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Stromabnehmer der Bügelfahrleitung |
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Bevor wir bei den Stromabnehmern in die Details gehen, müssen wir eine
Frage beantworten. Es gibt sehr viele verschiedene Lösungen und hier
können nur wenige Modelle vorgestellt werden. Doch auch mit der
Bezeichnung haben viele Leute ihre Mühe. Sie sehen, wir müssen uns dem
Thema wirklich ganz genau annehmen und dabei beginne ich mit dem
grundsätzlichen Aufbau und danach kommt dann die Funktion.
Ich
bleibe hier jedoch bei Stromabnehmer, denn dieser Begriff gibt die Aufgabe
das Bauteils sehr genau wider. Wir haben das Bauteil das die Spannung der
Fahrleitung auf ein Fahrzeug über-trägt. Die Aufgabe des Stromabnehmers besteht darin, den Kontakt mit der Fahrleitung sicher herzustellen. Gerade der sichere Kontakt sollte viele Jahre Entwicklung bei den Pantographen bedingen.
So
mussten auch bei Wechselstrom mindestens zwei Teile ge-hoben sein. Mit
Verbesserungen konnte der Kontakt so gut erfol-gen, dass nur noch ein
Exemplar ausreichend ist. Jedoch kann es immer noch sein, dass mit zwei
Modellen gefahren wird.
Bei
Bahnen mit Gleichstrom ist je nach der verwendeten Spannung ein hoher
Strom vorhanden. Gleichzeitig kann aber über den Bügel und die
Kontaktflächen nur ein bestimmter Wert geleitet werden. Würde der
Stromabnehmer überlastet, könnte er Schaden nehmen. Jedoch ist in dem Fall
auch ein sehr hoher Spannungsabfall vorhanden. Bei weiteren gehobenen
Stromabnehmern kann die
Leistung
somit leicht erhöht werden.
Die
sehen auch wenn man es nicht vermuten würde, die Stromabnehmer hatten
viele Aufgaben zu meistern, denn sie mussten das Fahrzeug bei Bedarf auch
von der Fahrleitung trennen. Bevor wir aber diese Details ansehen, schauen
wir uns die Bauformen an. Es gab hier viele verschiedene Lösungen, die
sich von Land zu Land unterschieden. In Japan kommen hydraulische Lösungen
zur Anwendung, die auch bei hohen Geschwindigkeiten wirken.
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Bauformen
von Stromabnehmern |
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Bei
den
Bauarten
setzten sich zwei Lösungen durch. Andere zum Teil intensiv erprobte
Modelle scheiterten oft an der Tatsache, dass sie nicht immer optimal zur
Fahrleitung liefen. So ist die Position auf einem Fahrzeug nicht frei
wählbar. Je weiter das Bauteil vom Drehpunkt des Fahrzeuges entfernt
montiert wird, desto grösser sind die damit verbundenen Probleme. Gerade
in Netzen mit geringen Werten bei der Toleranz.
Die
Abstände für die Isolation gelten nicht nur ge-genüber von Menschen,
sondern auch gegenüber den zur Erde geschalteten Fahrzeugen. Daher gibt es
unterschiedliche Grössen, aber kaum mehr an-dere Bauformen. Der Scherenstromabnehmer: Ich beginne mit dem älteren Modell. Der Scherenstromabnehmer konnte sich früh durchsetzen. Insbesondere galt das für jene Anlagen, die mit Wechselstrom betrieben wurden. Diese
Bauart
konnte auch grosse Distanzen über-brücken. Wir müssen daher das Bauteil
etwas ge-nauer ansehen und dabei kommt auch schon das Problem mit dem
Namen für dieses Konstrukt.
Beginnen wir mit der Schere, denn der
Stromabnehmer ist bereits bekannt. Wir alle kennen diese Schneidwerkzeuge,
die aus zwei Klingen versehen sind, die bei einem Drehpunkt verbunden
wurden. Um dieses
Gelenk
wird dann die Kraft übertragen. Wenn wir nun aber zum Bauteile für die
Fahrleitung kommen, dann können Sie diese schlicht vergessen, denn mit den
Begriff ist eher eine technische Deutung vorhanden.
