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Die Strecke allgemein |
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Da
wir nun wissen, dass man den Begriff Strecke eigentlich überall verwendet
und dabei einen Verkehrsweg meint, müssen wir etwas präziser werden. Auch
wenn Sie nun viele Punkte vorfinden, die auch bei der Strasse beobachtet
werden können, wir sind nun bei der Eisenbahn und daher arbeiten wir auch
mit deren Begriffen und das sind nun mal der
Bahnhof
und die Strecke. Letztere liegen immer zwischen den Bahnhöfen.
Damit liegen wir auch nicht falsch und wir können hiermit sogar die
Klärung des Problems in die Wege leiten. Die Frage ist, «Was ist der
Unterschied zwischen einer Strecke und einer Linie?» Die Bahnlinie, oder die einfachere Linie, ist eine Verbindung zwischen zwei Punkten. Die Punkte nennen wir einfach Bahnhöfe. Somit ist die Strecke nur die Verbindung zwischen diesen beiden Punk-ten, die wir mit einer Linie verbinden.
In
den Vorschriften ist das sogar ganz gut um-schrieben, denn dort meint man,
dass eine Strecke die Anlage zwischen zwei
Bahnhöfen
darstellt. Wir haben nun den Begriff Strecke kennen gelernt. Obwohl man den Begriff sachlich als nicht viel be-zeichnen könnte, sind Strecken oder Bahnlinien der Teil, der die Bahngesellschaften bekannt werden liess. Wenn man den Begriff «Gotthardbahn» oder «transsibirische Eisenbahn» nennt, denken alle automatisch an die Strecke und weniger an die Bahnhöfe, die an dieser liegen. Besonders der Gotthard ist für die Strecken und deren Führung im Gelände bekannt geworden.
Die
transsibirische Eisenbahn wegen der unendlichen Länge der Strecken. Dort
kennt man hierzulande nicht einmal alle
Bahnhöfe. Es
ist die Strecke, die so bekannt ist und bei diesem Beispiel erkennt man
den Grund, denn es ist die Strecke, die durch Sibirien führt. Jedoch
sollten wir nicht zu weit reisen, denn oft liegt das Gute doch so nah. Das
kann die unscheinbare
Bahnlinie
vor ihrer Haustüre sein.
Schon etwas wenig, oder? Nur, das Gesetz irrt be-kanntlich nie und auch
hier stimmt das in der nüchternen Art eines Gesetzes vollumfänglich. Ich
kann es nicht ändern. Lange will ich hier keine Worte über die einzelnen Strecken verlieren. Es gibt bei der Eisenbahn aber zwei Streckenarten, die sich deutlich unterscheiden. Speziell dabei ist, dass beide durchaus wichtig sind und nur eine Art davon auch zu grosser Bekanntheit gelangen kann.
Kennen Sie die
Bahnlinie
zwischen Zetzwil und Leimbach? Ach, Sie kennen nicht einmal die
Ortschaften? Das ist schade, denn dann wüssten Sie, dort gibt es eine
Strecke. Wenn ich nun aber die Ortschaften Gurtnellen und Wassen verwende, dann sind diese deutlich kleiner, als das bei Zetzwil und Leimbach der Fall ist.
Nur
die kennt nun wirklich jedes Kind und das auch nur, weil die Dorfkirche
von Wassen wegen einer
Bahnlinie
weltberühmt wurde. Es ist die
Gotthardbahn,
die diese Gegend sehr bekannt machte. Mit einer Nebenbahn, gelingt das
nicht, wie die beiden Orte im Aargau nun wissen.
In
den
Bahnhöfen
sprachen wir doch vom
Hauptgleis
und vom
Nebengleis.
