Besondere Wagen

                       
Willkommen in der Welt der Personenwagen. Diese waren im Gegensatz zu den anderen Modellen einem steten Wandel unterworfen. Personenwagen musste aus dem Verkehr genommen werden, weil sie veraltet waren. Technisch waren diese aber noch gut und hätten durchaus noch ein paar Jahre durchgehalten. Das führte dazu, dass es im Lauf der Jahre immer wieder zu Anpassungen und neuen Modellen gekommen ist.
Dienstliche Zwecke Personenwagen International
Personenwagen National Speisewagen
Steuerwagen Andere Wagentypen
                       
Die Auswahl zeigt dies, denn bis auf die Modelle für dienstliche Zwecke gab es immer wieder Neuerung. Das muss bei der Betrachtung ebenso berücksichtigt werden, wie der Einsatz, denn Alle Wagen konnten eigentlich international benutzt werden. Jedoch kommen wir nicht um diese Aufteilung herum. Die anderen Typen waren dann einfach noch das Zugemüse. Dennoch wird es eine interessante Geschichte werden.
Die Schlafwagen
                       

Reisen während der Nacht wurden nicht immer mit normalen Personenwagen unternommen. Wer in der Nacht reist, der möchte die Zeit dazu nutzen, sich schlafend zu erholen. Das ist jedoch nur auf längeren Strecken erwünscht und so werden die Reisezüge mit den dazu vorgesehenen Schlafwagen im internationalen Verkehr eingesetzt. So konnte man am Abend einsteigen und erreichte das Ziel am nächsten Morgen.

Die normalen Schlafwa-gen sind speziell für die-sen Zweck gebaut wor-den.

Es wurden einzelne Ab-teile geschaffen und ein Seitengang vorgesehen. Diese Abteile werden je-doch mit Betten versehen. Diese befinden sich oft auch übereinander, so dass mehr Leute einen Schlafplatz finden. Bedingt durch den benötigten Seitengang sind diese aber etwas kürzer, als man sich von zu Hause gewohnt ist, denn das Problem war der Platz.

Die Reise im Schlafwagen bucht man, wie ein Zimmer in einem Hotel. In dem Bahnhof wo man zustieg wird der Reisende von einem Schaffner auf dem Bahnsteig in Empfang genommen. Dieser weisst den Leuten ihr Abteil zu. Damit die Leute ungestört schlafen können, wird der Reisepass und der benötigte Fahrschein dem Schaffner übergeben. Dieser regelt dann an den Grenzen die Formalitäten und Sie können ruhig schlafen.

Kurz vor der Ankunft erfolgt durch den Schaffner auch der Weckdienst und es kann auch ein kleines Frühstück serviert werden. Werden unterschiedliche Ziele in der Nacht angeboten, werden die Schlafwagen auf einen anderen Zug rangiert. Sie müssen daher in der Nacht nicht mehr umsteigen und kommen so an ihrem Ziel ohne grossen Aufwand an. Die lange Reise verbringen sie schlafend und das ist die Idee dieser Wagen.

Der Liegewagen: Eine günstigere Alternative zu den Schlafwagen ist der Liegewagen. In diesen angepassten Wagen sind keine Betten, sondern nur einfache Liegen vorhanden. Diese geben dem Wagen auch seinen Namen. Im Liegewagen ist auch der Komfort einfacher, denn das Bettzeug wird hier nicht mehr zur Verfügung gestellt. Geblieben ist jedoch der Schaffner, der den Liegewagen neben dem Schlafwagen betreut.

Das bedeutet, dass die Behandlung der Papiere auf die gleiche Weise erfolgt. Jedoch fehlt bei den Liegewagen auch der Weckdienst und das Frühstück wird auch nicht angeboten.

Es ist eine einfachere Art die Reise durch die Nacht zu erleben und hier kann nicht jede Person schlafen, sich jedoch ausruhen, denn bei den einfachen Liegewagen gibt es auch Grossraumabteile. Damit ist eine Buchung auch nicht mehr so wichtig.

