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De 4/4 Nr. 110 000 bis 005 |
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Baujahr: |
1841-1942 |
Leistung: |
894 kW / 1270 PS |
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Gewicht: |
40 t |
V. max.: |
75 km/h |
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Normallast: |
240 t |
Länge: |
14 800 mm |
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Eine neue Beschaffung waren die nun anstehenden
Triebwagen
der
Baureihe
De 4/4 jedoch nicht. Auch wenn man es anhand der Bezeichnung nicht
erkennen konnte, die Fahrzeuge entstanden durch den Umbau der vorhandenen
Triebwagen Deh 4/6. Es war also
ein durchaus auch bei anderen Baureihen vorhandener Umbau. Diese waren
üblich, jedoch erfolgten sie selten in einem solch umfangreichen Stil,
auch wenn nur wenig gemacht wurde.
Daher kommen wir nicht darum herum diesen Punkt ge-nauer
anzusehen. Die Ursache dafür lag weit von der Brünigbahn entfernt und das
ist überraschend.
Das Projekt
Bahn+Bus 2000
umfasste nicht nur eine
Neubaustrecke und den Verkehr auf der
Normalspur.
Auch bei den anderen Bahnen sollte dieses Konzept zu vielen Veränderungen
führen. Als Bereich der Schweizerischen Bundesbahnen SBB war davon auch
die Brünigbahn betroffen. Hier sollte der bisherige
Fahrplan
mit Zügen zwischen Interlaken Ost und Luzern zum Teil aufgegeben werden.
Ein neues Angebot war dringend nötig.
Mit der
Bahn 2000
sollten die direkten
Schnellzüge
über die
Bergstrecke
verkehren. Diese übernahmen auf dem Abschnitt mit der
Zahnstange
auch gleich den dort vorhandenen
Regionalverkehr.
Das war nicht so schlimm, da es ausser auf dem Pass kaum Reisende gab.
Einige kommerzielle Halte wurden daher schlicht aufgegeben und die
Bahnhöfe
zu
Dienststationen.
Eine Massnahme, die in gebirgigen Regionen zu oft umgesetzt wurde.
Für die Bespannung dieser
Schnellzüge
waren neue
Lokomotiven
der
Baureihe
HGe 4/4 II vorgesehen. Die nun
doch schon rund 50 Jahren alten
Triebwagen
sollten daher abgelöst werden. Für den
Regionalverkehr
auf den Talstrecken sollte es jedoch neue
Regionalzüge
geben. Hier sollten neue
Pendelzüge
verkehren, die nicht mehr mit einem
Zahnrad
versehen wurden. Erstmals seit der Einführung des elektrischen Betriebes
wurde der Einsatz geteilt.
Bei der
Normalspur
reichte es für neue
Lokomotiven
und Wagen, da schneller gefahren werden sollte. Bei der Brünigbahn war das
nicht vorgesehen, also musste gespart werden. Die erhofften neuen
Pendelzüge
waren daher vom Tisch und man musste um-bauen. Für den Umbau gab es im Bestand der Brünigbahn nicht sehr viele Möglichkeiten. Neben den Triebwagen Deh 4/6, waren das die beiden Berglokomotiven HGe 4/4 und die sich in Auslieferung befindliche neue Lokomotive HGe 4/4 II.
Mit dem zuletzt genannten Fahrzeug hätte man eine moderne Lösung
gehabt, jedoch war nur schon der Bestand für die
Schnellzüge
zu knapp. Weitere Maschinen dieses Typs konnten nicht beschafft werden.
Die beiden älteren
Lokomotiven
schieden aus, da deren Bestand mit zwei Stück nicht ausreichend bemessen
war. So blieben nur noch die
Triebwagen
Deh 4/6 und diese wurden
zu einem grossen Teil arbeitslos. Wegen der neuen
Baureihe
HGe 4/4 II war ein grosser
Überbestand zu erwarten. Daher war eigentlich schnell klar, dass der Umbau
die Triebwagen betreffen sollte. Nach 50 Jahren wurde daher ein Teil der
Deh 4/6 Flotte
modernisiert.
Von den bisher vorhandenen 16 Einheiten, wurden wegen der neuen
Lokomotive
nur noch wenige Einheiten benötigt. Deren Arbeit umfasste allenfalls
erforderliche
Vorspanndienste. Dazu wurden aber nicht mehr 16
Triebwagen
benötigt. Der Bestand war so gross, dass selbst mit dem Umbau noch nicht
alle Einheiten beschäftigt werden konnten. Der Bestand bei der Reihe
Deh 4/6 musste verringert
werden und das bedeutete nicht nur Abbruch.