Die Unterscheidung in eine Haupt- und Nebenbahn machten wir auch. So ist
es nicht überraschend, dass wir auch bei den Strecken zu dieser
Unterscheidung greifen. Wir sprechen daher von Hauptstrecken und
Nebenstrecken. Das Textbeispiel oben war eine Nebenstrecke und damit diese
bekannter werden, beginne ich mit den Nebenstrecken, denn nicht alle sind
unbekannt. |
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| Die Nebenstrecke | |||||||||||
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Die
Nebenstrecken sind Strecken, die nicht so bekannt wurden. Man kann diese
auch als Strecken bezeichnen, die in den Regionen verkehren. Ihr Charakter
ist ländlich und daher weniger bekannt. Das heisst nicht, dass sie
technisch veraltet sein müssen, sie sind einfach nicht von nationalem
Interesse und wurden daher als Nebenstrecken eingestuft. Natürlich gibt es
überall Leute, die anderer Meinung sind. Wir bleiben nun mal bei dieser
Annahme.
Es
ist schlicht Ihnen überlassen, ob Sie den Ver-kehrsweg nun als Strecke
ansehen, oder diesen einfach als Linie betrachten. Der Teil vor der
Strek-ke, oder der Linie ist eigentlich wichtig für uns, denn wir leben
dort. So wie in Bahnhöfen Nebengleise in abgelegenen Anlagen zu finden sind, können bei den Verkehrs-wegen Abschnitt neben den grossen Lösungen vorhanden sein. Sie haben sicherlich auch schon die Begriffe Haupt- und Nebenstrasse gehört.
Es
sind Wege, die als Ergänzung angesehen werden können, die aber auch eine
wichtige Aufgabe über-nehmen. Nebenstrecken der Eisenbahn haben genau
diese Aufgabe zu übernehmen. Viele finden das vermutlich daneben und wollen schon protestieren. Die Bahnlinie vor Ihnen ist doch keine Nebenstrecke. Das kann durchaus sein, aber damit stellt sich die Frage, was denn der Grund für diese Unterteilung ist. Bleiben wir bei der Nebenstrecke, denn diese hat ein eher geringes Aufkommen beim Verkehr. Es fehlen schlicht die Schnellzüge, die für schnellere Verbindungen sorgen, und der Güterverkehr ist kaum vorhanden.
Würden wir eine
Bahnlinie
als Regionalstrecke bezeichnen, würden wir den Charakter dieser Strecken
besser treffen. Auf einer Regionallinie finden sich nicht die grossen
schnellen Züge. Der eher regional verankerte Verkehr kann nicht die Kunden
aufbringen, dass es sich lohnen würde, auch schnellere
Verbindungen
anzubieten. Das verschiebt die Strecken in die Welt der Unbekannten.
Dann wissen Sie, von was für einer Art Strecke ich bei den Nebenlinien
spreche. Mein Problem ist nun, diese Strecke zu finden und Ihnen diese
dann zu erklären. Es ist die regionale Verwurzelung der Strecke, die hier zum grossen Problem führt. Nebenlinien sind regional ver-ankert und damit hat es sich auch schon. Die Leute, die dort wohnen, kennen die Regionallinie vor der Haustüre ganz gut und auch deren Namen.
Jetzt erklären Sie es dem Freund im Nachbarland und er fragt Sie, wie er
denn zu dieser Bahnlinie kommt. Schon können Sie nicht mehr mit den
Regionallinien arbeiten. Ich habe die Nebenstrecke gefunden. Wie bei allen Bahnen wurde sie in der Hoffnung gebaut, dass es dann zu grossen Erfolgen kommen könnte.
Nebenstrecken waren beim Bau selten vorgesehen und dann oft auch nur, um
die Kosten für den Bau gering zu halten. Bei jeder
Bahngesellschaft
träumte man vom gros-sen Erfolg und den grossen Einnahmen in der Kasse. Es
kann dabei durchaus anders kommen, als erhofft.
Die Nationalbahn:
Meine Wahl fiel auf die Nationalbahn. Es hätte aber auch die
Seethalbahn
sein können. Im Jahre 1877 wollte eine
Bahngesellschaft
mit dem Namen Nationalbahn eine
Bahnlinie
zwischen Singen am Hohentwiel und Zofingen bauen. Bewusst wurde dabei der
Weg über ländliche Gegenden und vorbei an den grossen Städten gewählt.