Ein Problem, das jedoch nicht gelöst werden kann ist der Wunsch der Leute alleine zu schlafen. Sofern man in einer Reisegruppe unterwegs ist, werden diese nicht getrennt. Einzeln reisende Personen müssen daher das Abteil mit anderen Leuten teilen, was gerade bei den Schlafwagen ein gewissen Problem ist, da man sich dort auch Bettfertig macht und das muss man vor fremden Personen erledigen Das ist vielen Leuten unangenehm.

In Europa werden die Abteile jedoch nach den Geschlechtern getrennt belegt. In anderen Ländern ist das jedoch nicht der Fall. So werden zum Beispiel in Russland die Abteile nach den Buchungen belegt. Wenn sich die weibliche Reisende für die Nacht herrichtet, muss der Mann das Abteil daher verlassen. Aber auch so kann die Reise nicht immer angenehm sein, denn es soll Leute geben, die schnarchen und das gefällt nicht allen.

Hinzu kommt, dass nicht alle Leute einen guten Schlaf haben, wenn sich das Bett bewegt. Wer also eine Reise in einem Nachtzug absolviert, muss sich auf ein paar Begebenheiten einrichten. Trotzdem ist es natürlich ein Vorteil, wenn man sich auf der Reise erholen kann und am nächsten Morgen am Ziel ankommt und gleich die Umgebung besuchen kann. Der Vorteil ist, dass Bahnhöfe sich oft im Zentrum der Städte befinden.

Züge mit Schlafwagen sind eine seltene Angelegen-heit. Ein Zug, der sehr bekannt ist, ist der Orient Express. Dieser Zug, der über einen sehr langen Laufweg verfügt, besitzt Schlafwagen. In dem auf Luxus bedachten Zug gibt es keine Liegewagen.

Auch so kann es hier gefährlich werden, denn ge-mäss einem Roman soll es zum Mord gekommen sein. Effektiv ist in den Nachtzügen aber nicht so viel Gefahr vorhanden, denn es gibt ja den Schaff-ner.

Schlafwagen hatten einen schweren Stand. Die Buchungen sanken. Das auch, weil immer mehr Verbindungen mit dem Flugzeug auch am frühen Morgen möglich sind.

Man kann am Abend zu Hause schlafen und dann mit dem Flugzeug ans Ziel reisen. Daher verschwanden immer mehr Züge mit den Schlafwagen aus dem Fahrplan. Wer zu Hause schlafen kann und dann den Flug bezahlt, muss sich nicht den Anstrengungen aussetzen.

Gänzlich verschwunden sind die Nachtzüge jedoch nicht und in den modernen Zügen werden auch Schlafwagen mit Einzelbetten und neu auch mit einfachen Waschmöglichkeit angeboten. Auch der Platz ist dort nicht mehr so beengt. Geblieben ist aber der höhere Preis und das unruhige Bett, denn das kann man nicht umgehen. Sie sehen es ist nicht leicht in einem Schlafwagen zu reisen, denn der Zug bleibt.

Nachtreisezüge mit Schlafwagen sind aber eine gute Alternative, wenn man in der Nacht reisen muss und sich um den Ausstoss von Kohlendioxid sorgt. Im Gegensatz zu einem Flugzeug ist in diesem Punkt die Bahn im Vorteil. Daher könnten sich die Nachtzüge wieder durchsetzen. Neue Schlaf- und Liegewagen könnten dann mit mehr Komfort aufwarten und preislich kann der Nachtzug mit dem Flugzeug ebenfalls mithalten.

Die Aussichtswagen
                       

Spezielle Aussichtswagen beleben das Reiseerlebnis auf einigen schönen Strecken. Mit den Fahrzeugen kann zum Beispiel die Welt der Berge bewundert werden und es gibt durchaus Züge, die mit diesem Erlebnis beworben werden. Bekannt in diesem Bereich ist sicherlich der Glacier Express, der die Kurorte St. Moritz und Zermatt verbindet. Alleine durch das Erlebnis der Bergwelt lässt sich der Zug gut vermarkten.

Bei den Aussichtswagen werden die Seitenfenster grösser ausgeführt. So kann etwas weiter nach oben und unten geblickt werden. Bei vielen können sogar die Fenster geöffnet werden.

