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Kapazitätssteigerung mit Signalen |
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Eigentlich ist der Titel nicht ganz korrekt, denn genau genommen müssen
auch die
Stellwerke angepasst
werden. Doch auch hier beginnen wir in der Zeit der Anfänge. Auf der stark
belasteten
Gotthardbahn gab es
mit der Doppelspur ein Problem. Der folgende Zug musste auf dem
Bahnhof warten, bis
der zuvor ausgefahrene Zug den nächsten Bahnhof erreichte. Das konnte
durchaus 15 bis 20 Minuten dauern und das war zu lange.
Das
konnte dank näher liegenden
Stationen,
aber auch mit einer anderen Lösung umgesetzt werden und diese wurde mit
Hilfe von Signalen auf der Strecke verwirklicht. Daher auch die Wahl beim
Titel. Wünschenswert wäre die Möglichkeit gewesen, wenn man diesen Abschnitt aufteilt. So hätten deutlich mehr Züge ver-kehren können. Wenn wir die Strecke halbieren, dann können wir mit dem gleichen Abstand der Stationen am Tag 192 Züge in jeder Richtung verkehren lassen.
Wir
haben eine Verdoppelung bekommen und so die Kapa-zität der Strecke
gesteigert. Es lohnt sich daher, wenn wir diesen Schritt vollziehen.
Dazu
mussten aber auf der Strecke ebenfalls Signale montiert werden. Diese
verhinderten nur, dass der nachfolgende Zug dem vorderen in das Ende
fahren konnte, weil dieser wegen einem Defekt, oder wegen anderen
Problemen stecken geblieben war. Dank diesen Signalen konnten nun zwei
Züge zur gleichen Zeit auf dem Abschnitt zwischen zwei
Stationen
verkehren und daher passten auch mehr Fahrten durch.
Diese Lösung liegt auf der Hand. Damit das klappt, müssen wir die Strecke
nur in mehrere Abschnitte einteilen. Sinnvollerweise sind diese so
verteilt, dass gleich lange Abschnitte entstehen. Der Punkt mit dem Signal
auf der Strecke müssen wir genau ansehen, denn so einfach war das in den
Anfängen nicht umsetzbar. Die Signale wurden von Hand mit speziellen
Drahtzügen gestellt und da war nur eine beschränkte Länge möglich.
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| Die Blockstelle | |||||||||||
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Die
Stelle, wo die Unterteilung der Strecke auf einen neuen Abschnitt
erfolgte, nannte man Blockstelle. Dieser Punkt auf der Strecke umfasste
die Signale, deren Bedienung und ein Gebäude für das Personal. Da wir hier
keine Orte haben und weil man nicht immer auf Flurnamen setzen konnte,
wurden die Blockstellen mit der Nummer des Streckenkilometers versehen. So
hiess diese Blockstelle 72.1, oder aber Meitschligen.
Da
man diese Blockstellen in der Mitte platzierte, bekam sie zwei Signale,
die in jeweils einer anderen Richtung angeordnet wurden. Daher galten in
beide Richtungen die gleichen Aufteilungen und die gleichen Abstände der
Züge. Die Zugfolge ist der zeitliche Abstand in der sich Züge folgen können. Im benannten Beispiel lag diese bei 20 Minuten. Mit der Blockstelle wurde sie auf einen Wert von 10 Minuten verringert.
Bei
besonders stark belasteten Strecken sind Zugfolgen von zwei bis drei
Minuten möglich. Wobei durchaus auch kürzere Werte vorkommen können. Dazu
werden wir später noch kommen, denn noch sind wir bei der Block-stelle. Wenn wir nun mal die theoretische Zahl bei den Zügen ansehen, dann zeigt sich der Vorteil der Blockstellen. Bei einer Zugfolge von sechs Minuten, können in der Stunde zehn Züge fahren.
Auf
einen Tag hochgerechnet ergäbe das 240 Züge. Mit den drei Minuten würden
bereits 480 Züge in jeder Richtung möglich. Das ist eine sehr grosse
Steigerung, wenn wir mit einer Zugfolge von 20 Minuten ohne diese
Blockstellen ausgehen.
Wie
schon erwähnt, wurde für die Blockstelle ein Signal benötigt. Dieses
musste vor Ort bedient werden. Dazu waren einfache Anlagen mit einem
Stellhebel und mit Drahtzügen vorhanden. Zudem mussten die Lampen
anfänglich mit Beginn der Dunkelheit noch angefacht werden. Mit anderen
Worten, es wurde Personal vor Ort benötigt. Diese musste sich dort
aufhalten und das konnte nicht in der frischen Luft erfolgen.