Zwar wurde Winterthur eingebunden, aber das Ziel Bern konnte nicht
erreicht werden.
Die Nordostbahn NOB war über diese neue Strecke nicht sonderlich erfreut und kämpfte wirklich mit allen Mitteln gegen die Konkurrenz.
Dazu gehörte auch, dass man sich der Sabotage be-fleissigte. Gerade hier
waren die Wurzeln der spä-teren
Staatsbahn zu
finden. Die Nationalbahn wollte als Nebenbahn angesehen werden. Wie es der Name schon vermuten lässt, bezog man sich auf die Führung neben den grossen Zentren. Mit Hilfe der neuen Strecke sollten diese ländlichen Gemeinden mit den Vorteilen der Eisenbahn vertraut werden.
Man
erhoffte sich damit den mit der Bahn verbundene wirtschaftliche Erfolg.
Gerade andere Projekte hatten diesen Effekt gut aufgezeigt.
Wie so oft ging das mit der Bahn mit regionalem
Charakter mächtig schief. Diese Regionalbahn kam nie auf einen grünen
Zweig und so blieben auch die Schulden aus dem Bau ungedeckt. Man konnte
sich so nur wenige Jahre behaupten und um 1902 wurde auch die Nationalbahn
als eine der kleineren Bahnen in die Obhut der
Staatsbahnen
überführt. Jedoch wurden die bei den Gemeinden anliegenden Schulden nicht
beglichen.
Von
dieser Nationalbahn sind heute noch viele Abschnitte vorhanden, auch wenn
das zusammengehörende nicht mehr zu erkennen ist. Heute noch in Betrieb
sind die Abschnitte zwischen Zofingen und Wettingen, sowie zwischen
Winterthur und Etzwilen. Der Bereich zwischen Lenzburg und Mellingen
gehört nun zur Linie durch den Heitersbergtunnel und wurde so zu einer
Hauptstrecke. Sie sehen, man konnte die Anlagen nutzen.
Der
Abschnitt von Etzwilen nach Singen am Hohentwiel ist heute eine museale
Strecke und daher am ehesten bekannt. Doch das sind zum Teil wirklich sehr
bekannte Orte, die aber Schnittstellen zu anderen Linien hatten. Diese Strecke ist ein sehr gutes Beispiel für Nebenlinien. Zwar kamen einige mit den Orten Zofingen, Lenzburg und Winterthur noch nicht in Bedrängnis, doch wer kennt denn Küngoldingen, Dättwil oder Ossingen?
Wer
nicht gerade aus der Region stammt, der musste entweder eine Karte zur
Hand nehmen, oder das
Internet
danach be-fragen. Ich selber kam damit noch klar, weil ich an der
Natio-nalbahn aufgewachsen bin.
Gerade diese regionale Verbundenheit mit der Strecke ver-hinderte, dass es
zur Stilllegung aller Abschnitte kam. Auch die
Staatsbahnen
kämpften mit den Zahlen und so wurde auch der entsprechende Verkehr auf
dem Abschnitt zwischen Mellingen und Wettingen eingestellt. Züge auf
diesem Abschnitt würden Baden und damit eine Stadt nicht anfahren können,
was dazu führte, dass auch Wünsche zur Reaktivierung ins Leere laufen.
Wie
verwurzelt diese Linie wirklich in der regionalen Bevölkerung ist, zeigt
ein Dialektausdruck aus der Region. Noch heute spricht man in dieser
Region vom «Natzeli» das kommt. Klingt süss, und wer jetzt zustimmend mit
dem Kopf nickte, ist ebenfalls in der Region aufgewachsen und kennt sich
mit der Nationalbahn aus. Die Bahn, die es seit über 100 Jahren nicht mehr
gibt. Eine Regionalbahn, die deutlich zeigt, was mit Nebenstrecke gemeint
ist.
