schaltposten und
daher können in sehr grossen Anlagen auch mehrere davon vorhanden sein.
Wichtig dabei ist nur, dass der Posten immer den Bahnhof und die
angrenzenden Strecken versorgt. Bei mehreren
Geleisen auf der Strecke wird
jedes separat versorgt, denn dann kann auch ein Gleis geschaltet werden.
Auch wenn es
Schaltposten mit sichtbaren Transformatoren gibt, es sind hier keine
Schutzschaltungen vorhanden. Die in der Fahrleitung entstehenden
Kurzschlüsse werden immer im Speisepunkt des Unterwerks abgeschaltet. Der
Schaltposten verteilt die Spannung nur auf separate Abschnitte und er
dient in erster Linie dem Unterhalt. Sie sollten sich so einen
Schaltposten ansehen. Er ist leicht zu finden, denn er ist hinter Gitter.
Der eigentliche Schalter
befindet sich jedoch auf der Höhe der Fahrleitung. Bei modernen
Schaltposten werden diese Schalter ferngesteuert bedient. Nur im Notfall
muss also der Käfig von Personal betreten werden. Als Schaltelemente werden bei Fahrleitungen Hörner-schalter verwendet. Diese speziellen Schalter sind für hohe Spannungen ausgelegt worden. Ihren Namen haben sie von den montieren Funkenhörnern bekommen.
Diese sind dazu
gedacht, den Schalter vor Zerstörung zu schützen. Damit wir diesen
Schalter etwas besser ver-stehen, schalten wir ihn. Um ihn und die
Fahrleitung einzuschalten sind keine Massnahmen erforderlich. Wird der Schalter jedoch geöffnet, erfolgt das nicht schnell genug, dass zwischen den Kontakten kein Licht-bogen entstehen kann.
Dieser Lichtbogen muss
gelöscht werden, denn sonst würde er den Schalter schlicht zerstören. Dazu
nutzt man einen natürlichen Effekt der Lichtbögen. Diese steigen dank
thermischen Effekten nach oben. Die Funkenhörner sorgen nun dafür, dass
die Distanz grösser wird und so der Lichtbogen gelöscht wurde.
Je nach
verwendeter Spannung und abhängig vom Stromsystem müssen diese einfachen
Hörnerschalter unterschiedlich aufgebaut werden. Es ist schwerer einen
Lichtbogen bei Gleichstrom zu löschen. Durch den nach der Zündung
abfallenden Widerstand bleibt dieser länger stehen. Daher müssen längere
Funkenhörner verwendet werden. Bei Wechselstrom sind jedoch die oft sehr
hohen Spannung ein Problem.
Der dabei entstehende Lichtbogen
kann laut und deutlich vernommen werden. Wie schon erwähnt, sind
Lichtbögen nichts anderes als Blitze. Der Un-terschied ist nur, dass beim
Hörnerschalter kein Knall, sondern ein Knistern zu hören ist. Anhand einer Störung in der Fahrleitung werden wir das Prinzip ansehen. Fahrleitungsstörungen können verschiedene Ursachen haben und sind ner-vig.
Das kann ein Kurzschluss durch eine
Lokomotive, aber auch ein defekter
Isolator sein. In jedem Fall einsteht im System ein Kurzschluss und dieser
führt dazu, dass der Speisepunktschalter geöffnet wird. Daher muss dieser
Schalter hohe Ströme verkraften.
Um
flüchtige Störungen, wie ein Vogel, der sich dummerweise auf einen
Isolator setzte, zu erken-nen. Wird die Prüfspannung aktiviert. Bei dieser
wird die normale Spannung mit einem geringeren Strom an die Fahrleitung
mit der Störung geschickt. Ist der Kurzschluss nicht mehr vorhanden,
schaltet der Speisepunkt wieder ein. Im anderen Fall muss die Ursache
abgeklärt werden und nun kommen die Schaltposten ins Spiel.