Von den insgesamt acht umgebauten
Triebwagen
wurden daher zwei unverzüglich an die LSE verkauft. Es war der Beginn der
Zusammenarbeit der beiden Bahnen, die letzt-lich zur neuen Zentralbahn
führen sollte.
Die Umbauten sollten sich nur auf den absolut notwendigen Aufwand
reduzieren. Es war klar, dass der Ersatz in wenigen Jahren kommen sollte.
In dem Fall sollten die Investitionen amortisiert sein, denn sonst konnte
man den Umbau schlicht vergessen. Wir wollen uns diesen Umbau ansehen und
dabei behandle ich die Punkte in der Reihenfolge, wie sie schon bei der
Baureihe
Deh 4/6 benutzt habe. Aber
Achtung viele Punkte blieben.
Wenn wir mit dem Kasten beginnen, dann wird eigentlich schnell
klar, dass wirklich nur die notwendigen Arbeiten vorgenommen wurden. Hier
wurde nur eine normale
Revision
R3
vorgenommen und diese umfasste einen Neuanstrich in den aktuellen roten
Farben der Brünigbahn. Im Gegensatz zur
Normalspur
wurden hier sämtliche Fahrzeuge in den roten Anstrich überführt. Die
umgebauten
Triebwagen
passten zu den Wagen.
Als Unterschied zu den normal revidierten
Triebwagen der
Baureihe
Deh 4/6
wurde bei den beiden
Führerständen eine schwarze Brille um die Fenster
vorgesehen. So konnten die umgebauten Modelle leicht erkannt werden.
Dieser gestalterische Effekt war schon bei den
Lokomotiven
HGe 4/4 II
eingeführt worden und die Augenbinde sollte auch bei den beiden an die LSE
verkauften Triebwagen abgebracht werden. Sonst hatten diese die Farbe der
LSE.
Das war hier erforderlich, denn bei
einem
Pendelzug verkehrte das
Triebfahrzeug
auch am Zugschluss. Das führte
dazu, dass hier viel Staub aufgewirbelt wurde und dieser gelangte dank den
neuen Filtermatten nicht in die
Lüftung der elektrischen Bau-teilen. Etwas mehr Aufwand wurde beim Fahrwerk betrieben. Hier wurde ein Umstand des Aufbaus genutzt. Daher wurde einfach der mittige Zahnradwagen ausgebaut und dem Abbruch zuge-führt.
Das führte dazu, dass neue die
Bezeichnung in De 4/4 geändert werden musste. Jedoch reichte dieser
Rückbau nicht aus, denn nun musste das
Fahrwerk
noch verbessert werden.
Beim alten Fahrzeug war dieses einfach nicht mehr zeitgemäss.
Die Übertragung der
Zugkraft
musste nun über den Kasten erfolgen, denn mit
dem Wegfall verschwand die
Kurzkupplung. Für eine neue Lösung war die
Distanz schlicht zu gross. Daher wurde die Lösung mit den
Zugstangen
verwendet. Jedoch blieb es nicht dabei, denn wegen dem Wegfall der
Kurzkupplung neigten die
Drehgestelle zu einem unruhigen Lauf. Daher wurden
bei der
Primärfederung neue
Dämpfer
zu Stabilisierung eingebaut.
Alle weiteren Bauteile des
Fahrwerkes wurden jedoch nur einer normalen
Revision
unterzogen. So wurden trotz dem Einsatz als
Pendelzug, keine
automatischen Kupplungen mit elektrischer
Verbindung verwendet. Der
Vorteil dabei war, dass die Wagen immer noch freizügig eingesetzt werden
konnten, denn auch dort wurde kaum umgebaut. So blieb bei den Pendelzügen
das Bremszahnrad der Wagen immer noch vorhanden.
Diese wurden nicht mehr für die
bisherige Umgruppierung der
Fahrmotoren vorgesehen. Das ging ja auch nicht
mehr, weil die Motoren des
Zahnrades ausgebaut worden waren. Das ergab
jedoch bei den
Wendeschaltern neue Möglichkeiten. Als wirklich neu konnte die bisherige elektrische Bremse der umgebauten Triebwagen angesehen werden. Diese bisher nur auf der Bergstrecke einsetzbare Lösung, konnte nun bei Fahrten auf der Adhäsion genutzt werden.
An der bisher verwendeten
Widerstandsbremse wurde je-doch nichts
mehr verändert, denn bei einem Einbau einer neuen
Nutzstrombremse
wären
unnötige Kosten entstan-den. Daher blieb es bei den
Widerständen. Soweit zu den Bereichen, die kaum, oder gar nicht umge-baut wurden. Die neuen Triebwagen wurden neu als Baureihe De 4/4 geführt und dabei auch gleich mit neuen Nummern versehen.