Scheren im Sinne der Technik sind Konstruktionen bei
den die einzelnen nach aussen stehenden Trägern mit
Gelenken versehen
wurden. Diese befinden sich bei den Knickpunkten und am oberen Ende, wo
sich die Kontaktabnahme befindet. Bei dieser Schere verändert sich je nach
Höhe der Anstand zwischen den Knickpunkten. Das führt dazu, dass diese
Modelle auch grosse Differenzen bei der Höhe überwinden können.
Je nach Hersteller wurden diese anders ausgeführt. Scherenstromabnehmer waren so gut, dass sie schnell auch bei
anderen Fahrleitungen verwendet wurden. Jedoch gab es damit auch
Nachteile. Bedingt durch die grosse Menge Metall wurden diese Stromnehmer schwer. Zudem wurde auf den Dach viel Platz benötigt und das konnte zu Problemen führen, wenn mehrere Exemplare benötigt wurden.
In dem
Fall mussten spezielle Konstruktionen verwendet werden, denn nur so
konnten diese Bügel so nahe wie möglich beim Drehpunkt des Fahrzeuges
montiert werden. Als Beispiel für so eine spezielle Ausführung ist die
Baureihe
RAe TEE II.
Der Einholmstromabnehmer: Der Einholmstromabnehmer ist neuer und er konnte die Probleme mit dem
Gewicht und dem Platz lösen, denn gegenüber dem vorher vorgestellten
Modell ist hier nur noch der halbe Platz erforderlich. Durch Abdrehen der
einzelnen Bügel konnten sogar zwei unmittelbar beisammen montiert werden.
Daher konnten sich diese schnell durchsetzen und es gab noch eine
Spezialität.
Im
Gegensatz zum Scherenstromabnehmer, ist bei den neueren
Einholmstromabnehmer auch der Begriff Einholmpantograf geläufig. Das ist
aber eine Folge davon, dass der Begriff geschaffen wurde um diese von den
sonst üblichen Pantographen zu unterscheiden, denn damit wurden die
älteren Modelle bezeichnet. Es wird aber auch hier spannend sein, wie
dieser Stromabnehmer zum Namen kam.
Dieser nun einzelne Holm gab dem Stromabnehmer
seinen Namen. All diese Massnahmen führten zu deutlich weniger Gewicht.
Zusammen mit dem ge-ringeren Bedarf beim Platz war ein Modell mit idealer
Ausführung entstanden. Im oberen Bereich können sich dann die Holme teilen, oder weiter als ein-zelner Holm bis zur Kontaktfläche führen. Es sind also zwei Konstruktionen möglich, die aber alle eine grössere Belastung vor dem Luftwiderstand haben.
Jedoch wirkt sich das nur aus, wenn wirklich
ausgesprochen schnell gefahren wird und dann oft auch nur, wenn die
Position nicht genau gewählt wurde. Jedoch ist das mit dem Einzelnen Holm
so eine Sache. Damit diese Stromabnehmer stabil sind, muss aber eine zusätzliche Führungs-stange verbaut werden. Diese beiden verlaufen parallel und sie sorgen dafür, dass der Knick stabilisiert wird.
Sie sehen, dass
besonders hier eine grosse Stabilität vorhanden sein muss, denn die Bügel
sind während der Fahrt der Reibung und dem
Luftwiderstand unterworfen.
Gerade letzterer kann mit zunehmendem Tempo zu einem Pro-blem werden.
Wird der Bügel mit dem Knick nach vorne eingesetzt,
nennt man das Spitzgang. Die spitze Seite des Bügels befindet sich also in
Fahrrichtung gesehen vorne. In diesem Fall wird alleine durch den Fahrwind
der Bügel so bewegt, dass die aerodynamischen Effekte den Stromabnehmer
eher gegen den Fahrdraht drücken und so der Kontakt verbessert wird.
