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Betriebseinsatz Teil 2 |
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Eine grosse Veränderung im Einsatz der Fahrzeuge gab es mit dem Umbau
jedoch nicht. Die neuen
Triebwagen
wurden weiterhin im Simmental, im Gürbetal und auf der BN eingesetzt. Dazu
kamen bei den Modellen der GBS und der BN auch Dienste im
Vorortsverkehr
von Bern. Diese wurden aber oft auch vom verbliebenen Ce 2/4 der GBS
abgedeckt. Dieser verkehrte im Wechsel mit den
Ce 2/4
der BLS im Raum Bern.
Gerade der verbliebene Ce 2/4 diente nach Schwarzenburg als Ersatz für das
dort eingesetzte Fahrzeug. Besonders bei
Revisionen
war das der Fall, aber auch nur, wenn die BLS kein Ersatzfahrzeug stellen
konnte. So war er wirk-lich selten nicht im Gürbetal. Mit diesen vier Zügen und dem Triebwagen konnten viele Verbindungen gefahren werden. So reichten zum Beispiel zwei Triebwagen aus, um im Simmental den ganzen Re-gionalverkehr abzudecken.
Einzig im Gürbetal fehlte es an
Triebwagen.
Daher war dort zur Verstärkung auch ein Exemplar der
Baureihe
BCFZe 4/6 der BLS im
Einsatz. Der BCFe 2/8 auf der BN wurde ebenfalls durch den eigenen
BCFZe 4/6
entlastet. Die neuen Fahrzeuge der Reihe BCFe 4/8 sorgten zudem dafür, dass auf anderen Strecken die alten Triebwagen verschwanden.
Die
BLS-Gruppe
verfügte über eine moderne Flotte, auch wenn diese im Komfort etwas hinter
den Lösungen der grossen
Staatsbahn
waren. Dort wurden die Leute nicht so eng in die Wagen gesetzt, als das
bei der BLS-Gruppe der Fall war. Die Fahrgäste wussten sich aber zu
helfen.
Beim grossen Umbau wurden die
Antriebe
jedoch nicht verändert. So gab es immer noch Modelle mit dem alten
Tatzlagerantrieb.
Wegen dem Antrieb konnten diese nur mit 100 km/h verkehren. Damit die
Pläne nicht Problem bekamen, wurden die beiden mit einem hochwertigen
Antrieb versehenen
Triebwagen
mit dem gleichen Tempo eingesetzt. Deren erlaubte
Höchstgeschwindigkeit
lag jedoch weiterhin bei 110 km/h.
Der
Zug auf der BN wurde dabei abgezogen, denn dort kamen neue
Triebwagen
der Reihe
ABFe
4/8 zum Einsatz. Diese waren einfach noch etwas besser und
schneller, als die alten Züge. Der auf der BN abgezogene Zug, wurde nun
auf der BLS zwischen Spiez und Interlaken Ost eingesetzt. Eine Strecke,
die bisher noch von den uralten
Ce 4/4 abgedeckt
wurde.
Nun
aber sollte es auch dort etwas moderner zu und her gehen. Die
Motorwagen
der ersten Stunde konnten einfach nicht mehr zugemutet werden. Von der
Reihe ABFe 2/8 verkehrten daher drei Stück im Berner Oberland. Die anderen
beiden
Triebwagen
im Gürbetal, wobei sich dort auch noch der als Be 2/4 bezeichnete Zug mit
der Nummer 703 befand. Eine Konstellation, die aber nicht lange bestand
haben sollte.
Nicht gut bekommen sollte dem
Triebwagen
mit der Nummer 705 der Umzug ins Berner Oberland. Dieser verkehrte
zwischen Spiez und Interlaken, gelangte aber auch nach Bönigen. Dabei
stand der
Steuerwagen
immer auf der Seite Interlaken. Als sich der Triebwagen im Jahre 1956 in
Interlaken Ost auf den Weg nach Spiez machte, ahnte niemand, dass der die
nächste
Station
und sein Ziel nie mehr erreichen sollte.
Kurz nach der
Ausfahrt
in Interlaken Ost führte die Strecke entlang einer felsigen Partie, die
als Harder bekannt war. Aus dem Gebirge löste sich an dem Tag ein
Felsbrocken, der daraufhin auf die Strecke stürzte. Dumm dabei war nur,
dass dies nicht erkannt wurde und daher der
Triebwagen
auf die Reise nach Spiez geschickt wurde. Das Unglück nahm seinen Lauf und
als der Lokführer den Stein erkannt, leitete er die
Schnellbremse
ein.