So erlauben diese speziellen Aussichtswagen auch heute noch Bilder ohne die Spiegelung der Fenster. Sie sehen, dass es durchaus Vorteile mit solchen Aussichtswagen gibt, und gerade wer mit der Ka-mera reist, ist über diese Wagen froh.

Viele Aussichtswagen sind aber nicht mit den ver-grösserten Fenstern versehen worden. Sie sind so-gar offen und können so nur während schöner Tage genutzt werden.

Diese Aussichtswagen besitzen halbhohe Wände und haben ein Dach zum Schutz vor der Fahrleitung erhalten. Sie können jedoch nicht mit den alten Wagen der vierten Wagenklasse verglichen werden, da die Aussichtswagen nicht das ganze Jahr ver-kehren.

Es gibt nicht viele Aussichtswagen, denn der be-schränkte Einsatz macht die Wagen bei den Ver-waltungen nicht beliebt.

Es müssen daher schon spezielle erlebnisreiche Strecken befahren werden. Das ist jedoch nur in den hohen Bergen der Fall und so finden sich die offenen Varianten auch dort. Wegen den möglichen Gefahren dachte man sich neue Wagen aus, die deutlich mehr Erlebnis erlaubten, als das bei den Aussichtswagen der Fall ist.

Der Panoramawagen: Eine weitere Form der Aussichtswagen ist der Panoramawagen. Bei diesen Wagen wurden entweder die Ecken der Dächer mit Fenstern versehen, oder diese bis ins Dach hinein gezogen. Diese Wagen gab es schon früh, wobei dort aber nur ein Bereich des Wagen mit einer gläsernen Kuppel versehen worden war. Die eigentlichen Panoramawagen besitzen jedoch ein Dach und die ganze Länge ist so aufgebaut.

Die Idee für solche Wagen entstand in den voralpinen Regionen des Berner Oberlandes. Dort wurden solche Pano-ramawagen erstmals auf der Strecke zwischen Montreux und Zweisimmen verwendet.

Der Erfolg schien an der Richtigkeit keine Zweifel zu haben. Daher begannen auch andere Bahnen mit dem Einsatz solcher Wagen. Dabei stand zum Beispiel der Glacier Express hoch im Kurs, denn so konnte er besser vermarktet werden.

Normalspurige Bahnen hielten sich in dem Bereich lange Zeit bedeckt. Das änderte sich, als die Schweizerischen Bundesbahnen SBB sich dazu entschlossen aus dem Programm der EC-Wagen einige Panoramawagen zu bauen. Diese hatten einen höheren Fussboden und weit ins Dach gezogene Fenster. Das erlaubte einen Blick in die Bergwelt der Alpen und das ohne störende Streben. Dabei sollte das Erlebnis für Reisende der ersten Wagenklasse gesteigert werden.

Diese unter der Typenbezeichnung Apm geführten Wagen bekamen dabei die Nummern 61 85 19 – 90 100 bis 111. Es waren somit zwölf neue mit Klimaanlagen versehenen Panoramawagen im Bestand. Sie wurden an Stelle von normalen Wagen der ersten Wagenklasse eingesetzt und das auf Strecken, die für solche Modelle interessant sind. Das war die Gotthardstrecke, wo die Wagen zu Beginn in den Interregio eingereiht wurden.

Da diese Wagen auch für den Internationalen Verkehr geeignet waren, kamen sie auch auf anderen Strecken zum Einsatz. Dabei ist sicherlich das Zugspaar über die Linie des Arlbergs zu erwähnen, wo immer noch ein solcher Wagen verkehrt. National sind die Panoramawagen nur noch im entsprechenden Zug über den Gotthard zu finden. Auch wenn damit erstmals normal besuchte Wagen entstanden, durchsetzen konnten sie sich nicht.

Der Salonwagen
                       

Bahnen bevorzugen normale Personenwagen. Diese können jeden Tag eingesetzt werden und sind somit wirtschaftlich. Eine Staatsbahn muss aber auch staatliche Aufgaben übernehmen und das ist die Beförderung von Würdenträgern. Die Schweiz ist da ein spezielles Land, denn die Regierung des Landes reist für gewöhnlich mit den regulären Zügen. Das ist in einem anderen Land schlicht nicht vorstellbar, denn zu gross ist die Gefahr.