Daher konnte man nicht schnell um die Ecke einkaufen. Auch Automobile
kannte man noch nicht. So konnte die Blockstelle aber nicht den ganzen Tag
besetzt werden. Wenn der Wärter sich ausruhen und schlafen musste, wurde die Blockstelle entweder durch einen anderen Wärter besetzt oder blieb unbesetzt. Da man aber auf jeder Strecke auch verkehrs-schwache Zeiten hat, wurde in diesen die Blockstelle nicht be-setzt.
Das
wurde den angrenzenden
Bahnhöfen mit
den Kommu-nikationsmitteln mitgeteilt. Wenn die Blockstelle nicht besetzt
war, blieb das Signal einfach in Fahrstellung stehen. Die Rückmeldedistanz und somit der Weg, der zurück gelegt werden musste, bis die Strecke wieder frei wurde, erweiterte sich dann auf die Bahnhöfe.
Damit sank die
Kapazität,
was aber kein Problem war, weil diese nicht benötigt wurde. Trotzdem waren
die Direktoren natürlich darum bemüht die Zeiten der Blockstelle so lange
wie möglich zu behalten. An das Personal und die Leute dachte man nicht.
Wie
es sich angefühlt haben muss bei einer Blockstelle, kann man sich heute
kaum mehr denken. Die Leute vor Ort konnten das Haus im schlimmsten Fall
nur zu Fuss verlassen und auch dann war es ein weiter Weg bis in die
nächste Ortschaft. Mit den schweren Einkäufen zurück war dann sicherlich
nicht einfacher, besonders dann, wenn das kleine Häuschen hoch am Hügel
stand und ein steiler Anstieg nötig wurde.
Wie
es sich in einer solchen Blockstelle angefühlt haben muss, können wir
heute nur erahnen. Nahe bei der
Bahnlinie
weitab der Zivilisation und fast immer auf Abruf. Das mit Frau und Kind in
einem kleinen Haus, das man eventuell noch mit einer anderen Familie
teilen musste. Wirklich nicht das, was wir uns heute vorstellen und kaum
etwas kann die Situation so gut beschreiben wie die Lyrik und diesmal von
Christian Morgenstern.
Steht ein Häuschen an der Bahn,
hoch auf grünem Hügelplan. Tag und Nacht, in schnellem Flug, braust vorüber Zug um Zug. Jedesmal bei dem Gebraus zittert leis das kleine Haus
"Wen verlässt, wen sucht auf
"euer nimmermüder Lauf?"
"Oh nehmt mit, oh bestellt
Alles wieder totenstill.
Das einsame Häuschen an der Bahn zeigt schön, wie es sich bei so
einer Blockstelle angeführt haben muss. Wer es nicht glaubt, der sollte
sich mal jenes in Eggwald unterhalb von Göschenen ansehen. Es ist das
letzte seiner Art, das sich noch im originalen Zustand befinden. Für die
Züge hat es aber längs keine Bedeutung mehr, denn die Blockstellen wurden
durch den automatischen Streckenblock abgelöst und der benötigte keine
Wärter.
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| Der automatische Streckenblock | |||||||||||
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Mit
dem automatischen Streckenblock kommen wir nun zur modernen Ausrüstung.
Bei dieser Art der Unterteilung erfolgt die
Sicherung
der Züge auf automatische Weise mit Belegungen. Die Regel besagt, dass
sich der Streckenblock durch die Züge selber regelt. Es wurde kein Wärter
mehr benötigt. Möglich wurde diese Lösung aber erst, als man Lichtsignale
einführte, denn bei diesen waren neue Lösungen möglich.
Das
erlaubte kurze Folgezeiten auf stark belasteten Strecken. In dieser
extremen Form umgesetzt wur-den nicht so viele Strecken, wie man erwarten
würde, denn oft wurde betrieblich ein bestimmter Wert bei der Zugfolge
angestrebt. Beim automatischen Streckenblock wird jede Stel-le, wo ein Zug anhalten kann, als Block bezeichnet. Der Begriff kann auch als Kurzform angewendet werden und umschreibt nur eine Stelle, wo ein Zug blockiert werden kann.
Daher änderte sich in dem Punkt gegenüber der Blockstelle nicht so viel,
denn auch hier konnten die kilometrische Lage, aber auch Flurnamen
genom-men werden. Meist blieben letztere beim Umbau erhalten. Mit dem automatischen Streckenblock wird ein Abschnitt zerstückelt und in mehrere kleine Ab-schnitte aufgeteilt. Durch die automatische Steuerung gab es zu Beginn noch ein Problem, denn die Signale des Streckenblock blieben auf Fahrt, wenn der Verkehr ruhte. Damit man bei allen die gleiche Grundstellung hatte, wurde der Fehler später korrigiert. Auch beim automatischen Streckenblock sind die Signale rot.