Selbst der umgekehrte Fall kann passieren. Das pas-siert in dem Fall, wenn
der Verkehr auf einer anderen Strecke umgeleitet wird und dann wird die
Hauptlinie zur Nebenbahn einer grossen Gesellschaft. Als die Gotthardbahn eröffnet wurde, mussten einige Abschnitte zurück gestellt werden. Dazu gehörte auch der Abschnitt zwischen Immensee und Luzern. Bei der grossen Eröffnung fuhren daher die Züge über die Strecke nach Rotkreuz. Damit
auf einem Abschnitt einer anderen Bahngesell-schaft. Damit man fahren
durfte, musste eine Gebühr entrichtet werden. Das war sicherlich nicht im
Inte-resse der grossen
Bahngesellschaft. Daher wurde der Abschnitt später noch gebaut. Ab 1894 fuhren die Schnellzüge in Richtung Gotthard auch über die neue Strecke und damit über Meggen.
So
wurde dieser Abschnitt zu einem wichtigen Teil der grossen
Gotthardbahn,
die nun nicht mehr so lange auf fremden Abschnitten verkehren musste. Wir
haben damit eine echte Hauptstrecke und daran änderte sich auch nicht so
viel, wie man heute meinen könnte.
Mit
der
Verstaatlichung
der
Gotthardbahn
wurden die schnelle Züge wieder mehrheitlich über Rotkreuz geführt. Aus
der ehemaligen Hauptstrecke wurde so eine der vielen Nebenlinien. Heute
ist sogar die grosse Bergstrecke am Gotthard zur kleinen Nebenbahn
degradiert worden. So richtig verstehen wir das nicht, aber es ist so und
damit stellt sich die Frage, was denn eine Hauptstrecke wirklich ausmacht. |
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| Die Hauptstrecke | |||||||||||
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Jetzt muss ich niemandem mehr erklären, welche
Bahnstrecken
zu den Hauptstrecken, oder eben Hauptlinien gehören. Es ist so einfach,
denn alles, was keine Nebenstrecke ist, ist logischerweise eine
Hauptstrecke. So einfach war es noch nie und ich kann gleich zu einem
anderen Thema wechseln. Nur, damit würde ich einige wichtige Punkte
weglassen, die es zu beachten gibt. So möchten Sie vermutlich ein Beispiel
das Sie kennen.
Begonnen hatte man bei den grösseren Zentren, denn dort war auch das
Kapital vorhanden. Stellte sich dann ein ansprechender Verkehr ein, kam
die Gesellschaft in Schwung und man konnte viele unterschiedliche Züge auf
den Strecken verkehren lassen. Es waren wichtig Verkehrswege und diese bekamen auch aus den Augen des Staates eine Bedeutung. Definiert wurden einige Strecken, die dann das Land verbinden sollten. Diese wurden als Haupt-strecken bezeichnet, da sie über ein nationales Interesse verfügten.
Gerade in der Schweiz führte das zu sehr be-kannten Strecken, die nur am
Rande erwähnt wer-den. Der nationale Charakter konnte dabei sogar noch
übertroffen werden. Auf Hauptstrecken verkehren auch die regionalen Züge der Nebenstrecken. Sie werden jedoch durch andere Kategorien ergänzt und der Güterverkehr nimmt ein grosses Gebiet in Anspruch. Das wiederum führt dazu, dass diese Hauptstrecken über einen dichten Verkehr verfügen und daher schon früh ausgebaut werden mussten. Auf der Strasse ist das auch nicht anders, denn die Autobahnen werden immer mehr ausgebaut.
So
gehören Hauptstrecken zu den stark ausgelasteten
Verbindungen.
Nicht gross beachtet werden muss dabei, ob dieser Verkehr international,
oder National ist. Es ist das Aufkommen, das in erster Linie dazu führt,
dass aus einer normalen Strecke eine Hauptlinie wird. Sie können sich an
den
Schnellzügen
orientieren, denn diese findet man auf Hauptstrecken. Zumindest so lange,
bis diese auf der Fahrt nicht auf die Nebenbahn über gehen.