Daher muss die Staatsbahn für Gäste des Staates ent-sprechende Fahrzeuge bereit halten. Da war sicherlich der Triebwagen RAe 4/8 ideal, aber mit der Zeit nicht mehr zeitgemäss. Ein Wagen war da besser geeignet.

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB gaben daher der Industrie der Auftrag für spezielle Salonwagen. Diese wur-den aus dem Bauprogramm der Einheitswagen genommen und für den Zweck verändert.

Es wurde auf eine Türe verzichtet und an Stelle der normalen Bestuhlung kamen einzelne Sitze in den Wagen, die um grosse Tische aufgestellt wurden. Eine kleine Küche diente dem Personal dazu, den Leuten auch kleinere Mahlzeiten zubereiten zu können. Da die normalen Gepäckträger schlicht fehlten, wurde eine Garderobe eingerichtet. Das Fahrzeug wurde wegen den erwarteten langen Standzeiten mit deutlich mehr Batterien bestückt.

Der grösste Unterschied zu den anderen Wagen dieser Serie war der Einbau einer Klimaanlage. Während die Bevölkerung in Sommer in den Zügen schwitzten, hatten es die Leute in dem Wagen angenehm. Die Wagen waren zudem für den Einsatz im Ausland ausgelegt worden und boten für damalige Zeiten einen grossen Luxus, den aber nicht alle Leute geniessen konnten, denn der Wagen war den Staatsgästen vorbehalten.

Mit der Zeit waren diese Einheiten nicht mehr zeitgemäss. Das grosse Problem war, dass wegen der Bestuhlung nur schwer Konferenzen abgehalten werden konnten. Das führte dazu, dass man zuerst einen neuen Wagen für den nationalen Verkehr beschaffte. In diesem war ein grosser Tisch für Konferenzen enthalten und der Komfort nicht mehr so viel grösser, da der Wagen aus den Bauprogramm der neuen Einheitswagen IV entstand.

Der neue Salonwagen kam bei den Kunden sehr gut an. So wurden noch Wagen für den interna-tionalen Einsatz be-schafft.

Bei diesen wurde auf eine Einstiegstüre ver-zichtet. Diese neuen Wagen konnten nun auch bei Konferenzen von Firmen benutzt werden und nicht nur bei Staatsbesuchen. Das machte diese Modelle besser verwendbar, denn sonst standen Salonwagen den grössten Teil der Zeit ohne Arbeit in einem Bahnhof.

Wie schon beim Triebwagen RAe 4/8, indem der britische Präsident reiste und der so zum Churchill-Pfeil wurde, kam es beim neuen Salonwagen mit der Nummer 50 85 89 – 73 000 auch dazu. Hier handelte es jedoch um keinen bekannten Präsidenten, sondern um das Oberhaupt der römische katholischen Kirche. Der Wagen wurde beim Besuch des Papstes eingesetzt und bekam daher den Namen Papstwagen.

Der Papstwagen wurde von der namensgebenden Person in der Schweiz für seine zahlreichen Reisen benutzt. Es war so einer der wenigen intensiven Einsätzen, die ein Salonwagen aufweisen kann. Salonwagen gehören wirklich zu den Wagen die einen sehr sparsamen Einsatz haben. Wegen dem speziellen Aufbau können sie nicht in normalen Zügen eingesetzt werden und daher gibt es davon wirklich nur drei Stück.

Auch wenn die aktuellen Salonwagen nicht so oft zum Einsatz kommen, gehören sie zu den Modellen, die für viel Aufsehen sorgen. Bei der Eröffnung des Basistunnels am Gotthard besuchten viele Präsidenten der benachbarten Staaten den Tunnel. Die Fahrt absolvierten sie jedoch nicht in normalen Wagen, denn dazu gab es ja die Salonwagen. Damit sind sie wirklich selten im Einsatz und das kann sogar noch übertroffen werden.

