Aufbau von Bahnen

                       

Nachdem wir nun die Gesellschaftsformen und die internationalen Vereinigungen angesehen haben, müssen wir uns mit dem grundsätzlichen Aufbau befassen. Es ist eigentlich ganz einfach, denn es gibt Bahnen, die nach den Normen der vorher vorgestellten UIC aufgebaut wurden und es gibt solche, die nicht diesen Normen entsprechen. Das mag nun etwas verwirrend klingen und daher müssen wir etwas genauer hinsehen.

Bei Vollbahnen, also bei Bahnen die nach den Normen der UIC aufgebaut wurden, handelt es sich um Gesellschaften, die als Staatsbahn organisiert wurden.

Da aber nach deren Gründung neue Bahngesellschaften entstanden, sind auch diese zum Teil nach den Normen der UIC aufgebaut worden.

Sie werden daher als Vollbahnen bezeichnet. Die anderen Bauformen von Eisenbahnen werden nun aber zu unseren Thema.

Dabei ist zu beachten, dass diese teilweise auch den Normen der UIC entsprechen können. Sofern das möglich ist, werde ich das erwähnen. Oft sind aber spezielle Regelungen vorhanden.

Die verhindern, dass es sich um eine Vollbahn handelt. Die-se werden wir später noch genauer ansehen, denn heute sind sie noch wichtiger als das früher der Fall war. Auch jetzt werden die die einzelnen Sonderfälle nach dem Alphabet vorstellen.

Bergbahn: Beginnen wir mit den Bergbahnen. Diese ver-kehren, wie es der Name schon vermuten lässt in den Ber-gen und dabei sind nicht nur die Alpen gemeint.

Die bei Gebirgen vorhandenen steilen Felsen sind nicht unbedingt für eine Eisenbahn geeignet. Das führte oft dazu, dass man die Strecken nach besonderen Lösungen aufbauen musste. Die starken Steigungen stellen dabei die grössten Probleme dar.

Im Zusammenhang mit den Bergbahnen wird sehr oft auch von den Gebirgsbahnen gesprochen. In jedem Fall handelt es sich aber um Bahnen, die in einem Gebirge verkehren und dabei ist der Begriff noch recht breit gefächert worden, denn was in den Niederlanden eine Gebirgsbahn ist, kann in der Schweiz noch als flach bezeichnet werden. Daher klären wir die Situationen in der Schweiz genauer auf.

Um die Steigungen zu bewältigen benutzen Bergbahnen oft verlängerte Wege. Es werden Schleifen gefahren um an Höhe zu gewinnen.

Bleiben diese in einem eher bescheidenen Rahmen, kön-nen diese besonderen Strecken sogar nach den Regeln der Vollbahnen aufgebaut werden.

Beispiele dafür finden sich am Gotthard und am Lötsch-berg, aber auch am Brenner und bei der Linie über den Arlberg. Bei allen sind enge Kurven vorhanden.

Im Bezug auf die Bergbahnen sind jene Strecken gemeint, die Berge mit steilen Strecken von über 20‰ bewältigen. Diese finden sich bei allen Gebirgen der Welt und sie zeichnen sich dadurch aus, dass oft eine Zahnstange ver-wendet wird.

Auch bei den Spurweiten gibt es bei diesen Gebirgsbahnen grosse Unterschiede und daher entsprechen sie nicht mehr den Normen und werden deshalb auch nicht als Voll-bahn geführt.

Hier die einzelnen Bahngesellschaften aufzulisten ist müs-sig. In der Schweiz kann jedoch gesagt werden, dass diese Bergbahnen nicht in die Staatsbahn überführt wur-den.

Die einzige Ausnahme davon war die Brünigbahn, die als Mitgift der JS in die Staatsbahn überführt worden war. Daher finden wir bei diesen Bergbahnen auch heute noch sehr viele Privatbahnen, die wir später noch genauer ansehen werden, denn wir sind beim Aufbau.

Länderbahn: Kommen wir zu den Länderbahnen. Das ist ein Begriff, der in der Schweiz nicht so oft verwendet wird, wie das in Deutschland, oder Österreich der Fall ist. Die Länderbahn umschreibt regional verkehrende Bahnen. Diese oft sehr kleinen Bahngesellschaften sind zum Teil nach der Gründung der Staatsbahnen entstanden. Um umfassend informiert zu sein, müssen wir auch die Länderbahnen etwas genauer ansehen.