Wenn ich mich für eine Hauptlinie entscheide, werde ich eine andere
vernachlässigen. Das soll nicht passieren und daher musste ich mich
wirklich für ein Muster ent-scheiden, das wirklich fair ist. Die Orte an der Hauptstrecke müssen nicht näher vorge-stellt werden. Bei meinem Beispiel ist das nur der Fall, weil diese Hauptstrecke zwar geplant wurde, aber nie gebaut wurde.
Es
war die
Verbindung
zwischen den Städten Chur und Bellinzona. Damit wählte ich die
Lukmanierbahn.
Es ist jene
Bahngesellschaft,
die wir gegründet haben und deren Anlagen wir nun ansehen. Ein gutes
Beispiel für eine Hauptstrecke und ihren Charakter. Bevor Sie nun den Schock verdaut haben, erkläre ich es. Die Lukmanierbahn war mit nationalem Interesse geplant worden. Es sollte die Verbindung von der nördlichen Schweiz mit den Tessin und somit dem italienischen Teil sein.
Da
man auch einen ansprechenden
Güterverkehr
erwarten durfte, war klar eine grosse Hauptstrecke vorzusehen. Alle Leute,
die nach dem Tessin reisten, mussten diese Strecke benutzen.
Die Lukmanierbahn:
Die
Lukmanierbahn
war ein frühes Projekt für die Verkehre nach den südlichen Teil von
Europa. Mit der Idee einer
Bahnlinie
war man wirklich sehr früh und das sprach für die Ideen. Einziger Nachteil
für die Schweiz war, dass die Leute vom politischen Bern einen Umweg über
Chur und damit den Osten nehmen mussten. Nicht so schlimm war es mit dem
finanziellen Zentrum und damit in Zürich.
Hauptbahnen waren immer teurer im Bau, als das bei den Nebenstrecken der
Fall ist. Es musste das nationale Inte-resse geweckt werden und das ging
damals nur über die Stadt Zürich mit den dort ansässigen Banken. Die
hatten das Kleingeld für den Bau. Wirklich gross war das Problem, als sich auch ein Projekt mit einer Bahn über den Gotthard etablierte. Als dann die Stadt Zürich auch zu diesem Bau abschwenkte, war es für die Lukmanierbahn geschehen, bevor sie gebaut wurde.
Jedoch können wir nun alle Merkmale der
Gotthardbahn
nehmen, denn ohne diese hätte sich das am Lukmanier ausgewirkt. Wer nun
die Hauptstrecke der Gotthardbahn als kleine Nebenbahn ansieht, ist sehr
modern.
Sie
sehen, Hauptstrecken können bereits bei der Planung vorgesehen werden. Sie
verfügen über eine grosse
Kapazität.
Auch sind bei einer Hauptstrecke neuere Normen anzuwenden. Bei
Nebenstrecken kann man es sich auch mit kleineren Werten zu frieden geben.
Die Hauptlinie ist in der Regel nach den internationalen Normen ausgeführt
worden. Es ist wirklich das grosse Geschäft auf diesen Strecken zu
erreichen.
Die Paradestrecke:
Die Hauptstrecken können zu Paradestrecken werden. Es sind
Verbindungen,
die den Stolz jedes Landes wiedergeben. Wie bei den militärischen Paraden
wird bei solchen Strecken das Können und die Fähigkeit präsentiert. Bei
einem Verkehrsweg findet man hier modernste Technik und auch die
Massnahmen zur Sicherheit, sind nach dem aktuellsten Stand gebaut worden.
Es ist wirklich ein Vorzeigeobjekt.
Bekannt sind in diesen Punkt sicherlich die bekann-ten Anlagen am Gotthard
und bei der Lötschberg-bahn. Weit suchen muss man jedoch nicht, weil sie
bekannt sind. Paradestrecken die sehr bekannt sind, werden oft auch als Magistrale bezeichnet. Diese finden sich überall und einige davon habe ich bereits erwähnt. Die transsibirische Eisenbahn ist sicherlich eine sehr bekannte Magistrale.