Besonders bei sehr hohen Werten kann das bei einigen
Bauarten sogar sehr
wichtig sein.
Da dort oft mehrere Stangen verbaut wurden, sollte
sich der
Luftwiderstand verbessern. Bei einigen Modellen werden zur
Verbesserung der aerodynamischen Effekte die Hohlräume auf-gefüllt. Zu
erkennen ist das bei einigen beim
TGV montiert Modellen und der ist
schnell. Von Spiessgang spricht man, wenn der Stromabnehmer mit den Knick in Fahrrichtung hinten betrieben wird. In dem Fall wirken die aerodynamischen Kräfte anders. Der Fahrtwind drückt den Holm gegen das Lokomotivdach.
Auch jetzt erfolgt mit dem oberen Teil ein Ausgleich der
Kräfte. Nun aber kommt es zu einem Problem. Die auf den Bügel wir-kenden
Kräfte sind nicht immer gleich hoch und das führt zu Problemen.
Werden bei hohen Geschwindigkeiten die Kräfte nicht
mehr optimal ausgeglichen, kann es passieren, dass die Kontaktfläche nicht
mehr optimal gegen den Fahrdraht gepresst wird. Wenn Sie schon mal einen
Zug für sehr hohe Geschwindigkeit gesehen haben, dann kann es sein, dass
bei der Kontaktfläche Lichtbogen zu sehen sind. Will man diese verhindern,
muss der Aufwand für die Konstruktion erhöht werden.
Die genaueren Funktionen der Stromabnehmer werde ich
nun an einem Modell der
Bauart WBL-85 aufzeigen. Es handelt sich dabei um
einen Einholmstromabnehmer der mit allen Schutzmassnahmen versehen wurde
und sich daher eignet. Dabei blenden wir die durch seine Konstruktion
bedingten aerodynamischen Probleme aus. Nur so viel, hier kann beim
Spitzgang etwas schneller gefahren werden, als das beim Spiessgang der
Fall ist.
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Die Bügelmechanik |
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Stromabnehmer haben ein hohes Gewicht. Dieses stammt
von den Metallen, die für die Leitung des elektrischen Stromes benötigt
werden. Damit dieser die
Lager bei den
Gelenken nicht beschädigt, wird der
Strom bei diesen mit einfachen Litzen umgeleitet. Auch das ist ein
zusätzliches Gewicht, das berücksichtigt werden muss. Wir sprechen bei
einem Stromabnehmer von Gewichten, die bei mehreren Hundert Kilogramm
liegen können.
Je
schneller gefahren wird, desto mehr Bewegung kommt in das Teil und diese
folgen sich immer mehr in kurzen Abständen. Das kann nur von einem
leichten Teil ausgeglichen werden. Die Konstrukteure mussten sich also etwas einfallen lassen und dabei griffen sie zu einfachen Federn. Schraubenfedern haben einige Eigenschaften, die bei einem Bügel sehr gut genutzt werden können.
So können die Bewegungen in kurzer Folge aufgenommen werden. Bedingt durch
den Aufbau wirkte dieser als Dämpfung und so konnte das Aufschaukeln
verhindert werden. Eine Lösung, die mit ein oder zwei
Federn arbeitet.
Mit der Senkfeder wird verhindert, dass sich der Bügel ungewollt heben
konnte. Das war wichtig, wenn das Fahrzeug mit gesenkten Stromabnehmern
verkehrte. In diesem Fall darf der Fahrwind nicht so auf die Konstruktion
wirken, dass der Bügel gehoben wird. Diese Senkfedern sind jedoch nicht
bei allen Stromabnehmern vorhanden und das hängt von der Ansteuerung ab,
die wir später noch ansehen werden.
