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Farbgebung und Anschriften |
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Ab 1930
begannen sich die Bahnen in der Schweiz auch mit neuen Farben zu befassen.
Waren zur Zeit der
Privatbahnen bis um 1900 bunte Züge nicht selten.
änderte sich das mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Viele
Privatbahnen orientierten sich an diesen Farben. Trotzdem sollten viele
Ausnahmen vorhanden sein, die etwas Farbe in den grünen Alltag der Schweiz
brachten und da war die
BLS-Gruppe dabei.
Triebwagen
wurden bei der
BLS-Gruppe bis anhin mit einem zweifarbigen Anstrich
versehen. In der unteren Hälfte kamen weinrote Töne zur Anwendung und im
Bereich der Fenster eine graue Farbe. Mit dem neuen Zeitgeist wirkten
diese jedoch veraltet und eher düster. Das gleiche galt auch für die
Staatsbahnen und daher begann dort die Ära der roten Flitzer. Das führte
dazu, dass auch die BLS-Gruppe eine neue Farbe für die neuen Züge wählte.
Der Aufbau
des Anstrichs war die Angelegenheit der Erbauer. So wurde verlangt, dass
der Farbauftrag neben dem Design auch einen guten Schutz vor dem Befall
mit Rost haben sollte. So wurden schon früh mehrschichtige Lösungen
bevorzugt. Für den Rostschutz war die Grundierung vorgesehen, diese
schloss das Metall ein und bot der zweiten Farbschicht den notwendigen
Halt. So sollten die Farben lange halten.
Bei der
Grundierung handelte es sich um eine Farbe, die spezielle Eigenschaften
hat und sich daher optimal mit dem Metall verband. Kleine Ritzen konnten
aufgefüllt werden. In der Produktion entstandene Dellen füllte der
Hersteller vor der Lackierung mit einer Spachtelmasse auf. Gerade bei
Lokomotiven kam diese Masse häufig vor, da sie zusätzlich als Rostschutz
diente. Sie wurde dazu benutzt Rundungen perfekt zu gestalten.
Für uns eher
von Bedeutung ist der Deckanstrich. Hier wurden der Farbe die Pigmente
beigemengt, die von der Bahn gewünscht wurden. Die
BLS-Gruppe war dabei
recht aufwendig und sah deutlich mehr Farben vor, als das bei den
Staatsbahnen der Fall war. Der Grund war simpel, denn die Aufteilung
sollte von den alten
Triebwagen
übernommen werden. Nur die Wahl der Farben
war am Kasten unterschiedlich.
In der oberen Hälfte wurde dann
bis zur Unterkante des Daches ein heller Farbton in der Tönung «Creme»
verwen-det. Es war die erste Version der später bei der
BLS-Gruppe generell
verwendeten Farben nur noch etwas dunkler.
Hier muss
erwähnt werden, dass dieser Anstrich zumindest anfänglich den neuen
Leichttriebwagen vorbehalten war. Alle anderen
Baureihen sollten nicht in
dieses Farbkleid überführt werden. Dieser Umstand brachte den Modellen die
Bezeichnung «Blauer Pfeil» ein. Eine Anspielung an die
roten Pfeile der
Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Pikant dabei ist, dass die Modelle der
BLS-Gruppe beim Tempo nicht mithalten konnten.
Um die
damals als recht hart empfundene Trennlinie zwischen dem dunkelblauen und
dem hellen Teil zu entspannen, wurde im blauen Bereich eine leicht vom
Rand angesetzt, eine Linie mit der hellen Farbe gezogen. Es entstand so am
Kasten ein ansprechender Anstrich, der nur noch mit den technischen
Bereichen wie dem Dach und dem
Laufwerk ergänzt werden musste. Auch dort
wurde ein Anstrich zum Schutz benötigt.
Das
Laufwerk, sowie die
Puffer erhielten einen dunkelgrauen fast schwarzen
Anstrich. Dieser bot im Betrieb den Vorteil, dass die Verschmutzungen
nicht so gut zu erkennen waren. Es war eine Farbe, die von den alten
Modellen übernommen wurde, die noch mit verbrauchtem
Schmiermittel
verschmutzt wurden. Hier sollte das weniger der Fall sein. Für das
Fahrzeug wirkte sich die dunkle Farbe in diesen Bereich positiv aus.
Es hatte sich gezeigt, dass diese Farbgebung sehr gut mit den auf dem Dach auftretenden Ver-schmutzungen harmonierte.
Die neuen
Triebwagen
hatten daher einen an-sprechenden Anstrich erhalten, der nur von
weni-gen Bereichen aufgelockert wurde. Auch wenn wir den neuen Anstrich an diesen Zügen freundlich finden, eine grosse Veränderung war es nicht. Aus der Farbe grau wurde nun «Creme» und aus dem dunklen weinroten Farbton wurde ein Dunkelblauer, der nicht viel heller war, als zuvor.