In
der dortigen
Hauptwerkstätte
wurde dann erkannt, dass die Schäden so gross waren, dass eine Herrichtung
nicht mehr zu verantworten war. Das auch, weil neue
ABFe
4/8 erwartet wurden. In der Folge wurde der ABFe 2/8 mit der Nummer 705 noch der brauchbaren Teile beraubt und anschliessend ausrangiert. Die ehemaligen Nummer 726 der BN war damit Geschichte. Er
erfreute nun noch den Schrotthändler des Vertrauens, denn der bekam
wertvollen Stahl. Abgebrochen wurde jedoch nur der
Triebwagen,
der
Steuerwagen
war beim Unfall nicht beschädigt worden und konnte daher ge-rettet werden.
Während aus den entnommenen Teilen des
Triebwagens
ein neuer
Traktor
entstehen konnte, blieb der
Steuerwagen
in Spiez. Dort erinnerte man sich aber, dass mit der Nummer 703 noch ein
passender
Triebwagen
vorhanden war. Dieser konnte an den Steuerwagen gekuppelt werden und so
hatte man wieder einen vierten ABFe 2/8. Nur so leicht, wie man denken
könnte, war die Aktion auch wieder nicht.
Der
neue formierte
Triebwagen
mit der Nummer 703 fiel dadurch auf, dass er als einziger ABFe 2/8 auf
Seite des
Steuerwagens
einen
Führerstand
hatte. Dieser wurde nicht entfernt, da wir ja theoretisch einen
Pendelzug
hatten. Doch noch mehr fielen die Bezeichnungen auf. Während der
Triebwagen mit GBS beschriftet war, trug der Steuerwagen die Anschrift BN.
Eine Situation, die erst viele Jahre später normal sein sollte.
Besonders dann, wenn deren
Triebwagen
in die
Revision
musste. Länger war der Einsatz, als dieser nach einem Unfall repariert
werden musste. Die im Wechsel einge-setzten Modelle der Reihe
ABFe
4/8 übernahmen die Arbeit. Da nun der Triebwagen auf der BLS nach Bönigen fehlte, kam dort einer der beiden aus dem Simmental kommenden Züge auf diese Strecke. Das sollte so lange dauern, bis nur noch bis Interlaken Ost gefahren wurde.
Die
Felsen beim Harder waren nun aber zu den
Triebwagen
gnädig, das auch, weil der Hang nach dem Vorfall gesichert wurde. Der
schwere Unfall auf der Strecke nach Bönigen traf keinen ABFe 2/8. 1960 endete dann endlich die Zeit des Zwitters. Der Trieb-wagen ABFe 2/8 mit der Nummer 703, der bisher sowohl für die BN, als auch für die GBS unterwegs war, wurde nun vollends zum GBS Fahrzeug.
Die
buchhalterischen Problem konnten so behoben werden. Der
Steuerwagen
bekam dabei die neuen Anschriften, jedoch blieb der nutzlose
Führerstand,
der noch daran erinnerte, dass wir hier den Ce 2/4 hatten.
Auf
den Strecken der Reihe ABFe 2/8 verkehrten aber auch die Modelle der Reihe
ABFe
4/8. Diese waren leicht schneller, aber die älteren
Fahrzeuge konnte mithalten, da die Wagen sehr leicht waren und so die
Leistung
gut umgesetzt werden konnte. Die
Dienstpläne
der mitbetriebenen Bahnen waren also bereinigt worden und wie bei
Privatbahnen
durchaus üblich nicht mehr so schnell verändert, wie bei den
Staatsbahnen.
So
konnte die
Gattung
F endlich auch für die
Güter-wagen
verwendet werden. Die Auswirkungen auf die
Triebwagen
in der Schweiz waren daher wegen der Bezeichnung gross. besonders dann,
wenn die-se ein
Gepäckabteil
hatten.
Aus
den ehemaligen BCFe 2/8, die zu ABFe 2/8 mutiert waren, wurde nun die
Baureihe
ABDe 2/8. Bei den Nummern änderte sich indes nichts. Wir haben nun aber
die endgültige Fassung erhalten und damit wurde es auch schwer, sich daran
zu erinnern, dass eigentlich alles mit der Reihe Ce 2/4 begann, die nun
wirklich Geschichte war. Die Geschichte der hier vorgestellten
Triebwagen
war jedoch noch nicht am Ende.