Mit der Hubfeder wird der Stromabnehmer gehoben. Dabei ist diese so stark,
dass auch das schwere Bauteil gehoben werden kann. Bügel werden in dem
Fall also mit einer
Feder gehoben und nicht, wie man meinen könnte mit
einer anderen Lösung. Dabei ist diese Hubfeder bei allen Bedienungen
vorhanden und sie bieten zudem einen grossen Vorteil, denn die Kraft einer
Feder kann sehr leicht eingestellt werden.
Wie gross diese sein darf, ist
von den in den je-weiligen Ländern vorgesehenen Normen abhängig. In jedem
Fall sprechen wir hier von wenigen Kilo-gramm, denn nur so kann verhindert
werden, dass der Fahrdraht zu stark angehoben wird. Bei den Modellen, die nur mit dieser Hubfeder ver-sehen wurden, muss eine Lösung her, wie der Bügel gesenkt werden kann. In dem Fall benutzt man ein Seil mit dem manuell der Bügel nach unten gezogen wird.
Wird das Seil
befestigt, kann sich der Bügel nicht mehr heben. Diese Lösung, die einen
etwas leich-teren Bügel ergibt, kann aber nur bei verhältnis-mässig geringen
Spannungen benutzt werden. Das ist meistens bei Gleichstrom der Fall.
Um den
Stromabnehmer bei höheren Spannungen und ferngesteuert zu betreiben wird
die Lösung mit der zusätzlichen Senkfeder verwendet. Diese ist so
eingestellt, dass sie gegen die Hubfeder arbeitet und den Bügel nach unten
zieht. Dabei ist nur ein geringer Unterschied vorhanden, denn das absenken
sollte nicht zu schnell erfolgen- So könnte die Konstruktion leicht
beschädigt werden und das will man ja nicht.
Sie werden
überrascht sein, denn bei diesen Modellen kann der Bügel leicht von Hand
gehoben werden. Die beiden verbauten
Federn sorgen dafür, dass das schwere
Bauteil leicht ist. Wenn Sie es mir nicht glauben, bei einem Selbstversuch
reichte dazu sogar ein Finger. Das mehrere Kilogramm schwere Teil war wie
eine Feder leicht. Das erlaubt auch bei diesen Modellen der Anpressdruck
im Griff zu behalten.
Daher gelten für
die Kraft zum Fahrdraht die gleichen Beding-ungen. Wir haben also eine
Ansteuerung, welche die Funktion nicht verändert.
Ein Problem haben diese Stromabnehmer jedoch. Treffen sie nicht auf den Fahrdraht sorgt die Hubfeder dafür, dass der Bügel gehoben wird, bis er sich nicht mehr weiter strecken kann.
In dem Fall kann der Stromabnehmer nur noch mit
einer ma-nuellen Manipulation gesenkt werden. Weder der Seilzug, noch die
erwähnte Senkfeder können in diesem Fall den Bügel senken und das kann
durchaus ein Problem sein.
Bei Eisenbahnen, die wirksam verhindern wollen, dass sich der
Stromabnehmer durchstreckt, ist eine Höhenbegrenzung vorhanden. Beim
Aufbau wird in dem Fall die Mechanik bewusst so verändert, dass auf einer
definierten Höhe der Bügel schlicht klemmt und sich nicht weiter hebt.
Daher können die Seilzüge und die Senkfeder auch arbeiten, wenn der
Stromabnehmer nicht unter der Fahrleitung gehoben wird.
Fragen Sie
sich nun, wo der Sinn der Höhenbegrenzung zu finden ist, wenn der Bügel ja
immer unter der Fahrleitung gehoben wird? Die Frage ist berechtigt, aber
es gibt Bahnen, die bewusst kurze Abschnitte ohne Fahrdraht haben, in dem
Fall muss der Bügel nicht gesenkt werden. Beispiel dafür sind die
Niederlande. Um die Hubbrücken zu befahren, wird einfach auf die
Fahrleitung verzichtet, der Zug fährt mit Schwung durch.