In allen anderen Bereichen blieb alles beim alten, auch
wenn sich hier einige Abweichungen dazu einfügten, denn es wurde, wie
könnte anders sein, bei der Farbe und beim Gewicht gespart.
Einer dieser
Bereiche waren die Türen. Diese wurden aus Aluminium erstellt. Damit
dieses Metall besser geschützt war, wurde es mit einem Ver-fahren
behandelt, das man eloxieren nannte. Mit dem damals verwendeten Verfahren
konnte so aber nur ein Farbton in Silbergrau erzeugt werden. Da hier kein
weiterer Schutz vor der Korrosion vorhanden sein musste, verzichtete man
auch aus Gewichtsgründen auf einen Farbauftrag.
Uns bleiben
nur noch die
Griffstangen. Diese wurden in beiden Farbbereichen eingebaut
und verliefen über die Grenze hinweg. Während man bei den beiden
Griffstangen der Türen die obere Farbe für die ganze Stange verwendete,
wurden die Griffe in der
Front mit dem unteren Farbton behandelt. daher
waren die Stangen sehr gut zu erkennen. Wir haben damit aber auch gleich
den Anstrich abgeschlossen.
Deren Abkürzung war immer nur klein angebracht worden und sie stand immer
vor der Nummer der Fahrzeuges. Jetzt sollten aber auch diese
Bahngesellschaften
der
Gruppe
mehr Aufmerksamkeit mit Anschriften erlangen. Die von der BLS-Gruppe hier gewählte Lösung orientierte sich an den Triebwagen CLe 2/4 der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Dort wurde die Abkürzung mit verchromten Buchstaben angebracht.
Die neuen
Triebwagen
erhielten die
gleichen Anschriften, wobei natürlich andere Buchstaben verwendet wurden.
Am Aufbau der Buchstaben änderte man jedoch nichts, so dass diese Zeichen
in der Sonne silbern glänzten.
Es kamen die
Anschriften BN für die Bahn Bern - Neuchâtel, EZB für die Erlenbach –
Zweisimmen - Bahn, GTB für die Gürbetalbahn und SEB für die Bahnen von
Spiez nach Erlenbach zur Anwendung. Nur bei der Gürbetalbahn gab es zwei
Fahrzeuge, so dass wir damit auch alle fünf
Triebwagen haben. Die anderen
Bahnen der
BLS-Gruppe sollten bekanntlich keine Triebwagen dieser
Baureihe
erhalten und sind daher auch nicht aufgeführt.
Die Anschriften der Bahnen
sollte sich aber lange halten. Damit haben wir die Bahnanschriften
behandelt. Jedoch noch nicht alle mit diesem verchromten Zeichen, denn
davon gab es am Fahrzeug noch weitere Ausführungen. Auch die Wagenklasse wurde mit diesen verchromten Zeichen aus-geführt. Hier wurden natürlich nicht Buchstaben sondern Zahlen verwendet. Wobei der Hinweis Zahlen nicht richtig ist, denn es kam nur die Ziffer drei an das Fahrzeug.
Die sonst dort gemachten Hinweise auf die Möglichkeit in dem Abteil zu
Rauchen, oder ob dies verboten war, fand man am Fahrzeug je-doch vergebens.
Es waren daher schlichte Anschriften vorhanden. Gerade die die fehlenden Hinweise für Raucher zeigten, dass bei den Anschriften gespart wurde. Das war einerseits beim Gewicht, denn die Anschriften mit den Zeichen wäre zu schwer gewesen. Auch bei der Farbe wurde gespart.
Auch
wenn es nur ein paar Gramm waren, in der Summe wurde daraus mehr. Sie
sehen, diese
Triebwagen sollten so leicht wie möglich werden. Zumindest
galt das für die ersten drei Modelle. Herstellerschilder gab es aussen am Fahrzeug keine. Bei Fahrzeugen mit Reisenden wurden die entsprechenden Schilder vereinfacht ausgeführt und im inneren angebracht.
Daher konnte aussen am Fahrzeug nicht erkannt werden,
dass sich die SLM und die SAAS für das Fahrzeug verantwortlich zeigten.
Eine Lösung die zeigt, dass die Erbauer in den Hintergrund rückten und
sich die Bahnen präsentieren wollten.
Damit
bleiben nur noch die technischen Anschriften. Diese beschränkten sich auf
die Typenbezeichnung, die Anzahl Sitzplätze und die Fahrzeugnummer.
Angebracht wurden diese bei den
Einstiegstüren. Hinweise zum Gewicht und
zur Ausrüstung der
Bremsen fehlten hingegen. Daher sollten wir uns nun
diesen zuwenden um die fehlenden Informationen zu erhalten. Viel mehr
konnten die schlichten Anschriften einfach nicht bieten.
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