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Neben- und Hilfsbetriebe |
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Beginnen wir die Neben- und
Hilfsbetriebe
des
Triebzuges
mit den
Nebenbetrieben.
Diese bestanden aus der
Zugsheizung.
Wobei diese hier eher als
Zugsammelschiene
angesehen werden kann. Wie bei normalen
Reisezugwagen
wurde diese mit einer
Spannung
von 1000
Volt
Wechselstrom
und der
Frequenz
von 16 2/3
Hertz
betrieben. Diese Heizspannung stammte von einer in der
Primärwicklung
des
Transformators
vorhandenen
Anzapfung.
Dazu wurde im Wagen AD ein Wahlrelais eingebaut. Dieses Relais wird von einem Verzögerungselement um zwei Sekunden verzögert eingeschaltet.
So lange dieses nicht erregt wurde, schaltete im-mer der
Triebwagen
auf der Seite des
Gepäckabteils
den
Heizhüpfer
und damit auch die Leitung.
Die nun anliegende
Spannung
unterdrückt die Ansteuerung des Wahlrelais. Liegt in der angegebenen Zeit
keine Heizspannung an, löste das Wahlrelais aus und der
Heizhüpfer
des zweiten
Triebwagens
wurde geschlossen. Diese Lösung wurde immer aktiviert, wenn der
Triebzug
eingeschaltet wurde. Daher auch wenn mit diesem eine
Fahrleitungsschutzstrecke
befahren wurde. So war gesichert, dass immer nur ein Triebwagen speiste. Jedes Fahrzeug war an der Zugsammelschiene angeschlossen worden und kann als einzelner Wagen angesehen werden. Wir können daher eines der Fahrzeuge ansehen. Bei diesem wurden die Heizregister direkt mit der Spannung von 1000 Volt versorgt. Zudem war noch ein Transformator an dieser Leitung angeschlossen worden. Die sekundäre Spannung betrug noch 220 Volt und sie versorgte den Ventilator für die Lüftung des Wagens.
Alleine durch die
Lüftung
war klar, dass diese Leitung immer
Spannung
führen musste und dabei gab es noch einen zweiten Grund. An der Leitung
für 220
Volt
war auch der Ladestromrichter angeschlossen worden. Dieser wurde benötigt
um die auf dem Fahrzeug verbauten
Batterien
zu laden. Sie haben richtig gelesen, die
Batterieladung
war an den
Nebenbetrieben
angeschlossen worden. Der Vorteil dieser Lösung zeigt sich nun.
An dieser Steckdose konnte eine
Vorheizanlage
angeschlossen werden. Dank dieser konnte der ausge-schaltete
Triebzug
ab der stationären Anlage vorgeheizt werden. Eine Lösung, die damals auch
bei den Triebzügen angewendet werden konnte. Hier kam nun aber noch hinzu,
dass über den
Transformator
auch die Ladestromrichter versorgt wurden. Damit wurden die im Fahrzeug
verbauten
Bleibatterien
über die Vorheizanlage geladen.
Damit können wir die
Nebenbetriebe
abschliessen und uns den
Hilfsbetrieben
zuwenden. Dazu müssen wir für die Versorgung derselben wieder zum
Transformator
zurück kehren. Dieser besass noch eine vierte
Sekundärwicklung.
So waren auch die Hilfsbetriebe galvanisch vom
Hauptstromkreis
getrennt worden. Die
Spule
versorgte dabei die Hilfsbetriebe mit unterschiedlichen
Spannungen,
was bisher auch nicht üblich war.
Die
Wicklung
verfügte über eine
Anzapfung
und so konnten die
Wechselspannungen
von 110 und 220
Volt
bereit gestellt werden. Diese mit einer
Frequenz
von 16 2/3
Hertz
betriebenen
Stromkreise
wurde noch durch einen
Wellenstrom ergänzt. Ein
Stromrichter
erzeugte diesen und so konnten hier ebenfalls die
Spannungen
von 110 und 220 Volt angeboten werden. Mit dieser grossen Anzahl von
Werten müssen wir die
Kreise
getrennt ansehen. |
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220 Volt 16 2/3 Hz Stromkreis |
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Ich beginne mit der
Spannung,
die auch bei anderen
Baureihen
verwendet wurde. Der Grund ist die hier mögliche Versorgung ab einer
anderen Quelle. Diese wird mit dem
Depotstrom
versorgt. Mit dem
Depotumschalter
wurde der
Transformator
vom
Stromkreis
getrennt und die am Fahrzeug vorhandenen Steckdosen zugeschaltet. Damit
konnten die Einrichtungen in den
Depots
genutzt werden. Lediglich die Ladung der
Batterien
ging nicht mehr.
