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| Baujahr: | 1935 - 1937 | Leistung: | 294 - 352 / 400 - 480 kW/PS | |
| Gewicht: | 32.5 t | V. max.: | 100 km/h | |
| Normallast: | 40 t | Länge: | 21 000 mm | |
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Willkommen
in der Welt der
Triebwagen
und dem nicht vollkommenen System für die
Bezeichnungen in der Schweiz. Wer den Titel aufmerksam las, stelle fest,
dass da zwei grundlegend unterschiedliche
Baureihen aufgeführt wurden. Ich
kann Ihnen jedoch versichern, es handelte sich um die gleichen Modelle,
die nur ein bisschen umgebaut wurden. Dieser Umbau war für das entstandene
Chaos verantwortlich und muss behandelt werden.
Im Grunde handelte es sich bei diesen
Triebwagen
um Modelle der
Baureihe
Ce 2/4. Diese wurden auch so geführt und erst als der passende
Anhängerwagen fest mit dem Triebwagen verbunden wurde, kam es zur
Bezeichnung BCFe 2/8 und somit zu einem Doppeltriebwagen. Klarheit werden
wir erst im Lauf des Artikels erhalten.
Die
Tatsache, dass das System für die Bezeichnungen nicht vollkommen war,
sorgte für die Probleme. Diese wurden damit ergänzt, dass die
verantwortlichen Stellen bei der
BLS-Gruppe viele Jahre nichts von der
Bildung von
Pendelzügen wissen wollten. Bei anderen Bahnen wurden bereits
in jenen Jahren die
Triebwagen
ab
Steuerwagen, oder wie es damals hiess,
ab
Zugführungswagen gesteuert. Hier kam es schlicht zum Umbau.
Blicken wir
zuerst auf die
BLS-Gruppe, die sich mit der Eröffnung der Strecke über den
Lötschberg gebildet hatte. In der
Gruppe
waren neben der erwähnten grossen
Bahngesellschaft auch kleinere
Nebenbahnen enthalten. Diese wurden dank
einem bernischen Dekret früh mit einer
Fahrleitung versehen. Das führte
dazu, dass die dort eingesetzten Dampflokomotiven andere Aufgaben
übernahmen, oder aber verkauft wurden.
Die
Ausrüstung der Strecken mit
Fahrleitung erreichte nach dem Weltkrieg einen
Erfolg, den man sich 1905, als die erste
Lokomotive auch mit eigener Kraft
fuhr, nicht erdacht hatte. Schuld daran waren das erwähnte Dekret im Raum
Bern und natürlich die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, die nahezu das
ganze Netz damit überspannten. Nur mit dem Bau von Fahrleitungen war es
nicht getan, es wurden auch
Triebfahrzeuge benötigt.
Wie bei den Dampfma-schinen wurden auch jetzt in erster Linie Lo-komotiven gebaut und auch eingesetzt.
Mit der
Baureihe
Ce 4/6 war eine leichte für
Nebenbahnen geeig-nete
Lokomotive be-schafft worden. Ande-re Betriebsformen
wa-ren schlicht nicht vorgesehen, denn die alten Dampflokomotiven zeigten,
wie flexibel diese Fahrzeuge waren.
Das zeigte
sich beim
Versuchsbetrieb zwischen Seebach und Wettingen, wo es nur drei
schwache
Lokomotiven gab. Sie waren ideal für die Versuche, da der Platz
vorhanden war. Zudem sah niemand andere Lösungen, denn man kannte sie
kaum. Auch mit der neuen Technik wollte man an den bisherigen Konzepten
mit einem eigenständigen
Triebfahrzeug festhalten und das war gar nicht so
dumm, wie man meinen könnte.
Bei den
Konstrukteuren stand die Umstellung bestehender Bahnen im Vordergrund.
Dort sollte in den Städten des Landes die Dampflokomotive durch ein neues
elektrisches Modell ersetzt werden. Die mitgeführten Wagen konnten aber
auf der ganzen Strecke verkehren. Es sollte daher lediglich zu einem
Lokwechsel kommen, die damals gar nicht so selten waren, denn mit Dampf
konnte man nur bestimmte Strecken befahren.
Wie schnell
Ideen von Fachleuten über den Haufen geworfen werden konnten, zeigte die
BLS deutlich. Als dort der Einsatz von elektrischen
Lokomotiven
beschlossen wurde, sollten diese zuvor geprüft werden. Dazu sollte
vorgängig die Strecke zwischen Spiez und Frutigen umgestellt werden. Die
bisher auf diesem Abschnitt verkehrende Spiez-Frutigen-Bahn SFB wurde dazu
in die BLS überführt und die Gesellschaft aufgelöst.