Beginnen wir damit, dass die Länderbahn auch in der Schweiz verstanden wird. Es handelt sich dabei um Kan-tonsbahnen, denn diese werden in anderen Staaten auch als Länder bezeichnet.

Wenn wir das so sehen, sind diese Länderbahnen eigent-lich die meisten Privatbahnen, denn diese sind kantonal verwaltet worden und daher eine Länderbahn. Wenn wir uns diese Bahnen etwas genauer ansehen, dann erkennen wir die Parallelen.

Diese regionalen Bahnen verkehren auf beschränkten und sehr einfach aufgebauten Netzen, die sich auf eine be-stimmte Region beschränken. Dabei können bei den Länderbahnen durchaus umfangreiche Streckennetze vor-handen sein.

Sie sehen, dass es vergleichbare Strecken gibt, die aber nicht als Länderbahn bezeichnet werden. Um trotzdem einen Vergleich anstellen zu können, muss ich ein Beispiel verwenden.

Die als Biberlisi bezeichnete Bahn der Aare Seeland Mobil ASM ist eine Bahn, die man durchaus als Länderbahn bezeichnen könnte. Die Strecken verbinden die Orte Solothurn, Oensingen und Langenthal miteinander. Das ist genau das, was eine Länderbahn auch machen würde. Der Name Biberlisi wurde vom Volk der Bahn vergeben. Ich finde, dass die Länderbahn der Schweiz durchaus einen schönen Namen bekommen hatte.

Luftseilbahn: Bei den Luftseilbahnen können wir uns nun fragen, ob diese zu den Bahnen gehören oder eher nicht. Es sind keine Eisenbahnen im herkömmlichen Sinn, denn die Fahrzeuge verkehren nicht auf Schienen, sondern sie werden in der Luft von einem speziellen Seil getragen. Diese Bergbahnen können daher auch grosse Steigungen ohne eine Verlängerung des Weges bewältigen, was sie besonders macht.

Luftseilbahnen werden oft auch als Schwebebahn bezeich-net. Auch wenn man meint, dass die Fahrzeuge schwe-ben, sie sind an Seilen aufgehängt worden und daher schweben sie nicht.

Auch wenn ich hier von Seilen spreche, in Wuppertal gibt es eine Schwebebahn, die an Schienen aufgehängt worden war. Eine Bauform, die sehr selten ist und die in der Schweiz nicht verwendet wird, hier sind es Luftseil-bahnen.

Bahnen, die so aufgebaut wurden, können nicht als Voll-bahn bezeichnet werden. Es gibt zudem zwei grund-legende Aufbauten, die durchaus einen Einfluss auf die Kapazität haben.

Dabei sind sicherlich die Bahnen bekannt, bei den die als Gondeln bezeichneten Kabinen einfach am einem Seil eingehängt werden und so nach oben, oder unten gezogen werden. Ein ausgesprochen einfacher Aufbau, der nicht einmal Kabinen benötigt.

Umlaufbahnen haben mehrere Kabinen, die meistens in einer der beiden vorhandenen Stationen ausgehängt und parkiert werden können. So lässt sich diese Bahn leicht der Nachfrage anpassen und die Kabine hält an, obwohl das Seil weiter bewegt wird. Dieses befindet sich in einem Umlauf, wie das für die Kabinen auch gilt. Mit offenen Sesseln wird hier von einem Sessellift gesprochen und nicht mehr von einer Bahn.

Bei der Pendelbahn, werden die Kabinen mit einem Seil zwischen den beiden Stationen hin und her gezogen. Bei diesen Bahnen sind nur zwei Kabinen vorhanden, diese laufen zudem auf den Tragseilen. Diese Bauform hat den Vorteil, dass besonders steile Abschnitte befahren werden können. Gerade bei den Steigungen sind diese besonderen Luftseilbahnen an der Spitze zu finden und das ist wirklich so.

Die Werte für die Steigungen können hier so gross sein, dass sie nicht einmal mehr angegeben werden. Daher stellt sich auch die Frage, ob solche Luftseilbahnen immer eine Steigung haben.

Nein, denn Luftseilbahnen kommen auch in Städten vor und sie werden dort eingesetzt, wo kein am Boden ver-legter Verkehrsweg möglich ist. So überqueren solche Luftseilbahnen oft Flüsse oder gar kleinere Seen. Sie sind daher vielfältig.