Sie
besitzt eine weltweite Bekanntheit. In der Schweiz mithalten kann da noch
jene Strecke, die vom Norden in den Süden führt und die als Gott-hardbahn
sehr bekannt wurde.
Ob
wir nun eine Magistrale, oder eine Parade-strecke haben ist nicht so
wichtig. Mehr von Bedeutung ist, dass es eine Hauptlinie ist. Wie schnell
aber aus einer Magistrale eine Nebenbahn werden kann zeigt sich deutlich
am Gotthard. Die dort vorhandenen Bergstrecke war wirklich die Paradelinie
der Schweiz. Viele schwere
Güterzüge
und auch schnelle
Verbindungen
gab es. Doch dann kam eine neue Linie dazu.
Mit
der
Inbetriebnahme
des
Basistunnels am Gotthard wurde
aus der Bergstrecke eine Nebenbahn, die für diesen Zweck aber zu gut
ausgebaut worden war. Doch mit diesem
Tunnel sind wir bei einem anderen Thema.
Es sind die Nebenstrecken, die zwar nach den Regeln der Hauptlinien gebaut
wurden, aber nicht zu denen gezählt werden dürfen. Ursache für diese
besondere Situation war der Bau des ersten Tunnels durch den Gotthard. |
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Die Gotthardzubringer |
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Der
Bau der
Bahnstrecke
durch den Gotthard hatte grosse Auswirkungen auf andere Projekte. Bereits
bei der Planung war zu erkennen, dass diese Strecke ein grosses Aufkommen
beim
Güterverkehr
bekommen könnte. Aus diesem Grund wurde auch dieser in die Planung
einbezogen. Die Ausrichtung war nördlich klar auf die Orte Luzern und
Zürich ausgerichtet worden. Dort führten damals Hauptstrecken hin und das
war wichtig.
So
konnten keine
Güterzüge
in den
Hauptbahnhöfen
aufgenommen werden. Es musste für diese aus dem nördlichen Bereich von
Europa stammenden Züge eine neue
Verbindung
erstellt werden und das führte zu weiteren Bauarbeiten. Sie sehen, eine Magistrale, wie jene am Gotthard muss geplant werden und das auch an anderen Orten. Auch wenn ich mich hier auf den Norden be-schränke, ähnliche Bauwerke gab es auch im Süden. Die
Paradelinie hatte und hat wirklich grosse Auswirkungen. Die reichen heu-te
sogar bis in die Nachbarländer und das zeigt, wie gross diese Bedeutung
war. Einige davon werden wir uns nun ansehen müssen. Wichtig bei den hier vorgestellten Strecken ist, dass sie beim Personenverkehr über keine, oder nur regionale Bedeutung verfügen. Der reichhaltige Güter-verkehr macht aber einen Ausbau erforderlich, der mit den Hauptstrecken mithalten kann. Wir haben also eine Nebenlinie mit den Merkmalen der Hauptstrecke und das ist wirklich eine besondere Tatsache, denn oft erfolgt der Ausbau auch für die schnellen Züge des Personenverkehrs.
Die Aargauer Südbahn:
Beginnen wir mit der Aargauer Südbahn. Wie es der Begriff Südbahn schon
vermuten lässt, ist es eine Strecke, die von Norden in den Süden führt. So
gesehen, ist auch die
Gotthardbahn
als verantwortliche Strecke
eine Südbahn. Mit dem Hinweis auf den Aargau wird
die geografische Zuordnung vorgenommen. So kommen wir zu aargauischen
Südbahn, auch wenn diese auch in anderen Kantonen angelegt wurde.
Gut, zumindest bei Muri muss ich genauer werden, es ist nicht das in der
Nähe von Bern, sondern jenes im Aargau, das über ein Kloster verfügt und
das an der Aargauer Südbahn liegt. Mit dem
Regionalzug
erreicht man den Ort im Freiamt. Jedoch ist diese Strecke in der geraden Linie als Zubringer zum Gotthard geplant und gebaut wor-den. Die Bahnlinie begann in Rupperswil und führte über Lenzburg nach Immensee, wo der Anschluss an die Gotthardbahn erfolgte.