Neu wurde beim Streckenblock von einem
Blockabstand gesprochen. Dieser entspricht eigentlich der
Rückmeldedistanz, da aber diese
Meldung nur
noch elektronisch und nicht zu den
Bahnhöfen
erfolgt, wird jetzt der Blockabstand genommen. Der Einfluss auf die
Signale der Strecke sind anfänglich nicht vorhanden gewesen. Bei modernen
Anlagen kann aber auch auf den Streckenblock zugegriffen und so eine
Störung behoben werden.
Der
Grund ist, dass bei diesem Aufbau das Block-signal gleichzeitig auch das
Vorsignal
für den näch-sten Block ist und so wird bei Folgefahrten die ge-wünschte
Kapazität
im Betrieb nicht immer er-reicht. Auch wenn auf der Strecke eine Zugfolge von drei Minuten gilt. Die Züge folgen nicht immer so dicht, denn es gibt schnellere und langsamere und diese benötigten mehr Zeit für ein Abschnitt.
Jedoch wird mit der Zugfolge angegeben, was die maximal mögliche Anzahl
der Züge ist. Wer sich noch erinnert, denn wir begannen bei unserer
Strecke mit einer Zugfolge von 20 Minuten und mit maximal 72 Zügen am Tag. Mit dem automatischen Streckenblock und einem Blockabstand von drei Minuten konnte die Kapazität der Strecke auf 480 Züge angehoben werden. Es ist also mit sehr vielen Fahrten zu rechnen.
Jedoch gibt es durchaus auch Abschnitte, wo es Probleme geben kann. Gerade
wenn in kurzer Folge mehrere Züge den gleichen
Bahnhof
anstreben, kann mit dem normalen Streckenblock nicht gearbeitet werden. Es
muss eine feinere Unterteilung her.
Der Kurzblock:
Mit einem Kurzblock lassen sich sehr kurze Zeiten bei der Zugfolge
erreichen. Die Abschnitte werden nun so fein geteilt, dass der Zug nicht
mehr zwischen zwei Blockstellen zum Stillstand kommen kann. Der für diesen
erforderlichen
Bremsweg
wird also über mehrere Abschnitte angenommen und damit kann der Abstand
der Züge auf ein sehr geringes Mass reduziert werden und so eine hohe
Kapazität
ergeben.
Damit kann mit dem normalen Streckenblock die Zugfolge nicht gehalten
werden. Der Kurzblock verringert diesen Wert jedoch und so kann die Zeit
auf zwei Minuten re-duziert werden und das auch, wenn nicht so schnell
ge-fahren werden kann. Funktionieren kann das aber nur, wenn man dem Lok-führer genug Zeit lässt um mit dem Zug anzuhalten. Daher wird bei diesen Signalen der Zug zuerst auf einen tieferen Wert signalisiert und dieser liegt dort, wo der Bremsweg noch ausreicht.
Der
Kurzblock ist daher auch der Grund, warum beim
Signalsystem
N der Schweiz die Vorwarnung eingeführt wurde. Dieses
Signalbild
wird effektiv nur bei den Kurz-blöcken benötigt. Wer Kurzblöcke ansehen will, der muss sich in den Raum Zürich begeben. Denn dort kann das Spiel der Kurzblöcke beobachtet werden.
Zuerst kommt
Warnung,
dann die Vorwarnung. Später eine signalisierte Geschwindigkeit und erst
zum Schluss wird das Signal grün und zeigt freie Fahrt. Gut zu beobachten
ist das im
Bahnhof Zürich
Altstetten. Doch noch sind wir nicht am Schluss, denn es gibt noch den
Teilblock.
Der Teilblock ist eigentlich nichts anderes als
der Kurzblock. Jedoch wird bei diesem Aufbau nicht mit Signalen
gearbeitet. Wird nach diesen Gefahren gilt der normale Blockabstand. Wenn
der Zug aber mit der
LZB
und
CIR-ELKE
geführt wird, kann diesem eine feinere Unterteilung ausgegeben werden. Da
nur ein Teil des Block befahrbar ist, wurde der Begriff Teilblock
eingeführt. Der Kurzblock mit Signalen ist nicht in allen Ländern möglich.
Das ist sehr wenig und wegen den sehr flach aufgebauten Bremskurv kann der Zug diese Distanz nur mit Schrittgeschwin-digkeit befahren.