An dieser
Spannung
wurden die Motoren für den
Kompressor
und die
Ölpumpen
angeschlossen. Dabei handelte es sich um
Asynchronmotoren
mit einem Hilfspol, und so konnten sie mit
Wechselstrom
betrieben werden. Während der Kompressor mit einem
Schütz
geschaltet werden konnte, waren die Pumpen aktiv, wenn der
Triebzug
eingeschaltet wurde. Das war bei diesem Triebzug wichtig, weil diese ein
Bestandteil der
Kühlung
waren. Wie bei den anderen Baureihen wurde der Transformator mit Öl gekühlt. Dieses spezielle Kühlöl wurde bei den Wicklungen erwärmt. Zudem verbesserte es auch noch die Isolation. Wegen der Leistung und dem Leichtbau musste diese Kühlung aber künstlich bewegt werden. Diese Zirkulation führte das Transformatoröl mit der Pumpe dem Ölkühler zu. Dort wurde die Wärme an die Luft abgegeben und das Öl gelangte wieder zum Transformator.
Spezieller wird es bei der
Ölpumpe
für den
Stromrichter.
Diese war nur bei zwei
Triebzügen vorhanden. Dort wurden die
Thyristoren
mit
Transformatoröl
gekühlt und dieses wurde ebenfalls künstlich in Bewegung versetzt. Die
nicht so ausgerüsteten beiden Einheiten besassen beim Stromrichter eine
Luftkühlung
und so wurde dort die Pumpe nicht benötigt. Auch hier waren die
Prototypen
anhand der Unterschiede gut zu erkennen.
Das war erneut ein grosser Vorteil bei der Vor-haltung der
Ersatzteile. Neben diesen einfachen Wiederstandsheizungen waren auch
Steckdosen an verschiedenen Orten angebracht worden. Das war bekannt, aber
es gab noch eine Neuerung. Als einziger Bereich des Triebzuges besassen die Führerstände eine Klimaanlage. Diese wurde ab dem Anschluss mit 220 Volt Wechselstrom be-trieben.
Wobei der Begriff etwas übertrieben war, denn geheizt wurde mit
Widerständen
und auch die Feuchtigkeit wurde nicht reguliert. Die Anlage war lediglich
zur
Kühlung
vorgesehen worden. Die verbauten Geräte stammten aus dem Bereich der
Automobilbranche und sie wurden dort in Lastwagen eingebaut.
Nicht an diesem Teil der
Hilfsbetriebe
angeschlossen worden war die Anzeige für die
Spannung
der
Fahrleitung.
Diese wurde hier mit einem
Spannungswandler
erfasst und dieser war vor dem
Hauptschalter
eingebaut worden. Daher mussten hier keine Einschaltversuche mehr
vorgenommen werden, denn die Spannung wurde in dem Moment angezeigt, in
dem der
Stromabnehmer
den
Fahrdraht
berührte und dort Spannung vorhanden war.
Speziell war der Anschluss der Hauptstromrichter. Dabei wurde
diese
Spannung
der Steuerelektronik zugeführt. Benötigte wurde diese für die
Synchronisierung der
Stromrichter.
Aktiv war diese Schaltung jedoch nur, wenn die
Hilfsbetriebe
über den
Depotstrom
versorgt wurden. Bei normal im Betrieb stehendem
Triebzug übernahm das dann die Steuerung. Wichtig war dies,
wenn im Unterhalt an den Stromrichtern gearbeitet worden war. |
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110 Volt 16 2/3 Hz Stromkreis |
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Kommen wir zum
Stromkreis
für 110
Volt
Wechselstrom.
Diese wurde ausschliesslich für
Heizung
benötigt. Wer nun meinte, wir hätten alle Bereiche kennen gelernt, wird
belehrt. Es sind aussen am Fahrzeug vorhandene Heizungen und dabei wurden
diese auf Grund der Erfahrungen umgesetzt. Der
Triebzug musste auch funktionieren, wenn es kalt war und
zudem noch Schnee fiel, denn das konnte zu Störungen mit den Bauteilen
führen.