Damit konnten die Knoten Luzern und Zürich um-fahren werden. Gelöst war
das Problem mit den schweren
Güterzügen
jedoch nicht, denn es gab wirklich keinen direkten Weg in den Norden. Die Strecke führt an den grossen Zentren vorbei und endet irgendwo in einem kleinen Bahnhof, den niemand ohne Karte finden würde. Auch wenn viele Arbeiten für den Güterverkehr vorgenommen wurden, auf die Verwirklichung von vielen Kunstbauten wurde verzichtet. Es gab nur die Reuss bei Oberrüti zu queren und sonst konnte man sich dem Gelände anpassen. Engere Kurven und wechselnde Steigungen waren die Folge.
Nur
wegen dem Gotthard hatte diese Aargauer Südbahn so viel Erfolg, dass es
eine Hauptstrecke wurde. Beigetragen hatte dabei auch der Ast von
Hendschiken nach Brugg. Dieser durch das Birrfeld führende Teil gehörte
ebenfalls zur Südbahn, die wirklich nur wegen den erwarteten
Güterzügen
gebaut wurde. Die Gesellschaft erlebte das nicht mehr, denn während der
letzte Teil von der
Gotthardbahn
gebaut wurde, ging der Rest an die schweizerische
Centralbahn
SCB.
Heute ist diese Aargauer Südbahn eine gut ausgebaute Strecke, die neben
dem
Regionalverkehr
nur noch den
Güterverkehr
kennt. Vereinzelt gab es auch
Schnellzüge
auf dieser Strecke, aber es sind wirklich nicht die grossen Zentren in
Wohlen und Muri zu finden. Jedoch habe ich es bereits erwähnt, die Aargauer Süd-bahn war nicht durchdacht worden. Sowohl in Brugg, als auch in Olten konnte nur mit einer Spitzkehre gearbeitet werden.
Daher wurde angestrebt, dass man diese vermeiden kann und das ging nur mit
einer weiteren Strecke, die nicht einmal so lange ist und die oft zu einem
Bahnhof
gezählt wird. Das auch, wenn es effektiv nicht so war, denn es handelte
sich um
Verbindungen. Die Verbindungslinie: Ein Nachteil der Aargauer Südbahn war, dass sie für die Züge aus Deutschland gar nicht direkt erreichbar war.
Die
Züge mussten sowohl in Olten, als auch in Brugg eine
Spitzkehre
machen. Mit einer als Verbindungslinie bezeichneten Schleife konnte man
das Problem jedoch umgehen. So kam es, dass man bei Olten eine solche
Strecke baute und jene von Aarau mit derjenigen nach Basel verband.
Der
Name ist klar, denn eine Verbindungslinie ist immer zwischen zwei Strecken
angeordnet worden. Sie dient den Zügen, die einen
Bahnhof
nicht erreichen. Dabei war die Anlage in Olten wirklich nur als Beispiel
anzusehen, denn es gibt solche Verbindungslinien an vielen grösseren Orten
und das nicht nur in der Schweiz. Die nachfolgende Liste beschränkt sich
auf die Verbindungslinien, die es in der Schweiz gibt. |
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|
Bahnhof |
Strecke A |
Strecke B |
Bahnhof |
Strecke A |
Strecke B |
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|
Aarburg |
Rothrist |
Zofingen |
Othmarsingen |
Lupfig |
Mägenwil |
||||||
|
Bern |
Zollikofen |
Ostermundigen |
Romanshorn |
Amriswil |
Egnach |
||||||
|
Biel |
Brügg |
Mett |
Sargans |
Sargans |
Trübbach |
||||||
|
Brugg |
Lupfig |
Effingen |
Zug |
Zug |
Cham |
||||||
|
Lausanne |
Yverdon |
Genève |
Zürich HB |
Z
Altstetten |
Z
Wiedikon |
||||||
|
Olten |
Däniken |
Tecknau |
|||||||||
|
Zu
einigen der hier aufgeführten Verbindungslinien muss noch etwas gesagt
werden. So wurde jene in Zug aufgehoben, da sie nicht mehr von Nutzen war.
