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Anhängewagen |
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Immer wieder werden zu neuen
Triebwagen
passende Wagen beschafft. Diese werden meistens beim
Triebfahrzeug
nicht vorgestellt. Hier lag die Sache jedoch leicht anders, denn diese
Personenwagen
wurden ausschliesslich für die
Baureihe
beschafft. Auch das ist natürlich längst kein Grund, das Fahrzeug auch in
der Seite einzubauen. Trotzdem die Anhängewagen zu den Triebwagen Ce 2/4
werden auch auf dieser Seite eingebaut.
Der
Grund ist simpel und dazu greife ich etwas vor. Seit dem Titel wissen wir,
dass die
Baureihe
Ce 2/4 im Verlauf der Karriere zur Reihe BCFe 2/8 mutierte. Das geht
jedoch nur, wenn der
Triebwagen
mit einem wei-teren Wagen verbunden wird. Diese Wagen sind nun der Grund,
warum wir uns mit den Anhängewagen befassen müssen. Dabei gilt, dass sie
als Anhängewagen angeschafft und auch eingesetzt wurden.
Im
Einsatz sollten die Wagen mitgegeben werden, wenn es zu Stosszeiten kam.
Dabei hatte im Grund jeder
Triebwagen
seinen eigenen Anhängewagen erhalten. Selbst bei der Gürbetalbahn GTB
hätte es zu keinem Tausch kommen können, da dort auch nur ein Exemplar
vorhanden war. Mit Ausnahme dieser vier Wagen sollte es keine mehr geben,
die nach diesem Muster gebaut wurden. Der Grund waren die neuen
Leichtstahlwagen.
Die
vier Leichtwagen sollten die Betriebsnummern 436, 471, 491 und 511
erhalten. Die Zuordnung an die Bahnen erfolgte, wie die
Triebwagen.
Das führte dazu, dass sowohl das Zugfahrzeug, als auch der Anhänger die
gleichen Bahnanschriften erhalten haben. Doch das sind Sachen, die nicht
so spannend waren. Wir wollen die Wagen kennen lernen und nehmen nur mit,
dass es von den Wagen ein Exemplar weniger gab.
Wer
sich nun auf eine umfangreiche Vorstellung gefreut hat, muss enttäuscht
werden. In vielen Punkten des Aufbau entsprachen sie den zuvor
vorgestellten
Triebwagen.
Daher werde ich in diesem Kapitel den Fokus auf die Anpassungen legen. Wo
es hilfreiche ist, sind natürlich auch die Hinweise zum Triebwagen
vorhanden. Um der Reihenfolge treu zu bleiben, beginnen wir auch jetzt mit
dem mechanischen Teil.
Der
Aufbau des Kastens wurde nicht verändert. So wurden auch hier Stahlbleche
verbaut, die mit Hilfe der elektrischen
Schweisstechnik
verbunden wurden. Die einzigen zu erwähnenden Abweichungen in diesem
Bereich waren die Position der Öffnungen. Auch auf
Führerstände
wurde verzichtet und daher müssen wir den Abschluss etwas genauer ansehen.
Nur wenn Sie jetzt beim Aufbau die grossen Wunder erwarten, dann irren Sie
sich.
Geblieben ist die mittig eingebaute Türe und auf beiden Seiten grenzten
die beiden
Frontwände
an diese. Wie bei den
Triebwagen
wurden dabei die Bleche geführt und auch die Fenster blieben. Es war also
optisch der gleiche Aufbau vorhanden, jedoch fehlte der
Scheibenwischer und natürlich der Innenausbau, den wir später noch
ansehen werden. Wenn wir Abweichungen suchen, dann finden wir diese unter
dem Kasten vor.
Genau genommen waren es die
Drehgestelle der Anhängewagen, die eine nähere
Betrachtung rechtfertigen. Nur schon der Begriff
Laufdrehgestelle
käme diesen besonderen
Laufwerken
nicht zur Geltung. Dabei galt es auch hier, das Gewicht so gering, wie nur
möglich zu halten. Beim Wagen wollte man wegen der
Zugkraft
noch mehr sparen, denn er musste extrem leicht sein, damit der
Triebwagen
ihn überhaupt zu ziehen vermochte.
Auch bei den Anhängewagen wurde ein
Drehgestellrahmen
verwendet. Dieser baute man mit Stahlblechen auf und er sollte möglichst
wenige Bauhöhe erhalten. Die Bleche wurden verschweisst. Das Fussboden
sollte ja die gleiche Höhe haben, wie das beim
Triebwagen
der Fall war. Der grosse Unterschied bei den
Drehgestellen waren jedoch die beiden eingebauten
Laufachsen.