Stadtbahn: Stadtbahnen sind wiederum Bahnen, die in vie-len grösseren Städten verkehren. Ihr Markenzeichen ist, dass sie in der Regel auf Schienen verkehren und über ein eigenes Trassee verfügten.

Das erlaubt den Bahnen schnelle Verbindungen auf einem begrenzten Netz, das über viele Haltestellen in kurzer Folge verfügt. Es ist eine schnelle Verbindung innerhalb einer Stadt und daher oft sehr gut benutzt.

Als erste Stadtbahn der Schweiz gilt die 1991 eröffnete M1 der TSOL. Diese Abkürzung steht für Tramway du Sud-Ouest Lausannoi. Teile dieser Strecke sind nach den Normen der Vollbahnen aufgebaut worden, jedoch entsprechen die Züge der Strecke nicht den üblichen Normen. Vorteil der Stadtbahn war, dass sie schnelle Verbindungen ermöglicht und es daher nicht viele Sitzplätze gibt, denn man konnte die rund acht Kilometer lange Bahn stehend benutzen.

Einen anderen Weg beschritt man bei der Stadtbahn in der Region Zug. Diese sollte die Vorteile dieser Bahnen bieten, aber auf den normalen Strecken verkehren. Die Züge halten auch hier in enger Folge. Bei den Fahrzeugen musste man jedoch wegen der Strecke auf die Normen der Vollbahnen Rücksicht nehmen. Hier erfolgt zudem mit den Zügen der Wechsel von der Stadtbahn auf die in der Agglomeration verkehrende S-Bahn.

Stadtbahnen verkehren im sogenannten Nahver-kehr. Beim Nahverkehr handelt es sich daher um einen Verkehrsträger, der nur in einem urbanen Umfeld verkehrt. Man kann fast davon sprechen, dass hier von Tür zu Tür gefahren wird.

Gerade in grösseren Städten ist der Nahverkehr längst zum grössten Problem geworden, denn in diesem Bereich befinden sich auch viele Busse, die dann im Stau stecken bleiben.

Hier kommt nun der Vorteil der Stadtbahn. Dank der eigenen Strecke ist sie von den anderen Verkehrsträgern unabhängig und kann so schnell durch die Stadt fahren.

Daher finden sich Stadtbahnen wirklich in vielen grösseren Städten wieder und der Name ist daher passend gewählt worden, denn die Stadtbahn findet man wirklich nur sehr selten ausserhalb davon. Doch nun kommen wir zur ersten Kombination beim Aufbau.

Standseilbahn: Wenn wir nun die Luftseilbahn mit einer Bergbahn kombinieren, dann erhalten wir die Standseilbahn. Bei dieser Betriebsform werden die Wagen von einem Seil gezogen, sie laufen jedoch weiterhin auf den bekannten Schienen und gelten daher als echte Bahnen. Auch hier gilt, die Standseilbahn kann keine Vollbahn sein, weil sie auf sehr speziellen Strecken verkehrt und eigene Normen kennt.

Die häufigste Bauform bei den Standseilbahnen ist die Pendelbahn. Die mit einem Seil verbundenen Wagen verkehren abwechselnd. Dabei kann durchaus beim zu Tal fahrenden Wagen Ballast mitgeführt und so der zweite Wagen nach oben gezogen werden. Solche Bahnen sind sehr sparsam, denn es wird kaum Energie benötigt und das macht sie sehr wirtschaftlich. Das macht sie auch im urbanen Umfeld zu guten Bahnen.

Bei diesen Pendelbahnen finden sich in der Schweiz ein paar ganz besondere Bahnen. Die Standseilbahn in der Stadt Fribourg wird mit dem Abwasser der Stadt be-trieben.

Dabei wird der Tank des in der oberen Station stehenden Wagens mit Abwasser gefüllt und nach der Fahrt unten wieder geleert. Wer den Geruch nicht scheut, kann so die kleine Anhöhe in einer ganz besonders sparsamen Anlagen bewältigen.

Die Stossbahn bei Schwyz ist eine ausgesprochen beson-dere Bahn. Mit einer Steigung von maximal 110% gilt sie als steilste Standseilbahn in Europa. Dabei ist nicht nur die Steigung speziell.

Die Kabinen dieser Bahn passen sich der Neigung an, die sehr unterschiedlich ist. Wegen der Farbgebung wird diese Bahn auch als Bierfässchenbahn bezeichnet. Ein Besuch lohnt sich, wenn es auch nur darum geht zu prüfen ob der Name richtig ist.

