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Einleitung |
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Navigation durch das Thema | ||||||||||
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Baujahr: |
1974 – 1976 |
Leistung: |
2 250 kW / 3 060 PS |
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Gewicht: |
149 t |
V. max.: |
125 km/h |
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Normallast: |
Triebzug |
Länge: |
100 000 mm |
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In der Schweiz war das
Rollmaterial
einem langen Lebenslauf unterworfen. So wurden
Reisezugwagen,
die im
Fernverkehr nicht mehr zeitgemäss waren, einfach in den
Regionalverkehr
abgeschoben. Mit den Bauern und Landstreichern konnte man das noch machen.
Jedoch hatten diese Wagen auch betrieblich ein Problem, denn sie waren
schlicht zu langsam. Während immer höhere Geschwindigkeiten kamen, blieb
der Regionalverkehr stehen.
Zwar konnten mit den
Leichtstahlwagen
recht modern wirkende Fahr-zeuge in den
Regional-verkehr
geschoben werden, aber damit war es nicht getan. Die Wagen bewegten sich nicht von alleine und so mussten auch die
dazu passenden
Triebfahrzeuge
benutzt werden. Gleich alt waren nur die
Lokomotiven
der
Baureihe
Re 4/4 I.
Um die
Zugreihe R
zu erreichen, wurde dort die
Achslast
verringert und damit die
Leistung
reduziert. Das führte unweigerlich dazu, dass die
Regionalzüge
schwerfällig wurden. Besonders dann, wenn die
Betriebsführung
längere Züge benötigte. Das Wort
Bummler
bekam immer mehr eine korrekte Bedeutung. Der gemütliche Regionalzug
behinderte dabei nicht nur den Verkehr. Als Folge davon, waren lange
Reisezeiten
zu erwarten.
Eine Erneuerung des
Rollmaterials
stand dringend an. Dabei konnten die zahlreich vorhandenen
Reisezugwagen
der
Bauart
Leichtstahl immer noch eingesetzt werden, aber nicht mehr die alten
Triebfahrzeuge.
Zum Teil konnten die
Regionalzüge
wegen diesen nicht als
Pendelzug
geführt werden. Das bedeutet lange Standzeiten an den
Endbahnhöfen,
denn die
Lokomotive
musste um den Zug fahren und das dauert oft sehr lange.
Dank der grossen Anzahl
Lokomotiven der Reihe
Re 4/4 II konnten die
Triebwagen
RBe 4/4 in den
Nahverkehr verschoben werden. Sie kamen oft in
den Vororten von grösseren Städten zum Einsatz. Sie hatten die
Zugkraft um
etwas besser in Schwung zu kommen. Wobei das aber genauer betrachtet
werden muss, denn so gut passten diese Triebwagen auch nicht in den
Regionalverkehr, denn gebaut wurden sie für den
Fernverkehr.
Jetzt waren schnelle Beschleunigungen
gefragt und dann musste schnell verzögert werden. Mit dem
Triebwagen war
das nur mit kurzen und daher leichten Zügen möglich.
Pendelzüge mit vier
oder fünf Wagen waren daher keine Seltenheit.
Deutlich besser gepasst hätte da die neue
Lokomotive der
Baureihe
Re 4/4 II. Sie hatte die hohen
Zugkräfte und konnte diese auch noch bei hohen
Geschwindigkeiten halten. Wenn sie mit dem
Regionalzug startete, dann ging
die Post ab. Das konnte man neidlos eingestehen. Jedoch wurden gerade die
Zugkräfte dieser Lokomotive zu einem grossen Problem, denn diese wirkten
auch, wenn der Zug geschoben wurde und das freute die
Puffer gar nicht.
Das führte dazu, dass die
Baureihe mit einem Pendelverbot belegt werden
musste. Solche Züge gehörten im
Regionalverkehr längst zum Standard. Da
mit der Maschine auch 140 km/h erreicht werden konnten, war sie bei den
schnellen Zügen wirklich besser aufgehoben. Mit anderen Worten, zu den
Baureihen
Re 4/4 I und
RBe 4/4 gab es kaum alternative Lösungen und das
wurde gegen Ende der 1960er Jahre noch schlimmer.
Die Kunden wünschten immer mehr attraktive
Verbindungen im
Regionalverkehr. Daher waren immer wieder negative Kommentare zu hören.