Mit den neuen sechsstelligen Nummern
entstand so die
Gruppe 110 000 bis 005. Da neu mit der Null begonnen
wurde, war nur schwer zu erkennen, dass es sechs
Triebwagen waren. Diese
wurden für
Pendelzüge hergerichtet und daher musste die Steuerung
angepasst werden.
Modernisiert wurde auch der Arbeitsplatz des Lokführers. Dieser sollte
seine Arbeit neu auch sitzend verrichten können. Das ging einfach, denn
dazu musste nur die Rückwand etwas nach hinten verschoben werden. So wurde
der Platz für einen
Führerstuhl geschaffen. Wie beim Umbau gespart werden
musste, zeigt sich beim Umbau des
Führerstandes, denn dieser wurde nur auf
einer Seite vorgenommen und nicht beidseitig.
Da kein Ausbau
erfolgte, konnte der
Triebwagen jedoch ohne Hilfe in den Unterhalt
überstellt werden. Das besonders dann, wenn der Wagensatz des
Pendelzuges
nicht davon betroffen war. Trotzdem bildete die Steuerung den grössten
Aufwand. Bedingt durch die sitzende Bedienung musste die Sicherheits-steuerung angepasst werden. Diese bestand bisher aus dem Schnellgang, der bei stehender Bedienung ausreichend war.
Neu wurden die umgebauten
Triebwagen
aber auch mit einem
Langsamgang
versehen. Diese
Wachsamkeitskontrolle war
nach den Normen der Schweizerischen Bundesbahnen SBB aufgebaut worden.
Wegen dem geringen Tempo reichte die Wegmessung.
Die bisher direkt erfolgte Steuerung des
Stufenwählers wurde verändert. So
wurde ein Rechner eingebaut. Dabei handelte es sich um ein Steuergerät für
Stufenschalter. In der Folge änderte sich die Bedienung auf die
Befehlsgebersteuerung. Der Vorteil ergab sich in erster Linie jedoch bei
der
Vielfachsteuerung, denn auf diese Weise waren weniger Leitungen
erforderlich. Bevor wir jedoch dazu kommen, noch ein Blick auf die
elektrische
Bremse.
Bei der
Widerstandsbremse wurde nun ein
Thyristor eingebaut. Dieser sorgte
für eine bessere Funktion und auch die
Leistung konnte leicht gesteuert
werden. So hatten die umgebauten
Triebwagen nicht nur bei Fahrt mit der
Haftreibung eine
elektrische
Bremse, sondern auch eine bessere Wirkung. Es
war aber auch in dem Punkt nur eine Nebenerscheinung. Dank der neuen
Steuerung konnte die Elektrische Bremse leichter gesteuert werden.
Andere Bereiche mussten einfach mit neuen Schaltelementen versehen
wer-den. Alle Schaltungen mussten elektrisch oder elektropneumatisch
erfolgen, denn nur so ging die
Fernsteuerung. Auch wenn hier von einer Vielfachsteuerung gesprochen wurde, die Trieb-wagen waren nur so umgebaut worden, dass die Fernsteuerung ab Steuer-wagen möglich wurde.
Die Kombination mit einem zweiten
Triebwagen
oder gar mit zwei Zügen war bei den Einheiten der Brünigbahn nicht
umgesetzt worden. Verantwortlich waren die einseitigen Leitungen. Es wurde
also im Gegensatz zur LSE wirklich nur das Nötigste umgebaut. Die Signale vom Steuerwagen wurden über eine 61polige Leitung übertragen. Nur schon die hohe Zahl von Leitungen zeigt, wie wichtig die Umbauten bei der Steuerung des Stufenwählers war.
Bei den der
Befehlsgebersteuerung
mussten nur die Signale auf und ab über-mittelt werden. Das ging mit zwei
Leitungen. Ohne diese Lösung wär für jede
Fahrstufe eine Leitung
erforderlich gewesen. Kompatibel mit anderen
Bau-reihen musste die Anlage
nicht sein.
Da der
Triebwagen neu am Schluss des Zuges und damit weit entfernt vom
Lokführer eingesetzt werden sollte, musste der bisher wegen der
Zahnstange
vorhandene
Schleuderschutz angepasst werden. Wurde bisher nur die
Schleuderbremse aktiviert, erfolgte nach dem Umbau auch ein Zugriff auf
den
Stufenwähler und so die Reduktion der
Zugkraft. Damit war neu auch die
Höchstgeschwindigkeit von 75 km/h überwacht worden.
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