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Die Kontaktleiste |
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Kommen wir zu dem Teil, das den Kontakt mit der
Fahrleitung herstellt. Dieses wird am oberen Ende des Bügels montiert. Die
vorher bei der Vorstellung der Leitung
erwähnten seitlichen Abweichungen werden mit der Breite dieser
Bauteile berücksichtigt. Dabei sind die maximalen Breiten Europas in den
jeweiligen nationalen Normen enthalten. Es sind dies die Werte 1 320 mm,
1 450 mm, 1 950 mm und sogar 2 060 mm.
Üblich sind die eher weichen
Werkstoffe Alumi-nium,
Kohle und Kupfer. Während Kohle hauptsäch-lich bei
Bahnen mit Wechselstrom benutzt wird, müssen Schleifstücke aus Kupfer zu
Verminderung der Reibung geschmiert werden. Seitlich abgeschlossen wird dieses Schleifstück mit den auf beiden Seiten vorhandenen Notlaufhörner. Die nach unten gebogenen Bauteile sind bei einem Stromabnehmer immer erforderlich.
Bei einem Wechsel des Fahrdrahtes
wird der neue Draht von der Seite zugeführt. Das Notlaufhorn verhindert,
dass sich dieser unter dem Schleifstück verfangen kann. Es wird also
verhindert, dass es zu Schäden kommt.
Die Notlaufhörner sind unterschiedlich aufgebaut und
sie sind bei der Breite der Teile inbegriffen. Dabei gelten in der Schweiz
bei
Normalspurbahnen besondere Regeln. Werden Notlaufhörner aus Metall
verwendet, darf die maximale Breite von 1 320 mm nicht überschritten
werden. Wird jedoch eine Lösung aus einem Kunststoff mit Glasfaser
verwendet, darf die Breite dieses Schleifstückes auf 1 450 mm gesteigert
werden.
Notwendig ist das, weil diese Notlaufhörner in
Tunnel
nahe an die Wand kommen. Damit es nicht zu einem Überschlag kommt, muss
ein bestimmter Abstand zur Isolation eingehalten werden. Bei der
isolierten Version von Notlaufhörnern liegt die Spannung nicht mehr beim
Notlaufhorn und so kann der Abstand zum Gewölbe verringert werden. Sie
sehen, teilweise sind auch die Spannungen für bestimmte Abstände
verantwortlich.
So können auf
einem Bügel auch mehrere Schleif-stücke verbaut werden und damit ändert
sich der Aufbau, denn es muss gesichert werden, dass der Kontakt von allen
Schleifstücken aus erfolgt. Um den Kontakt mit der Fahrleitung zu verbessern, müssen mehrere Schleifstücke benutzt werden. An-fänglich begnügte man sich mit mehreren gehobenen Bügeln.
Erst die Doppelschleifstücke ermöglichten es, wegen den
doppelt vorhandenen Kontaktflächen nur noch einen Bügel zu heben. Jedoch
war mit diesen Dop-pelschleifstücken der sichere Kontakt nur dank einer
anderen Bauweise möglich. Bei mehreren Schleifstücken auf einem Bügel wird eine Wippe verbaut. Diese wird oft auch als Doppel-wippe bezeichnet, wobei das die Anzahl Kontakt-teile auf zwei Stück begrenzt.
Diese Wippe ist so auf dem Bügel
montiert worden, dass sie sich verdrehen kann. Damit wird die Kraft der
Hubfeder dank der Wippe gleichmässig auf die beiden Kontakte übertragen.
Bei mehr Kontakten muss eine Federung eingebaut werden.
Dank der Wippe können aber auch die Schleifstücke
anders aufgebaut werden. Besonders die Notlaufhörner werden entweder
getrennt, oder zusammengefasst. Auch wenn wir den Anpressdruck einstellen
können, unnötig schwer soll diese Wippe nicht werden. Sie werden es
eventuell erahnen, aber mehr Gewicht behindert den sauberen Kontakt mit
der Fahrleitung. Zudem soll auch nicht zu viel Bauhöhe vorhanden sein,
denn das behindert die Luft.