Der
erhoffte grosse Vorteil bei der Zug-folge, die sogar auf weniger als eine
Mi-nute gesenkt werden sollte, war nicht mehr fahrbar. Es sind also immer theoretische Werte bei den Anlagen mit Streckenblock. Die Züge können sich zwar im kurzen Abstand fol-gen, dann sinkt aber deren Geschwindig-keit und das erhöht wieder die Zeit um den Abschnitt zu befahren.
Ein
Idealer Betrieb ergibt sich daher mit Zugfolgen von rund drei Minuten, bei
kür-zeren Werten, kann es schon zu Proble-men kommen. Mehr ginge nur noch,
wenn die Züge automatisch fahren würden. Mit automatisch gesteuerten Zügen kann die Zugfolge auf wenige Sekunden ge-drückt werden. In dem Fall lohnt es sich schlicht nicht mehr Signale zu stellen und der Block wird aufgehoben. Die Züge regulieren sich gegenseitig und daher sind keine festen Abstände mehr vorhanden.
Ob
der Rechner aber schneller fährt ist dabei nicht sicher. Zukunftsmusik?
Mit Nichten, denn die
LZB
kann dies mit der
AFB
bereits umsetzen.
All
diese Massnahmen zur Verminderung der Zugfolge funktionieren nur, wenn wir
zwei
Geleise haben. Auf
einspurigen Abschnitten liegt diese immer bei den
Bahnhof. Nur
bei Arbeiten bei Doppelspur kann das ein grosser Engpass werden. Daher
sollte dieser verkürzt werden und das ging nur, wenn der Zug auf der
Strecke das
Gleis wechseln kann. Dazu
werden aber
Weichen benötigt und
diese gibt es auf Strecken gar nicht.
Auch
dieser Block ist mit einem Signal versehen und er kann die Folgefahrt von
Zügen erlauben. In dem Punkt gibt es also keinen Unterschied zum
Strek-kenblock. Wichtig ist der Grenzblock jedoch bei der Kom-munikation, denn bei einem solchen Block wird ein Zug von einem Fahrdienstleiter an den anderen übergeben. Was bei einfachen Bahnhöfen noch klar erscheinen mag, ist bei den Betriebsleitzentralen sehr wichtig. Der Grenzblock kann sogar bei einem Bahnhof an-gelegt werden.
So
wird in Immensee der in Richtung Arth-Goldau fahrende Zug bei der
Ausfahrt an eine
neue Zentrale übergeben. So gesehen kann man sich fragen, was das nun für einen Sinn machen soll. Zumal der Lokführer die Grenzblöcke schlicht nicht kennt.
Er
kann in den
Fahrplänen aber die
Grenzen für die Kanäle beim
Funk erkennen und das
ist meistens der Hinweis, dass es dort einen Grenzblock gibt. Es ist so,
wichtig ist der Grenzblock nur im Bereich der Kommunikation und dabei auch
nur bei Störungen, denn nun wird der Grenzblock wichtig.
Kann
nicht mit den Signalen gefahren werden, dann ist es wichtig, dass der
Befehl von jener Stelle erteilt wird, die auch das Signal bedient. Wenn
nun aber mehrere solche Abschnitte in Folge befahren werden müssen, kann
der Sammelbefehl jedoch nicht über den Grenzblock erteilt werden. In dem
Fall muss dort ein neuer Befehl ausgefüllt werden. Damit erfährt dann auch
das
Fahrpersonal,
wo sich der Grenzblock befindet. |
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| Der Spurwechsel | |||||||||||
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Kommen wir zum Spurwechsel. Wie es der Name schon vermuten lässt, handelt
es sich hier um einen Bereich, bei den die Fahrspur gewechselt werden
kann. Es sind somit
Weichen
erforderlich und nun gibt es eine ganz spezielle Regelung zu beachten.
Spurwechsel sind keine
Bahnhöfe,
besitzen aber Weichen und oft auch ein
Stellwerk. Es lohnt
sich, wenn wir diese Anlagen etwas genauer ansehen, denn sie sind wichtig.
Das
bedeutet, dass eine Fahrt davor auf dem Gegen-gleis verkehrte und ab
diesem Spurwechsel wieder auf das normale Regelgleis wechselt. Umgekehrt
geht das natürlich auch. Selbst normal gerade aus befahren werden solche
Stellen. Bevor man die Spurwechsel einführen konnte, musste bei Bauarbeiten mit anderen Mitteln gear-beitet werden. Wenn es man es genau nimmt, waren Spurwechsel nur auf Strecken mit dem Wechselbetrieb sinnvoll.