Eigentlich machten den hier vorgestellten
Triebwagen
nur die immer zahlreicher werdende
Baureihe
ABDe
4/8 das Leben schwer. Besonders die letzten davon waren
nicht gut. Sie verfügten über genug
Leistung
und dank der
Vielfachsteuerung
konnten sie zu längeren Zügen mit
Steuerwagen
formiert werden. Auf Abschnitten mit einer grossen Nachfrage kamen daher
eher diese zum Einsatz. Der
Vorortsverkehr
im Raum war daher verloren.
Bei
der Reihe ABDe 2/8 war es theoretisch auch möglich Verstärkungswagen
mitzugeben. Jedoch war die
Leistung
dazu zu knapp bemessen. Steilere Strecken ging gar nicht und auf den
flacheren Abschnitten ging es gemütlich weiter. Es zeigte sich nun, dass
das Konzept mit Leichttriebwagen nicht durchdacht war. Damals war die
Technik aber noch nicht so gut ausgereift. Die Fahrzeuge von 1935
bekundeten wieder Mühe mit dem
Regionalverkehr.
Das
bemerkten die beiden im Gürbetal eingesetzt
Triebwagen,
denn deren Arbeit wurde immer mehr von den neuen Einheiten übernommen. Die
rund 40 Jahre alten Fahrzeuge landeten immer wieder in der Reserve und
kamen meistens nur in Randzeiten zum Einsatz.
Da
ausgerechnet das Gürbetal auch in den Randzeiten viel Verkehr hatte,
tauchten die Züge der GBS immer wieder auf anderen Strecken in
Erscheinung. Das war dabei ausgerechnet die BN. Die Fahrzeuge erreichen so
auch wieder Neuchâtel, doch auch das war nur noch ein Einsatz auf Zeit und
diese sprach ganz klar gegen die Reihe ABDe 2/8. Zu schwach und immer mehr
auch zu langsam auf den schnellen Strecken.
Besser erging es den Einheiten im Berner Oberland. Diese waren im
Simmental immer wieder zusehen. Jedoch deckten die ABDe 2/8 auch den
Regionalverkehr
von Thun nach Interlaken Ost ab. Gerade mit den dort noch vorhandenen
Exemplaren
ABDZe 4/6 konnten
die alten Modelle mithalten. Der Grund war nicht die
Leistung,
aber die etwas höhere
Kapazität.
Das führte dazu, das es kaum
Stilllager von mehreren Tag gab.
So
sollte es schliesslich bis ins Jahre 1982 bleiben. Die Doppeltriebwagen
hatten ihre Aufgaben. Jedoch sollte sich in der Schweiz in diesem Jahr
sehr viel ändern. So wurde der neue
Taktfahrplan
eingeführt. Das erforderte mehr
Triebfahrzeuge
und diese wurden in der Form der
Triebwagen
RBDe 4/4
ausgeliefert. Die
BLS-Gruppe
hatte nun moderne
Pendelzüge,
die den Namen auch verdienten. Das konnte nicht gut gehen.
Doch auch dort hatte die
BLS-Gruppe
die notwen-digen Reserven im Bestand. Lange Standzeiten waren die Folge
davon. Mit anderen Worten, die ABDe 2/8 befanden sich nun endgültig am
Ende der Hackordnung.
So
kam etwas Bewegung in den Bestand der ABDe 2/8. Dabei wurden die Züge der
GBS endgültig aus den Listen gestrichen. Während der
Triebwagen
ABDe 2/8 mit der Nummer 703 dem Altmetallhändler verkauft und abgebrochen
wurde, kam der Triebwagen Nummer 704 zu Oensingen – Balsthal – Bahn OeBB,
wo er dringend benötigt wurde. Bei der BLS blieben noch die Züge der SEZ.
Der neue
Taktfahrplan
führte dazu, dass sie vereinzelt noch eingesetzt wurden.
Spannend an dieser Tatsache war der Abbruch. Mit dem
Triebzug
ABDe 2/8 mit der Nummer 703 verschwand jene Einheit, die einen nutzlosen
Führerstand
hatte und die aus dem Einzelgänger und dem
Steuerwagen
der Nummer 705 bestand. Von den fünf ausgelieferten Ce 2/4 waren daher nur
noch zwei im Bestand der
BLS-Gruppe
und auch deren Tage sollten gezählt sein. Immer mehr
Triebwagen
RBDe 4/4
kam in Betrieb.
Im
Jahre 1983 verabschiedete sich deshalb der ABDe 2/8 mit der Nummer 702,
der ausrangiert und abgebrochen wurde. Somit blieb nur noch der
Triebwagen
Nummer 701 im Bestand der
BLS-Gruppe.