Bereits bei den ersten elektrischen
Lokomotiven
erkannte man, dass in dem Fall
Hüpfer
nicht mehr korrekt arbeiten konnten. Um Störungen mit diesen
Schaltelementen zu verhindern, wurde eine
Heizung
eingebaut. Die Heizung erwärmte die Bauteile nur so stark, dass die Kontakte nicht verkleben konnten. Zudem wurden die Schmiermittel dadurch nicht so zäh-flüssig und die Funktion wurde verbessert.
Das erfolgte bei den anderen
Baureihen
durch die normale Wärme im
Maschinenraum.
Diesen gab es hier schlicht nicht mehr und daher musste geheizt werden und
das galt auch für die
automatische Kupplung,
die mehr Probleme hatte. Bei der automatischen Kupplung wurden die pneumatischen Kuppler geheizt. Das war nötig, weil hier durch den Fahrtwind Schnee in die Kupplung geweht werden konnte.
In dem Fall konnten die Leitungen und die
Kupplungen
nicht mehr verbunden werden. Dank der eingebauten
Heizung
wurden die Bauteile jedoch so warm, dass der Schnee schmolz und das Wasser
auf den Boden tropfen konnte. Hier spielten die Erfahrungen mit der
Baureihe
RABDe 12/12 mit.
Wie schon erwähnt, konnten diese
Heizungen
nicht mit dem
Depotstrom
betrieben werden. Das war auch nicht unbedingt notwendig, denn dieser
stand, wie es der Name schon vermuten lässt in einem Gebäude. Diese waren
geheizt und daher konnten die Bauteile nicht zu kalt werden. Zudem gab es
in einer
Remise
kaum Probleme mit Flugschnee. Fuhr der
Triebzug wieder mit eigener Kraft los, waren die Heizungen
aktiv.
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110/220 Volt Wellenstrom |
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Uns bleibt nur noch der
Stromkreis
für
Wellenstrom. Auch wenn hier zwei
Spannungen
aufgeführt wurden, diese Werte waren nicht zusammen vorhanden. Der Aufbau
der elektrischen Ausrüstung war so ausgelegt worden, dass künstlich mit
Luft gekühlt werden musste. Welche das waren, werden wir später noch
erfahren. Hier muss ein Blick zurück zu älteren
Baureihen
vorgenommen werden, denn dann erklären sich auch die Spannungen.
Bei der Stellung «stark» wurden die Motoren jedoch parallel
versorgt. Das wurde damals umgesetzt, weil durch die
Ventilation
viel Lärm entstand. Bei höheren Geschwindig-keiten wurde dieser durch das
Geräusch des Zuges übertönt.
Wenn langsam in einem
Bahnhof
gefahren wurde, arbeitete die
Ventilation
schwach und so war der Lärm nicht so gross. Zudem wurden Reisende auch
nicht durch die Luft belästigt. An diesem Prinzip sollte hier festgehalten
werden. Lediglich die Umgruppierung wurde nicht vorgenommen. An deren
Stelle traten nun die beiden
Spannungen.
Dank dem
Gleichstrom
mit dem
Stromrichter
konnten diese schnell erzeugt werden.
Für die
Kühlung
des
Transformators
wurde das
Kühlmittel
in einem
Ölkühler
geleitet. Mit dem unter dem Fahrzeug verbauten
Ventilator
wurde dieser Kühler mit Luft versorgt und so konnte von diesem mehr Wärme
aufgenommen werden. Das galt auch für die
Stromrichter.
Wobei hier entweder direkt die Bauteile, oder aber der
Kühler
umströmt wurden. Die Stromrichter mit
Luftkühlung
waren also nicht durch den Fahrwind gekühlt.
Alleine durch den Fahrtwind gekühlt wurden lediglich die auf dem
Dach montierten
Widerstände
der
elektrischen
Bremse. Dort wurde auch die Luft für die
Fahrmotoren
angezogen und diesen durch Kanäle zugeführt. Die durch den Motor strömende
Luft nahm die Wärme auf, reinigte den Motor und verhinderte auch, dass
Wasser eindringen konnte. Hier gab es keinen Unterschied zu anderen
Baureihen
mit einer
Fremdventilation.
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