Mit den Hörnerschalter in den Schaltposten werden die
Sektoren separiert. Wird so der betroffene Abschnitt gefunden, kann die
restliche Anlage wieder versorgt werden. Das kann natürlich nicht so
schnell erfolgen und so kann es sein, dass es wegen dieser
Fahrleitungsstörung zu einem längeren Ausfall kommt. Es hängt davon ab,
wie schnell der betroffene Anschnitt gefunden und mit den Schaltposten von
der Versorgung getrennt wird.
Auch jetzt muss gesucht werden und das
kann durch-aus eine schwere Aufgabe für die betroffenen Stellen sein. Wer
viel Glück hat, besitzt schnell eine Ver-sorgung im anderen Fall dauert die
Suche länger. Schnittstellen der Sektoren: Kommen wir zu den Schnittstellen der Fahrleitung. Die einzelnen Sektoren müssen getrennt sein. Dabei sollte diese Trennung aber von den Fahrzeugen ohne Ausfall der Ver-sorgung befahren werden können.
Dazu sind bei den Fahrleitungen zwei Varianten mög-lich, denn nicht
in jedem Fall kann nach dem gleichen Muster verfahren werden. Besonders
dann, wenn nur ein einzelnes
Gleis
geschaltet wird.
Streckentrenner werden verwendet, wenn die Sektoren zwischen der Strecke
und dem
Bahnhof getrennt werden. In dem Fall werden die beiden
Fahrleitungen auf einem Stück parallel geführt. Obwohl sie elektrisch
getrennt sind, es sind beide ab dem gleichen Speisepunkt versorgt und
daher kommt es nicht zu einen Kurzschluss. Streckentrenner sind überall
dort vorhanden, wo ein neuer Fahrdraht benutzt wurde.
Verwendet
werden Streckentrenner immer dort, wo die Sektoren getrennt werden. Diese
umfassen die Anlagen und die Trennung ist auch innerhalb von
Bahnhöfen
vorhanden. In dessen Mitte wird der Fahrdraht gewechselt und gleichzeitig
eine Streckentrennung vorgesehen. So können die beiden Seiten unabhängig
geschaltet werden. Sie sehen, auch wenn der Name es vermuten lässt, diese
Trenner kommen überall vor.
Werden diese befahren, verbindet die Kontaktfläche
die beiden Bereiche. Da dieses Bauteil keinen Platz benötigt, können diese
Trenner überall verbaut werden. Das Prinzip mit den Strecken- und Fahrleitungstrenner wird auch bei den früher schon erwähnten Fahrleitungs-schutzstrecken verwendet. Dabei spricht man bei den Lösungen mit Fahrleitungstrenner von einer kurzen Aus-führung.
Der
Abschnitt ohne Versorgung ist in den Fall nur wenige Meter lang. Auch wenn
es anfänglich nicht vorgesehen war, auch sie können wie die langen
Lösungen mit Streckentrenner geschaltet werden.
Damit können
wir die Bügelfahrleitung mit Kettenwerk und abgespanntem Fahrdraht
beenden. Viele hier vorgestellten Bereiche sind auch bei den vorher
erwähnten besonderen Bauformen vorhanden. Auch dort werden die Abschnitte
geschaltet und selbst die Erdungsstangen sind vorhanden. Das auch, wenn
diese nicht also solche zu erkennen ist. Gerade bei tief verbauten
Stromschienen wird mit anderen Modellen gearbeitet.
Es bleibt
nur noch zu erwähnen, dass auch die Kettenfahrleitung dazu passende
Abnahmekontakte benötigt. So wie ich hier diese Lösung für die genaue
Vorstellung der Fahrleitung genommen haben, mache ich das bei den als
Stromabnehmer bezeichneten Bauteilen der Fahrzeuge. Diese Bügel gehören,
wie Sie das nun kennen, immer zur Fahrleitung. Nur mit den passenden
Modellen kann die Spannung übertragen werden.
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