Besonders dann, wenn der Lokführer mit seinem Können versuchte aus der
alten Gurke doch noch etwas
Zugkraft zu holen. Selbst im sonst gemütlichen
Kanton Bern war man darüber immer mehr ungehalten und in der hektischen
Stadt Zürich, war man erst recht nicht glücklich.
Das
konnte sich nicht mehr jeder leisten. Daher suchte er Wohnraum in der
näheren Umgebung der Stadt und fuhr dann jedem Morgen zur Arbeit. Es
begann die Zeit mit den Pendlern und damit einer eher unzufriedenen
Spezies. Je mehr die Leute in die billigen ländlichen Regionen aus-weichen mussten, desto enger und teurer wurde es. Zu-erst bemerkt wurde das in Zürich und daher kam es dort zur Idee einer S-Bahn.
Die Kosten dafür waren dem Wolk
aber zu viel und so wurde diese nicht angenommen. Noch heute sucht die
Stadt nach der Lösung des grossen Problems mit dem Ver-kehr. Das auch mit
einer
S-Bahn, die wirklich viel leisten kann.
Das Problem war nicht nur auf die Stadt Zürich be-schränkt. Wenn dort die
Probleme wirklich gross waren und immer noch sind. Die Städte Bern und
Basel standen in keiner Weise dahinter. Selbst kleinere Städte können in
diese Liste aufgenommen werden. Immer mehr Leute mussten auf das Land
ziehen. In der Folge mussten sie in die Stadt reisen. Daraus entstand die
heute gefürchtete und auch belächelte Spezies der Pendler.
Pendler in der Schweiz nahmen kurz vor 1970 bereits Wege von 30 bis 45
Minuten auf sich. Diese
Reisezeit galt und wenn der
Regionalzug zu langsam
war, wurde auf das Auto umgestiegen. Die Folge kennen alle, die am Morgen
in die Stadt fahren um zur Arbeit zu gelangen. Stau und lange Wartezeiten,
bei denen der gemütliche
Bummler sogar aufholen kann. Wollten die Bahnen
da mithalten, mussten die Hausaufgaben gelöst werden.
Auch wenn Leser aus anderen Ländern nur müde Lächeln, in der
Schweiz ist man auch dort nicht so offen, wie an-dernorts. In London ist
man heute froh, wenn man in der Zeit ins Zentrum kommt. Um die Zeit einhalten zu können, mussten hohe Anfahrzugkräfte vorhanden sein. Danach musste auch noch eine gute Verzögerung her. Die Baureihe Re 4/4 II war da auch schon am Anschlag.
Sie musste ein hohes
Eigengewicht beschleunigen und das mit dem Zug. Die hohe
Leistung half
dabei, aber das ging nicht ohne die in der
Fahrleitung vorhandene
Spannung. Denn diese musste auch noch geliefert werden und das war nicht
leicht. Wir erinnern uns, dass im Raum Zürich mit der geplanten S-Bahn und den Triebzügen der Reihe RABDe 12/12 die Unterwerke verstärkt werden mussten.
Gerade während den morgendlichen Spitzen waren auch diese immer mehr an
der Grenze der
Leistung und ein Ausfall der
Spannung in der
Fahrleitung
war wirklich keine gute Werbung für das Unternehmen, denn oft ging auch
der Einschaltversuch schief, weil gleich alle Züge losfahren wollten.
In den Agglomerationen der grossen Städte waren daher immer öfters sehr
stark ausgelastete Netze vorhanden. Die Folge davon waren hohe Kosten für
den immer wieder benötigten Ausbau der Versorgung. Viel Geld für neue
Unterwerke, die nur während kurzer Zeit benötigt wurden. Noch war man weit
von
Kraftwerken entfernt, die diese Spitzen ausgleichen konnten. Die
Unterwerke liefen daher oft nur unter Teillast.
Oft konnten die Pendler nur
damit den Zug nehmen und mussten nicht auf das Auto umsteigen. Wer
wirklich ehrlich rechnet, kann auch den normalen Fahrpreis zahlen und
sparen. Als Folge davon war bereits um 1970 der Nahverkehr nicht mehr kostendeckend. Es wurden daher immer wieder Bestrebungen angeregt, dass dieser auch durch die Region abgegolten werden sollte.
Von Seiten des
Schweizerischen Bundesbahnen wurde dieses Thema immer wieder in die Runde
geworfen, denn das Defizit konnte mit dem anderen Verkehr kaum
ausgeglichen werden. Negative Zahlen in der Bilanz waren die Folge.