Um es einfach zu sagen, diese gab es hier schlicht nicht mehr.
Eine eher seltene Bauweise, die aber das grosse Gewicht der
Achswelle
vermeiden konnte und dabei sollte es auch nicht bleiben, denn auch die
Räder
wurden gegenüber den
Triebwagen
verändert.
Verbaut wurden
Speichenräder,
die mit einer auf-gezogenen
Bandage
versehen wurden. Zusammen mit diesen
Radreifen
wurde ein Durchmesser von 850 mm erreicht und diese
Räder
liefen nun in eigenen
Rollenlagern,
die auf kurzen Stummel montiert wurden. Eine extrem leichte Konstruktion,
die zu den
Triebwagen
Ce 2/4 passen sollte und dabei war das schlicht noch nicht die letzte
Anpassung.
Die
Federung
der einzelnen
Laufräder
konnte nicht normal gelöst werden. Auch hier wurden
Schraubenfedern
verwendet, die gedämpft werden mussten. Da es keine
Achsen
gab, konnten dazu auch nicht die Führungen als
Dämpfer
genutzt werden. An deren Stelle traten
Ausgleichshebel,
die dank der Reibung für eine Dämpfung der Schraubenfedern sorgten. Eine
Lösung, die zudem noch leicht im Aufbau war.
In der Folge war nun auch der Platz für den tiefen
Fussboden vorhanden. Jedoch war der
Drehzapfen nicht frei beweglich, denn
er musste über eine ge-wisse Reibung verfügen. Diese aussergewöhnliche Reibung war erforderlich, da der Drehzapfen für die hier eingebauten Schrau-benfedern diente. Es waren bei der Sekundärfeder keine Blattfedern mehr verbaut worden.
Das war sehr speziell, denn auch bei
neueren
Reise-zugwagen wurde in diesem Bereich auf die
Blatt-feder gesetzt.
Der Wagen war so sehr weich abge-federt worden, was auch zur Laufruhe des
Fahr-zeuges beitragen sollte. Natürlich wurden auch diese Wagen mit einem Anstrich versehen. Dieser entsprach sowohl beim Aufbau, als auch bei der Ausführung der Triebwagen. Das war jedoch zu erwarten, da diese Anhänge-wagen ja nur mit diesen Triebfahrzeugen eingesetzt werden sollten.
Einzige Abweichung fand sich
bei den Anschriften der
Wagenklasse. Dafür verantwortlich war das Abteil
der zweiten Wagenklasse und daher wurde die Ziffer zwei benötigt. Die einzige Druckluft, die auf den Wagen übertragen wurde, war jene in der Hauptleitung. Diese wurden daher ausschliesslich für die Bremsen benutzt.
So mussten andere mit verdichteter Luft arbeitende Bauteile anders
gelöst werden. Bei der
Bremse hingegen, wurde die Lösung der
Triebwagen
verwendet. Daher war auch hier das
Steuerventil mehrlösig und der
Anhängewagen verfügte über eine gute Bremse.
Es wird
Zeit, wenn wir uns nun dem Innenraum zuwenden. Auch hier waren natürlich
die wichtigsten Punkte identisch aufgebaut worden. Besonders die verbauten
Sitzbänke und die längs verlaufenden
Gepäckträger fanden sich auch hier
wieder. Das galt auch für die
Einstiegstüren, die identisch aufgebaut,
jedoch leicht anders bedient wurden. Der Grund war, dass hier ausser auf
der
Hauptleitung keine
Druckluft vorhanden war.
Es lohnt sich daher, dass wir auch hier
einen etwas genaueren Blick in das Fahrzeug werfen. Es stellt sich nur die
Frage, wie wir in den Anhängewagen kommen. Da die Triebwagen linientreu eingesetzt wurden, waren auch die Wagen immer gleich gestellt. Die von mir gewählte Richtung entspricht der Anord-nung, wie sie vorhanden war, als die beiden Fahr-zeuge zu einer Einheit verbunden wurden.
Wir haben den
Triebwagen
vorher nicht verlassen und das werden wir nun
tun, um in den Wagen zu gelangen. Dazu benutzen wir einen Weg, der nur dem
Personal vorbehalten war. Somit verlassen wir den Triebwagen über die Türe in der Front und nutzen anschliessend den Über-gang.
Dieser war offen und der Durchgang während der
Fahrt verkam zu einem regelrechten Abenteuer. Bei uns ist das einfacher,
denn wir befinden uns im stehenden Zug. Auch dann benötigte der Weg auf
das zweite Fahrzeug etwas Mut. Die Türe des Wagens konnte gleich bedient
werden, da sie ja identisch war.