Wobei Ausnahmen die Regel bestätigen. Jedoch war klar, dass beim nicht
signalmässigen Einspur-betrieb ein Spurwechsel nicht benutzt werden
konnte, denn der Befehl musste im
Bahnhof
erteilt werden. Bei umfangreichen Arbeiten wurde ein Sonder-fahrplan erstellt und dort eine Weiche auf der Strecke vorgesehen.
Der
Fahrplan
sah nun vor, dass ab dieser
Weiche eine
einspurige Strecke besteht. Damit musste aber immer der Einbau erfolgen
und nach den Arbeiten wieder der Ausbau. Da war es sinnvoller, wenn man
diese Weichen einfach eingebaut lässt und daraus einen Spurwechsel
erstellt. Damit konnte schnell gearbeitet werden.
Damit kommen wir zum Aufbau. Spurwechsel besitzen in der Regel immer vier
Weichen. Diese
sind so angelegt worden, dass in beiden Fahrrichtungen der Wechsel auf das
andere
Gleis erfolgen
kann. Wie schnell diese Weichen bei Ablenkung befahren werden dürfen hängt
davon ab, wie der Spurwechsel ausgebaut wurde. Es sind durchaus Lösungen
möglich, bei denen mit dem normalen Tempo gefahren werden kann.
Daher bleibe ich in Zukunft beim Spurwechsel und meine damit immer auch
die Überleitstelle. Noch sind wir damit nicht am Schluss, denn es gibt ein
Problem. Weichen auf der Strecke müssen dem Fahrpersonal mitgeteilt werden. In der Regel erfolgt das mit einem Eintrag im Fahrplan. Es sind oft Weichen, die für das Anschlussgleis einer Firma gebaut wurden. Die
können nicht immer auf übliche Weise in einem
Bahnhof
angeschlossen werden konnten. Es sei nur erwähnt, dass diese Lösungen sehr
selten sind. Das kann man jedoch von einem Spur-wechsel nicht behaupten,
die gibt es überall. Man löste das Problem mit den Namen. Die Anlagen wurden meistens dort gebaut, wo die alten Blockstellen waren. Daher bekamen die Spurwechsel deren Namen und wurden im Fahrplan mit einem Dreieck gekennzeichnet.
So
ist bekannt, wo der Spurwechsel liegt. Werden neue Spur-wechsel an Orten
verbaut, die noch keine Blockstelle hatten, werden diese Bereiche auf der
Strecke einfach in den automatischen Streckenblock ein-gebunden.
Das
ist der wichtigste Punkt, denn Spurwechsel befinden sich immer auf
Strecken mit Streckenblock. Der Grund ist simpel, denn hier musste wegen
den
Weichen ein
Signal gestellt werden. Diese darf schliesslich nicht befahren werden,
wenn sie einen Defekt hat. Auch wenn es das einzige Signal auf der Strecke
ist, das Signal zum Spurwechsel ist gleichzeitig auch ein Block. Daher der
Grundsatz, dass es immer ein Streckenblock gibt.
Das
war früher ein Problem, wenn Befehle erteilt wurden und nicht signalmässig
gefahren werden musste, denn dann kam es zu einer gefährlichen Situation,
die wir kurz ansehen müssen, denn so klärt sich viel. Auf Grund des modernen Streckenblockes, konnte das Signal für den Spurwechsel normal geöffnet werden und es konnte auch den korrekten Begriff zeigen. Trotzdem mussten die Weichen so schnell befahren werden, wie wenn man bei einem roten Signal losfuhr.
Da
es nun aber kein
Bahnhof ist,
dürfen
Weichen von
Spur-wechsel bei solchen Fahrten immer mit 40 km/h befahren werden, da
nicht die Regeln des Bahnhofes bestehen. Die volle Leistungsfähigkeit erbringt eine Strecke mit dem Wechselbetrieb und auf den einzelnen Abschnitten einge-bauten Spurwechsel.
Können deren
Weichen noch
mit der Geschwindigkeit der Strecke befahren werden, sind alle
erdenklichen Fahrten möglich. Ein Spiel, dass immer wieder auf dem
Abschnitt zwischen Immensee und Arth-Goldau beobachtet werden kann, denn
dank dem Spurwechsel Brunnmatt kann der Zulauf geregelt werden.
Auf
Ihrer nächsten Reise sollten sie sich einmal mit der Fahrt des Zuges
befassen. Es kann durchaus sein, dass dieser auf dem falschen
Gleis verkehrt und
dann plötzlich dieses wechselt um kurz später wieder auf die andere Seite
zu kommen. Das ist keine Spielerei und kann im Limmattal am Tag immer
wieder beobachtet werden, denn die Strecke ist stark belastet und so holt
man das Optimale aus den Anlagen.
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