Nahezu die berühmteste Standseilbahn der Welt ist jene in San Franzisco. Diese als Cabelcar bezeichnete Anlage ist als Umlaufbahn aufgebaut worden. Die Wagen können daher im Seil eingeklinkt werden. Mit dieser Bauform zeigt sie aber, dass dieses von den Luftseilbahnen bekannte Prinzip auch bei den Standseilbahnen ohne Probleme angewendet werden kann. Auch hier lohnt sich sicherlich ein Besuch der Anlage.

Strassenbahn: Die Strassenbahnen sind normale Eisenbahnen, die jedoch in einer Strasse verkehren. Auch wenn man bei Strassenbahnen eine Bahn in urbanen Gebieten vermutet, muss das nicht so sein. Bahnen können auch an anderen Orten in Strassen verkehren. Diese Strassenbahnen werden jedoch immer seltener, da es gerade dort zu den grössten Problemen mit den Automobilen kommt, denn diese müssen den Weg teilen.

Strassenbahnen findet man in den grossen Städten. Während da-bei in der Schweiz durchaus Lösungen mit Schmalspur verwendet werden, kann es in anderen Ländern normalspurige Lösungen geben.

Auch wenn diese Netze mit den Vollbahnen verbunden werden, eine Strassenbahn kann nur schon wegen dem geteilten Weg nicht dazu geschlagen werden. Das erlaubt ihnen auch besondere Betriebsformen und eigene Signalisationen.

Oft werden Strassenbahnen auch als Tram bezeichnet. Dieser Begriff ist aus dem fremdsprachigen Bereich übernommen worden. Die dort als Tramway bezeichneten Bahnen wurden einfach nur verkürzt als Tram bezeichnet.

In jedem Fall handelt es sich um Strassenbahnen. Heute finden sich diese Bahnen in den Städten und es gibt durchaus Strassenbahnen, die auf gewissen Abschnitten als Stadtbahn eingesetzt werden.

In der Schweiz verkehren in vielen Städten Strassenbahnen. Grosse Netze finden sich in Zürich, Bern und Basel. Wobei bei allen drei Netzen auch Züge von anderen Bahnen zu finden sind. Diese teilen sich die Strecke. Wer den schnellsten Weg von Bern nach Worb nutzen will, benutzt nicht dem Omnibus, sondern eben das blaue Bähnli. Genau genommen handelt es sich dabei um die Bern-Worb-Bahn, die blaue Züge besitzt.

U-Bahn: Wir kommen zur Untergrundbahn, die nahezu immer verkürzt als U-Bahn bezeichnet wird. Diese speziellen Bahnen entsprechen auch nicht den üblichen Normen und können daher nicht als Vollbahnen angesehen werden. Wie es der Name schon sagt, verkehren diese Bahnen im Untergrund. Auch wenn das nicht immer so genau genommen wird. U-Bahnen finden sich immer in den grossen Städten der Welt.

Diese Bahnen bieten den Vorteil, dass sie von den anderen Verkehrsteilnehmer unabhängig sind und sie gerade in dicht bebauten Regionen keinen weiteren Platz benötigen. So können die Strecken sehr direkt geführt werden.

Das erlaubt schnelle Verbindungen anzubieten. In vielen Städten sind daher U-Bahnen gut genutzte Bahnen. Wer sind in New York schnell verschieben will, benutzt die U-Bahn der Stadt.

Auch wenn ich vorher New York erwähnt habe, es gibt auch U-Bahnen in der Schweiz. Wobei man sollte diese nicht in der Mehrzahl nennen. Die Linie M2 der TSOL ist als automatische U-Bahn aufgebaut worden.

Sie bildet das einzige so aufgebaute Streckennetz der Schweiz. Andere Städte taten sich bisher schwer mit solchen Bahnen. Gerade in Zürich wurden die Ideen durch das Stimmvolk immer wieder verworfen.

Wie die TSOL zeigt, können U-Bahnen durchaus auto-matisch verkehren. Wer aber eine U-Bahn suchen will, die auch an der Oberfläche verkehrt, ist in Hamburg am richtigen Ort. Sie sehen, es gibt sie wirklich überall und eine Liste wäre sehr lange. Lediglich die Schweiz und damit das Land der Eisenbahnen tut sich noch schwer mit den U-Bahnen, auch wenn diese viele Probleme mit dem Verkehr auf einfache Weise lösen können.