Die Sanitätswagen
                       

Einen wirklich besonderen Status bei den besonderen Wagen haben diese auch als Sanitätswagen bezeichneten Fahrzeuge. Die Wagen hatten eine Aufgabe, die jeder hoffte, dass sie diese nie wahrnehmen mussten. Trotzdem müssen wir auch diese Wagen ansehen, denn sie gehörten zum Bestand und hatten daher eine Aufgabe, die so sonderbar war, dass sie diese nie wahrnehmen mussten und das macht sie speziell.

Die Idee zu diesem besonderen Fahrzeugen stammt nicht aus den Bereichen der Eisenbahn. Gerade in der Schweiz war die Armee auf die Bahnen angewiesen und sie konnte einen grossen Einfluss auswirken und das tat man bei den Sanitätswagen. Eine Bahn würde solche Modelle auf keinen Fall bauen und schon gar nicht in Betrieb nehmen. Kranke transportiert man nicht über grosse Distanzen, sondern im schlimmsten Fall nur ins nächste Spital.

Der zweite Weltkrieg mit seinen Auswirkungen auf die Schweiz bestärkte die Leute der Armee in der Befürchtung, dass man bei einem neuerlichen Konflikt nicht so harmlos davon kommen könnte. Bei Kampfhandlungen würden in dem Fall viele Soldaten verwundet werden und müssten dann schnell auf direktem Weg in die rückliegenden Bereiche transportiert werden, das konnte mit den normalen Lösungen nicht erreicht werden.

Ideal dazu war ein Zug, doch dieser benötigte spezielle Wagen. Schwerer verwundete Leute lagen auf Tragen und diese konnte man nicht auf dem normalen Weg ins das Fahrzeug laden. Daher musste ein Tor vorhanden sein, wie es in Gepäckwagen der Fall war. Davon gab es aber zu wenige und die Tragen konnten auch nicht befestigt werden. Das ging nur, wenn man entsprechende Wagen bei der Eisenbahn hatte.

Sie können sich denken, dass die Staatsbahn ab solchen Ideen nicht erfreut war, denn wie sollte so ein Wagen eingesetzt werden? Daher wurde eine Lösung erarbeitet, die beiden Seiten gefallen konnte. Die Sanitätswagen konnten mit den normalen Sitzbänken bestückt werden und das Tor war in der Regel einfach verschlossen. So konnte der Wagen durchaus in den normalen Zügen verkehren und der Bahn gefallen.

Im Einsatz als Sanitätswagen wurden die Sitzbänke ausgebaut und an deren Stelle Aufnahmen für Barren eingebaut. Ein Umbau, der in wenigen Stunden er-folgen konnte.

So konnten über das Tor die Tragen verladen und in den Halterungen abgelegt werden. Der beladene Zug fuhr dann in den rückwärtigen Raum, wo die Be-handlung der Verletzungen erfolgen konnte. Der Zug fuhr dann wieder an die Front.

Diese für viele von uns absurden Ideen, waren in einer Zeit entstanden, wo man sich vor grossen Kampf-handlungen fürchtete. Mit den Sanitätswagen war man aus Sicht der Armee gerüstet.

Die Wagen konnten normal eingesetzt werden, was wiederum der Bahn gefiel. Einzig die im Bereich des Tores vorhandene Wand erinnerte daran, dass man nicht in einem normalen Personenwagen sass. Nur wenige wussten aber darüber bescheid.

Glücklicherweise wurden die Sanitätswagen nie dem Zweck entsprechend benötigt, jedoch standen sie im Einsatz und bei gelegentlichen Übungen wurden sie aus dem Verkehr genommen.

Die Sanitätswagen, die als Wagen in der zweiten Wagenklasse benutzt wurden, sind daher klar ein Zweck, der nur von einer Organisation, wie der Armee einfallen konnte. Der befürchtete Einsatz war also lediglich eine Idee von ängstlichen Generälen.

Die veralteten Sanitätswagen blieben lange im Einsatz und wurden am Schluss nicht mehr eingesetzt. Mit den neuen Serien im Wagenbau, wurden sie jedoch nicht mehr vorgesehen. Der Krieg war vorbei und auch der Einfluss der Armee auf die Eisenbahn wurde geringer. Hoffen wir einfach, dass es nie soweit kommt, dass man den Verzicht auf Sanitätswagen je bereuen muss. Die letzten Ihrer Gattung sind längst verschwunden.

 

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