Das Problem musste auf der politischen Ebene gelöst werden. Wer die
Politik in der Schweiz kennt, der weiss, dass diese Mühlen besonders
langsam arbeiten. Das war immer so und so schnell sollte sich das auch
nicht ändern. Wir erinnern uns an die
Baureihe
RABDe 12/12 die bereits im
Betrieb war, als das Stimmvolk in Zürich die
S-Bahn an der Urne beerdigte.
So konnte das Problem mit dem Verkehr nicht gelöst werden.
Immer wieder wurden durch Entscheide des Volkes wichtige Lösungen
verworfen. Niemand wollte das kritisieren, denn oft konnte man davon auch
ein positives Ergebnis erreichen. Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB
sahen jedoch den
Vorortsverkehr als wichtigen Bestandteil der erbrachten
Dienstleistung an und so musste das Problem selber gelöst werden und das
ging eigentlich nur mit neuen dafür angepassten Fahrzeugen.
Allenfalls musste ein passender
Steuerwagen her, aber die Zwischenwagen stammten aus dem Be-stand. Zudem
konnte bei diesen auch die Länge dem Bedarf angepasst werden. Speziell an der Sache war, dass das dazu passende Modell bereits im Bestand war. Die für die S-Bahn in Zürich beschafften Triebzüge RABDe 12/12 entspra-chen diesem neuen Konzept. Kurze Einheiten, die dann je nach Bedarf zu län-geren Kompositionen vereinigt wurden. Hilfreich war da sicherlich auch die automatische Kupplung.
Mit der konnten die Einheiten
schnell und leicht ver-bunden, oder getrennt werden. Das ging sogar im
Betrieb. Die vor wenigen Jahren beschafften Modelle waren sehr zuverlässig. Jedoch war die Steuerung der Fahrstufen sehr aufwändig im Unterhalt.
Die auf den
Raum Zürich beschränkte Flotte wurde im Tag während eines kurzen
Aufenthaltes vereinigt, was viel Zeit einsparte. Das war wichtig, denn das
teure Material musste eingesetzt werden. Die hohen Kosten für die
Beschaffung musste man mit den Zügen einfahren und das war nicht einfach.
So kam es, dass diese
Triebzüge den Anforderungen genau entsprachen. Die
kurzen Züge mit weiteren Serien erweitern um dann auch national zu
verwenden, ging mit sehr wenigen Aufwand. So mag es nicht überraschen,
dass diese Einheiten für eine lange Zeit eine
Option waren. Ein Nachbau
ist billiger, als eine neue
Baureihe, wo viel Geld in eine Entwicklung
gesteckt werden musste. Weitere
RABDe 12/12 und das Problem war gelöst.
Wirklich neu war bei der
Baureihe
RABDe 12/12 nicht viel. Zu konservativ ging man ans Werk, denn die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB wollten mit der Flotte bereit stehen,
wenn die
S-Bahn kommt.
Jedoch zeigten auch die
Triebzüge der Reihe
RABDe 12/12 ihre Schwächen.
Die dreiteiligen Einheiten waren im Betrieb oft zu klein geraten und mit
einer zweiten Einheit wieder zu lange. Oft fehlte es einfach an einem
Wagen, der nicht mehr so einfach mitgeführt werden konnte. Ideal war
eigentlich ein Triebzug, der aus vier Teilen bestand. Daher wurde
letztlich der Nachbau verworfen und der Aufwand für ein neues Modell auf
sich genommen.
Mit den nun vorgestellten
Triebzügen sollte der
Vorortsverkehr
modernisiert werden und das galt nicht nur in Zürich. Es musste eine
Lösung her, die in der ganzen Schweiz eingesetzt werden konnte und so war
auch eine Anpassung bei der Länge ein Wunsch. In einer Werkstatt sollten
dreiteilige und vierteilige Einheiten konfiguriert werden. Im Betrieb
wurden diese dann je nach Bedarf verbunden. Ein heute durchaus übliches
Konzept.
Eine Lösung, die für die ganze Schweiz galt, musste her. Da die Zeit zudem
nicht mehr so sehr drängte, war auch keine Hektik vorhanden. Nach dem
deutlichen Nein des Volkes zur
S-Bahn in Zürich wurden auch in anderen
Städten der Schweiz solche Systeme verworfen. Wenn diese in ein paar
Jahren aber kommen sollten, war man mit erprobten Einheiten am Start. Der
Nahverkehr der Zukunft wurde nun mit der Reihe RABDe 8/16 vorbereitet.
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