Nachdem wir
den Wagen betreten haben, befinden wir und in einem grossen Raum. Es
handelte sich um den
Gepäckraum, der dank den viele Fenstern hell
erleuchtet wurde. Die Grösse des Bodens wurde mit 11m2
angegeben und er wurde mit Holzplanken belegt. Diese verhinderten, dass
die verladenen Teil leicht rutschen konnten und erlaubte auch, dass
allenfalls benötigte Keile mit Nägeln fixiert werden konnten.
Der Zugang
erfolgte über die beiden seitlichen Tore. Bei einem geöffneten Tor war die
Lücke so gross, dass auch sperrige Gegenstände verladen werden konnten.
Viel mehr hatte das
Gepäckabteil
jedoch nicht zu bieten. Es sei denn, wir
wollen es in der Gehrichtung verlassen, denn dort war ein kleines Büro für
den
Zugführer vorhanden. Das war wichtig, weil bei einem Einsatz des
Anhängewagens zwingend
Zugpersonal
mitreisen musste.
Da das Büro nicht abgeschlossen werden konnte,
war eine Schublade für Wert-sachen vorhanden. Damit war auch dem
Zugpersonal
eine passende und offene Gelegenheit gegeben worden. Wir können nun den Gepäckraum durch die nächste Türe verlassen. Es handelte sich um eine Schiebetüre, die nur mit einem speziellen Schlüssel geöffnet werden konnte. So wurde verhindert, dass sich Reisende ins Gepäckabteil verirren konnten.
Wir hingegen müssen nun durch, denn wir wollen ja den weiteren
Innenraum die-ses Wagens betrachten und nach diesem Bereich kam auch gleich
die erste
Plattform mit den Einstiegen. Diese seitlichen Einstiegstüren entsprachen den Triebwagen und hatten auch die gleichen Türen bekommen. Das Problem mit der Druckluft wurde mit einem dazu vorgesehenen Vorratsbehälter gelöst.
Dieser Behälter konnte dann mit
Druckluft von der
Hauptleitung gefüllt werden. Eine einfache Lösung die
verhinderte, dass man eine zweite Leitung auf den Wagen führen musste. Es
ging, wie so oft um das Gewicht. Die Plattform war nur auf den Bereich zwischen den beiden Türen beschränkt worden. Das offene Abteil, wie bei den Triebwagen, gab es hier jedoch nicht. Der Bereich wirkte daher beengt.
Eine weitere Schiebetüre, die mit
einem Fenster versehen war, gab den Weg zum ersten Abteil frei. Dabei
handelte es sich um ein Abteil der dritten
Wagenklasse. Hier kamen die
gleichen Sitzbänke, wie bei den
Triebwagen
zum Einbau.
Schön
korrekt wurde das Abteil für Fahrgäste mit einer
Fahrkarte für die dritten
Wagenklasse aufgeteilt in einen Bereich für Raucher und für nicht
rauchende Gäste. Die beiden Bereiche wurden mit einer Querwand versehen.
Es zeigte sich bereits jetzt, dass der Anhängewagen deutlich mehr Wände
haben sollten und daher das Gewicht etwas höher wurde. Das war mitunter
ein wichtiger Grund, für die bisher erwähnten Massnahmen.
Verlassen
konnte man das Abteil mit einer weiteren Schiebetüre. Danach trat man in
einen sehr beengten Raum. Seine Länge betrug gerade einmal einen Meter.
Durch die Türe zur Kabine mit dem WC wurde das beklemmende Gefühl
verstärkt. Die Kabine selber war nicht viel geräumiger und so fand das
Waschbecken keinen Platz mehr. Es wurde daher im Wartebereich vor dem WC
an der Seitenwand angebracht.
Das führte natürlich auch dazu, dass die WC-Kabine noch
weiter eingeschränkt wurde. Es wird Zeit, dass wir diesen ungastlichen Ort
auf dem Fahrzeug in die Richtung der erwähnten Türe verlassen. Durch diese Türe, die auch als Schiebetüre ausgeführt wurden, betreten wir das erste Abteil für die Reisenden der zweiten Wagenklasse. Hier wurden andere Sitze verbaut und auf beiden Seiten des mittigen Durchgangs waren die gleichen Bänke montiert worden.
Das führte dazu, dann nun beidseitig zwei Fahrgäste
auf einer Sitzbank platz nehmen konnten. Wir haben daher den etwas höheren
Komfort dieser
Wagenklasse. Die Sitze in diesem Abteil hatten nun auch Armlehnen und Tisch-chen erhalten. Die bei den Sitzen verwendete Polsterung verdien-te im Gegensatz zu der bereits bekannten Lösung den Namen.