Vorortsbahn: Schliessen wir den Aufbau von Bahnen mit den häufigen Vorortsbahnen ab. Wie der Name es schon sagt, sie verkehren in den meisten Fällen von einer Stadt in die Vororte derselben. Bei diesen Bahnen handelte sich zum Teil auch um Vollbahnen, die dann anschliessend weiter verkehren. In den meisten Fällen sind es schmalspurige Bahnen, die nach eigenen Normen aufgebaut wurden und die nur in der Region verkehren.

Der Vorortsverkehr ist das Verkehrsaufkommen von den Vororten in die Städte und zurück. Dieser Verkehr ist stark von den Arbeitszeiten abhängig, denn die Leute wohnen oft in den Vororten und reisen zur Arbeit in die Stadt.

Da dies viele machen, sind die Züge zu diesen Zeiten stark ausgelastet und das stellt gerate an die Vorortsbahnen grosse Herausforderungen, denn jetzt wird mehr Roll-material benötigt.

Viele Vorortsbahnen waren anfänglich als Strassenbahnen aufgebaut worden. Heute verkehren diese auf eigenen Netzen, wobei das nicht in jedem Fall so genau genom-men werden darf.

Es gibt immer noch Vorortsbahnen, die in der Stadt auf den Netzen der Strassenbahnen verkehren. Sie müssen daher spezielle Fahrzeuge benutzen. Ich will das anhand eines Beispiels aufzeigen und dabei wählte ich Basel.

Die BLT, oder ausgeschrieben die Basellandtransport ist eine Vorortsbahn. Sie verkehrt von den Vororten in die Stadt Basel.

Dabei benutzt sie die Strecken der dortigen Strassenbahn. Damit das ohne Probleme geht, werden bei der BLT jedoch Fahrzeuge verwendet, die jenen der Strassenbahn entsprechen und so zum Netz passen. So können sie dank der gelben Farbe leicht von den grünen Tram der Stadt unterschieden werden.

Die BLT befährt aber auch andere Strecken und damit sind wir auch bei den neuen Privatbahnen angekommen. Die in diesem Kapitel aufgeführten besonderen Bahnen gehören dazu und sie bestanden schon, als die Schweizerischen Bundesbahnen SBB gegründet wurden. Da es darunter aber auch echte Vollbahnen gibt, werden einige davon in einem eigenen Kapitel vorgestellt werden. Natürlich werde ich erwähnen, welchem Aufbau sie entsprechen.

Werksbahn:Mit den Werksbahnen wollen wir noch schnell eine ganze besondere Lösung ansehen. Auch wenn hier von einer Bahn gesprochen wird, es ist schlicht keine. Das macht uns natürlich neugierig, denn warum werden diese Bahnen dann so bezeichnet?

Es ist der Aufbau, denn Werksbahnen verkehren auf An-lagen, die den üblichen Normen entsprechen und so sind sie für den allgemeinen Betrachter Bahnen.

Bei Werksbahnen gibt es keine Bahngesellschaft. Diese Bahnen verkehren in Geländen von Firmen und sie gehören in den meisten Fällen auch diesen. In der Schweiz werden kaum grössere Werksbahnen angewendet.

Jedoch sind oft Geleise vorhanden, die von den Firmen betrieben werden. Die Lokomotiven sind dann im Eigen-tum der Fabrik. Das sind dann oft Firmen, die viel Güter mit der Eisenbahn befördern.

Wenn wir Werksbahnen suchen wollen, dann wird es schwer. Bei vielen Firmen wurde die Bedienung des Anschlussgleises an eine Bahngesellschaft vergeben.

Damit konnte man sich den Unterhalt ersparen. In vielen Fällen kam noch hinzu, dass die verwendeten Fahrzeuge veraltet waren und ersetzt werden mussten. Statt diese Erneuerung vorzunehmen, wurde einfach der Verkehr aufgegeben und einer Bahn übertragen.

Einen besonderen Status nahm die Werksbahn einer Brauerei in Rheinfelden ein. Dort wurde mit Dampflokomotiven gearbeitet, die letztlich zu Schonung abgestellt wurden. Besonders war jedoch der kleine Bahnhof und der auf dem Anschlussgleis verkehrende Gästezug. Jedoch wurde auch hier die Zustellung den üblichen Bahnen übertragen. Wer in der Schweiz noch Werksbahnen besuchen will, muss lange suchen.

                       
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