Spannend ist
dabei eigentlich nur, dass diese Wippenfederung auch im di-rekten
Zusammenhang mit den verbauten Kontaktleisten steht. Diese werden auch
nicht mehr Schleifstück genannt. An der Stelle von Schleifstücken wird bei einer Wippe von Schleifleiste gesprochen. Diese erlauben es die Kontaktteile einfacher zu wechseln. Bedingt durch die Reibung zum Fahrdraht werden diese stark abgenutzt und daher müssen sie regelmässig ersetzt werden.
Während das bei geschmiertem
Kupfer selten nötig ist, ist das weichere Alu-minium stärker betroffen. Bei
Lösungen mit
Kohle kann diese hier besser ein-gebunden werden. Gerade bei den Schleifleisten mit Kohle gibt es Unterschiede. Die älteren Modelle hatten Einfassungen aus Kupfer. Bei anderen Lösungen wird die Kohle auf ein Träger geklebt.
Grundsätzlich gilt
aber, dass mit den Leisten aus
Kohle nicht so hohe Ströme übertragen
werden können. Daher kommen sie meistens nur bei Bahnen mit Wechselstrom
zur Anwendung. Anlagen mit Gleichstrom benützen Modelle aus Aluminium.
Um mit der weichen
Kohle auch bei Gleichstrom mit
geringer Spannung genug Strom auf den Bügel zu übertragen, wird einfach
die Anzahl der Schleifleisten erhöht. Genau wegen der Übertragungsleistung
sind Bahnen mit Gleichstrom oft mit zwei gehobenen Stromabnehmer
unterwegs. Das obwohl doppelte Schleifleisten vorhanden sind. Jedoch sind
so stark belastete Bauteile einem Verschleiss unterworfen und der kann für
Probleme sorgen
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Schutzvorkehrungen |
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Schleifleisten und Schleifstücke sind bereits vom
Namen her einem Verschleiss unterworfen. Die gleiten am Fahrdraht und
dieser raffelt sich in die Schleifleiste. Genau dieser Effekt ist der
Grund dafür, dass der Fahrdraht auf geraden Strecken in einem Zick-Zack
aufgehängt wurde. So sollten die Schleifleisten gleichmässig abgenutzt
werden. Bei optischen Kontrollen kann diese erkannt werden. Bei Bedarf
steht der Unterhalt an.
Wird jedoch der Betrieb zeitweise
eingestellt, weil die Züge Nachts nicht fahren, kann der Raureif an der
Fahr-leitung ein Problem sein. Dieser beschädigt das Schleif-stück und auch
der Kontakt ist nicht mehr optimal. Den Eiskratzer kennen Sie von Ihrem Auto. Bei den Bahnen kommt er bei Fahrleitungen vor, welche schwer belastet von Raureif sind. In dem Fall wird ein Stromabnehmer mehr gehoben.
Während beim normalen Bügel nur der
Kontakt verbessert wird, kann beim Eiskratzer auch der Raureif entfernt
werden. Bei diesem Eiskratzern handelt es sich um normale Stromabnehmer
mit einer Leiste aus Aluminium und er ist isoliert. Sie sehen wie ernst das Problem ist, denn ein solcher Eiskratzer bedeutet ein Gewicht, das man einsparen kann. Verwendet wird er selten und dann auch nur bei den Bahnen mit Gleichstrom geringer Spannung.
Hohe Spannungen schlagen durch das Eis und daher sind häufigere
Bügelsprünge vorhanden. Diese können aber durchaus auch bei Wechselstrom
zu grösseren Problemen führen. Strom und Eis sind mit Schleifleiste keine
gute Kombination.