In Sargans handelte es sich um eine Schlaufe zur
Ausfahrt. Auch
sonst sind diese Linien nicht überall leicht zu erkennen und daher ist die
Tabelle sicherlich nicht vollständig, denn wie so oft, gibt es auch bei
diesen Strecken immer wieder Anpassungen.
Die
Güterzüge
vom RBL nach Basel können so über den
Tunnel beim Heitersberg geleitet werden
und dann mit Hilfe der Verbindungslinie in Brugg nach Basel fahren. So
kann die
Kapazität
des Heitersbergtunnel viel besser aus-genutzt werden. Sie sehen, diese Verbindungslinien wurden oft dazu ge-baut, um verkehrliche Probleme zu lösen. Mit den in der Schweiz gebauten Verbindungslinien in Olten und auch in Brugg war das Problem in der Schweiz gelöst worden. Nun
war man an der nördlichen Grenze. Dort war das Netz der Schweiz schon früh
mit Frankreich verbunden worden. Jedoch gab es eine Lücke zu den Strecken
in Baden, dort fehlt die Querung vom Rhein. Alleine mit der Querung war es nicht getan, denn hier sollte mehr verbunden werden. Die Züge sollten den Bahnhof Basel SBB erreichen und auch in den neuen Rangierbahnhof verkehren. Allein damit ergab sich ein umfassendes Bauwerk. Als dann noch der Hafen in Kleinhüningen angeschlossen wer-den sollte, war es um die einfache Verbindungslinie geschehen. In Basel musste ein gutes Stück mehr gebaut werden.
Die Verbindungsbahn:
Die im Raum Basel erstellten Anlagen um das badische Streckennetz mit der
Schweiz zu verbinden, wurden in der Folge als Verbindungsbahn bezeichnet.
Im Gegensatz zu einer Verbindungslinie sind hier sehr viele zusätzliche
Anlagen vorhanden. Alleine die Tatsache, dass sich die Strecke teilte,
spricht dafür, dass es sich nicht um eine normale Linie zur
Verbindung
von Strecken handelte.
Damit hat es sich hier jedoch noch nicht ganz er-ledigt, denn die
Verbindungsbahn wurde mit der Hafenbahn zur Erschliessung der Rheinhäfen
er-gänzt. Die Hafenbahn ist ein Teil der Verbindungsbahn, die dazu vorgesehen war den Hafen in Kleinhüningen und jenen in Birsfelden mit den Anlagen zu ver-binden.
Diese beiden Häfen der Schifffahrt auf dem Rhein waren für die Schweiz
wichtig. Dabei ist die Hafen-bahn nach den Anlagen in Kleinhüningen
besonders, denn sie schliesst sich im deutschen Teil an die
Verbindungsbahn an und das hat durchaus Folgen.
Züge nach dem Hafen müssen mit Personal besetzt sein, das die Vorschriften
von Deutschland kennt. Jedoch können auf der Verbindungsbahn und der
Hafenbahn alle in der Schweiz zugelassenen Trieb-fahrzeuge verkehren.
Umgekehrt gilt das auch für die Modelle der Deutschen Bahn, die bis Basel
SBB, oder Basel RB mit den deutschen Normen fahren können. Damit sind an
diese Verbindungslinie viele Abkommen gebunden.
Wir
haben damit die speziellen Nebenstrecken ohne, oder nur teilweise mit
einem regelmässigen
Personenverkehr
abgeschlossen. Sie wurden gebaut um die Anlagen zu verbessern und erstmals
erforderlich machte so eine Massnahme die
Bahnlinie
über den Gotthard und damit sind wir bei den Bahnen angelangt und diese
haben es durchaus in sich. Besonders dann, wenn wir willkürlich Wörter
benutzen und deren Zusammenhang nicht erkennen.
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