Man konnte also auf einem etwas weicheren
Platz sitzen und so die Fahrt geniessen. Der Bezug erfolgte nun nicht mehr
mit Leder, sondern mit einem speziellen Stoff. Bei der Wahl der Farbe war
man nicht kreativ, denn die war gleich.
Es kann
gesagt werden, dass die
BLS-Gruppe bei der Gestaltung dieser Abteile neue
Wege ging. Der Aufbau wurden so gewählt, dass das Abteil ohne grossen
Aufwand in eines der ersten
Wagenklasse umgebaut werden konnte. Das
erfolgte zwar nicht, aber die Aufwertung zur ersten Wagenklasse erfolgte,
als diese bei den Zügen schlicht aufgehoben wurde. Wir hier haben ein
Abteil, das damals doch etwas weiter war.
Der Begriff
Abteil ist dabei nicht so falsch. Es gab nur eine Sitzreihe, die also
beidseitig durch eine Querwand eingerahmt wurde. Ein sehr geringes Abteil,
dass den Leuten mit einer
Fahrkarte der zweiten
Wagenklasse einen
Sitzplatz bot. Da in den Armlehnen Aschenbecher montiert wurden, durften
die hier sitzenden Leute rauchen. Für uns heisst das jedoch, dass wir das
Abteil bereits wieder verlassen können.
Durch eine
Pendeltüre gelangten wir in das zweite Abteil der zweiten
Wagenklasse. Bei
der Ausgestaltung gab es zum vorherigen Abteil nur einen kleinen
Unterschied. Hier waren in den Armlehnen keine Aschenbecher vorhanden und
so durfte hier nicht geraucht werden. Eine weitere Unterscheidung war,
dass es nun zwei Reihen gab und sich so hier mehr Leute setzen konnten.
Doch damit sind wir noch nicht am Ende des Fahrzeuges.
Die Türe in
der letzten Querwand führte uns direkt auf die
Plattform mit den beiden
Einstiegstüren. Da es hier kein Führerstand gab, wurden im Bereich zur
Stirnwand vier Sitze montiert. Diese waren speziell, denn man konnte die
Strecke beobachten. Einziger Unterschied zum Lokführer war, dass man
jedoch einfach hinten aus dem Zug sah. Benutzt werden durften diese Sitze
von Fahrgästen mit einer
Fahrkarte zweiter
Wagenklasse.
Es wird nun
Zeit, wenn wir die Sitzplätze zählen. Für Reisende in der dritten
Wagenklasse waren die Sitze gleichmässig verteilt worden und so gab es 40
Plätze in dieser Wagenklasse. Etwas komplizierter wurde die Sache in der
zweiten Klasse. Hier gab es acht Sitze für Raucher und 20 Sitze für
Nichtraucher. Davon befanden sich vier aber in der Endzone des Wagens, wo
auch noch eine weitere Türe in der
Front vorhanden war.
Dieses war nun beim linken
Puffer angebracht
wor-den. So konnte es leicht beim
Triebfahrzeug einge-steckt werden. Eine
Steckdose fehlte hingegen, da man so ein paar Gramm einsparen konnte. Auch hier war ein Bordnetz vorhanden. Das arbeitete mit den gleichen Batterien und der gleichen Spannung, wie beim Triebwagen. Da es jedoch keine Verbindung zum Triebfahrzeug gab, musste die Ladung im Wagen erfolgen. Da ein Umformer nicht ging, wählte man einen Generator, der an der Radnabe verbaut wurde.
So erfolgte die Ladung nur, wenn mit den Wagen auch
gefahren wurde und das reichte aus.
Da wir nun
die Wagen aufgebaut haben, sollten wir auch die Anhängewagen auf die Waage
stellen. Das Gewicht lag knapp über 20 Tonnen und damit waren die Wagen
wirklich sehr leicht geworden. Dabei reichte die
Zugkraft der
Triebwagen
aus, um zwei solcher Wagen zu schleppen. Da aber dafür nicht genug
Exemplare vorhanden waren, sollte es nicht dazu kommen. Es sollte daher
immer nur ein Wagen beigestellt werden.
Wie schon
erwähnt, sollte es aus dem
Triebwagen
und diesen Anhängewagen mit Umbauten
die
Baureihe BCFe 2/8 geben. Das Problem dabei war eigentlich nur, dass es
weniger Wagen gab, als es Triebwagen gab. Die Lösung dieses Problems
sollte sich so auswirken, dass wir auch weiterhin keine identische
Baureihe bekommen sollten. Jedoch ist das auch ein Thema, dass in das
Kapitel mit den Umbauten und Änderungen gehört.
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