Sein Allgemeinzustand war einfach zu schlecht um ein arbeitsloses Fahrzeug
im Bestand zu behalten. Der Schrotthändler bot noch einen angemessenen
Preis. Der Entscheid war den verantwortlichen Stellen leicht gefallen. Ein
altes Teil ist weg.
Damit war aber auch gleich der letzte Leichttrieb-wagen von den
Geleisen
der
BLS-Gruppe
ver-schwunden, denn alle anderen ähnlichen Typen waren schon längst nicht
mehr im Einsatz. Es kann ein gutes Zeugnis ausgestellt werden. Noch können wir die Bücher aber nicht schliessen. Bei der BLS-Gruppe waren die Fahrzeuge der Baureihe ABDe 2/8 verschwunden. Bis auf die Ein-heit mit der Nummer 704 waren alle abgebrochen worden.
Daher verschieben wir den Einsatz auf eine neue Strecke und die gehörte
nicht der BLS und sie war im Jura zu finden. Es war die OeBB, die oft
scherz-haft als Ableger der
Staatsbahnen
von Österreich bezeichnet wurde.
Der
an die OeBB verkaufte
Triebwagen,
erhielt dort die Bezeichnung BDe 2/8, behielt aber das Abteil zweiter
Wagenklasse,
das nun für alle Fahrgäste offen stand. Dabei müssen wir jedoch bemerkten,
dass dieses von Aufbau der jetzt üblichen zweiten Wagenklasse entsprach.
Da die OeBB die erste Wagenklasse nicht führte, war das kein Nachteil.
Zumindest auf einigen Sitzen konnte mit aktuellem Komfort gereist werden.
Auf
der OeBB konnte der
Triebwagen
noch vier Jahre eingesetzt werden und seit 1985 war er der letzte
Vertreter dieser
Baureihe.
Nur mit vier Jahren war die Laufbahn in der Klus nicht sehr lange. Der
alte Triebwagen litt häufig unter den altersbedingten Störungen. Das
Lokomotivpersonal
hatte daher mit dem ungewohnten Fahrzeug zu kämpfen. Eine grosse Liebe
konnte daher nicht entstehen. Zumal man die Macken nicht kannte.
Neue Züge konnte man sich nicht leisten und so suchte man nach verfügbaren
Occasionen. Dieser Markt war jedoch in den Jahren ausgetrocknet, da noch
nicht alle Bahnen den neuen
Taktfahrplan
verkraftet hatten. Doch auch bei der OeBB führte eine schwere Beschä-digung zum endgültigen aus des letzten Triebwagens dieser Baureihe. Nur, in dieser Zeit war auch der Markt mit Altmetall so ausgetrocknet, dass die OeBB die Entsorgung sogar hätte bezahlen müssen.
Mit
den bescheidenen Mitteln war das zu viel. Es musste ein Ersatz beschafft
werden und dieser kostete Geld, so fehlte das für die Verschrottung
anfallende Geld schlicht. Eine gute Fügung sorgte dafür, dass der leicht beschä-digte Triebwagen im Jahre 1986 an den Eisenbahnklub Balsthal übergeben werden konnte.
Beide Seiten waren glücklich, der Klub kam günstig zu einem Lokal und die
OeBB konnte sich die Verschrottung ersparen. Damit war aber klar, dass
auch der letzte ABDe 2/8 von den
Schienen
verschwunden war. Wir sind nun fast am Ende und es bleibt nur noch ein
Blick in den Zug.
Der
Verein verwendete das äusserlich aufgefrischte Fahrzeug als Klublokal und
begann darin eine Anlage mit dem Thema «Lötschberg» zu bauen. In dieser
Funktion konnte dem
Triebwagen
noch eine lange Karriere bevorstehen, denn der Verein hat das Fahrzeug
bisher gut gepflegt. So kann man bei einem Besuch des Eisenbahnklubs
Balsthal immer noch etwas den Hauch der ersten Leichttriebwagen der
BLS-Gruppe
schnuppern.
Wir
hier können nun die Bücher der Ce 2/4 oder der BCFe 2/8 endgültig
schliessen. Wobei das natürlich nicht immer so sein muss, denn so lange
ein Fahrzeug irgendwo noch vorhanden ist, kann man davon ausgehen, dass es
sich einmal wieder von selber bewegen wird. Nur, aktuell stehen die Karten
so schlecht, dass der Zug wieder eingesetzt wird, dass die Bücher vorerst
geschlossen werden können. Niemand kennt aber die Zukunft.
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