Gerade bei den Belastungen mit Raureif kann es
passieren, dass die Wippe trotz den Massnahmen umkippen kann. Wenn Sie
sich noch erinnern, kann der Kontakt auch durch einen zu geringen
Anpressdruck verloren gehen. Damit das nicht passiert, greift man zu
Massnahmen, die aus dem Motorsport sehr bekannt sind. Dort sind Spoiler
und Flügel vorhanden um die Luftströmung zu verbessern. Das geht auch beim
Stromabnehmer.
Das Windleitblech ist
jedoch ein gutes Beispiel für die Belastungen die während der Fahrt auf
das Schleifstück wirken. Daher sind Schäden zu erwarten. Die Schleifleistenüberwachung: Bei der Umsetzung einer Schleifleistenüberwachung wird deren Zu-stand geprüft. Dieser kann durch die Belastungen schnell schlecht werden, denn bei den Ausführungen mit Kohle kann diese ausbrechen, oder gar in Brand geraten.
Das führt unweigerlich zu schweren Schäden an der Fahrleitung und
das sollte wirksam verhindert werden. Mit dieser Überwachung kann das auf
einfache Weise umgesetzt werden.
Bei der
Schleifleistenkontrolle wird durch die Leiste eine Bohrung gefertigt.
Diese wir bei gehobenem Stromabnehmer mit
Druckluft gefüllt. So lange dort
kein Verlust von Luft vorhanden ist, ist alles in Ordnung. Ist nun aber
ein Riss in der Schleifleiste vorhanden, entweicht die Druckluft und der
Bügel wird automatisch gesenkt. Dazu ist aber zwingend eine Senkfeder
erforderlich, denn damit kann schnell auf den Schaden reagiert werden.
Die Kontrolle wirkt auch bei einem Schleifleistenbruch. Bei diesem bricht
die Schleifleiste in zwei oder mehr Teile. Der Fahrdraht kann nun unter
die Leiste geraten und sich verfangen. Durch die Bewegung des immer noch
fahrenden Fahrzeuges sorgt der Bruch der Schleifleiste dafür, dass der
Fahrdraht mitgerissen wird. Schäden an der ganzen Fahrleitung und sogar an
der Abstützung sind die Folgen.
Daher sollte nach einem
solchen Schlag der Stromabnehmer schnell gesenkt werden, denn die Schäden
an der Fahrleitung sind sonst gross und die Behebung derselben kann
mehrere Tage dauern. Im Zusammenhang mit dem Schlagschutz wird oft auch von der Schlagsicherung gesprochen. In beiden Fällen wird die Ein-richtung aktiv, wenn es zu einem Schlag gegen die Schleifleiste kommt.
Wie bei einem Bruch entweicht über
ein
Ventil die
Druckluft und der Bügel wird gesenkt. Diese Notabsenkung
erfolgt nach spe-ziellen Regeln, denn der Stromabnehmer sollte möglichst
schnell gesenkt werden. Mit dem Schlagschutz und der Schleifleistenüberwachung können die durch die Bügel erfolgten Schäden an der Fahrleitung ver-mindert werden.
Jedoch können auch
sie nicht verhindern, dass sich der Strom-abnehmer in der Fahrleitung
verfängt. Im dem Fall wird der Fahrdraht mitgerissen und der hängt dann
irgendwie in der Luft und nicht so, dass ein Kurzschluss entsteht. Die
Prüfspannung kann dazu führen, dass die Leitung eingeschaltet wird.
Das ist auch
der Grund, warum Sie nach einer Fahrleitungsstörung den Zug nicht
verlassen dürfen. Auch wenn Sie sich nicht mehr der Leitung nähern, es ist
gemein gefährlich, denn die Schrittspannung kann Sie schlicht killen.
Daher sollten Sie Ruhe bewahren und den Anweisungen folge leisten. Es ist
so und es wird sich nicht ändern. Elektrizität ist gefährlich um nicht zu
sagen, dass sie auch für den Mensch tödlich ist. Im Zug sind Sie jederzeit
sicher.
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