Für den
damals noch bescheidenen
Regionalverkehr im Kandertal sollten passende
Fahrzeuge verwendet werden. Dazu sah die BLS neuartige
Motorwagen vor.
Zwar gab es diese schon mit
Dampfmaschinen,
sie konnten sich aber nicht durchsetzen. Auch die damals eingesetzten
Modelle der
Baureihe
Ce 2/4
konnten auch nicht überzeugen und sie sorgen nun dafür, dass wir den Titel
dieses Artikels erklären können.
Auch wenn
die
BLS-Gruppe bereits
Triebwagen
der
Baureihe
Ce 2/4 im Einsatz hatte,
wurden die neu ausgelieferten Modelle nicht mit einem
Index
versehen. Auch
die Schweizerischen Bundesbahnen SBB sahen damals diese Hinweise für die
Unterscheidung der Hersteller vor. Dass diese Idee nach nur wenigen Jahren
nicht funktionierte, erfuhr man. So waren sich die
Ce 6/8 II und die
Ce
6/8 III näher verwandt, als man meinen könnte.
Wie jedes
System für die Bezeichnungen hatte auch jenes der Schweiz seine Fehler.
Hier versuchte ich diesen nun mit der Bezeichnung zu entschärfen, die nach
dem grossen Umbau erfolgte. Letztlich änderte sich aber nichts, die
zahlreichen
Ce
2/4 konnten bei der
BLS-Gruppe daher nur anhand der
vergebenen Nummern unterschieden werden. So einfach das klingt, hier ging
auch diese Idee schnell den Bach runter.
Wollen wir
das Chaos verstehen, dann müssen wir uns schnell die einzelnen Serien
ansehen. Nur so geht die Sache einigermassen harmlos über die Bühne.
Beginnen wollen wir mit der ältesten Serie. Diese drei Fahrzeuge wurden
damals noch als
Motorwagen bezeichnet und sie kamen schon sehr früh in den
Betrieb. Wie sie sich bewährten, können Sie im Artikel zu den Motorwagen
nachlesen, es lohnt sich, denn es waren besondere Fahrzeuge.
Mit dem
Umbau wurden diese
Motorwagen zu Modellen der Reihe
Ce
4/4 umgebaut. Damit
war das Problem mit den hier vorgestellten
Triebwagen entschärft worden.
Dass ein anderes Problem geschaffen wurde, versteht sich, aber das soll
uns nicht weiter beschäftigen, denn dazu sind auch die entsprechenden
Artikel vorhanden. Nur wenn Sie jetzt auf das Modell
Ce 4/4 klicken, dann
landen Sie nicht bei den Motorwagen.
Wer nun mit
den Bezeichnungen gut informiert ist, weiss, dass um 1908 noch anders
bezeichnet wurde. Da dort
Motorwagen nicht vorgesehen waren, musste eine
andere Lösung gefunden werden. Der Buchstabe des verbauten Abteils sollte
genommen werden und ein kleines e gab die elektrische Traktion an. Soweit
sah man damals kein Problem, denn niemand ahnte, dass ausgerechnet die
erste Klasse verschwinden sollte.
Die Angaben
zu den
Achsen wurden mit 2/4 gemacht. Da
Drehgestelle
vorhanden waren, war
eigentlich eine andere Lösung im Gespräch. Jedoch würde sich die
Bezeichnung Ce (2/2) + (0/2) blöd lesen. Daher nahm man die
Dampflokomotiven, deren
Laufdrehgestelle wurden auch nicht unterteilt. So
waren die
Motorwagen
Ce 2/4 geboren. Daran ändern wollte niemand etwas, da
so früh noch keine grossen Probleme entstanden.
Da diese
ersten
Motorwagen nicht so funktionierten, wie man sich das vorstellte,
kamen spezielle Kombinationen in Betrieb. Diese wurden dann mit den
schweren
Triebwagen
der
Baureihe
CFe
4/5 ergänzt. Auch dort liess der
Komfort noch viele Wünsche offen. Der Bau dieser neuartigen Fahrzeuge
steckte damals noch in den Kinderschuhen. Die Erbauer mussten in diesem
Punkt viel Lehrgeld bezahlen, denn es war nicht leicht.
Spezielle
Pendelzüge sollten so
gebildet werden. Dazu entwickelte man neue Wagen, die als
Zugführungs-wagen
an der Spitze des Zuges eingereiht wurden. Der heute bekannte Pendelzug
mit Trieb- und
Steuerwagen war entstanden.
Das System
funktionierte gut, was man von den
Motor-wagen nicht sagen konnte. Die
Reihe Ce 4/4 ging nie in Serie und die schweren
Ce 4/6 mussten wegen den
miesen
Laufeigenschaften lange Zeit als «Lokomotive»
verwendet werden. Nur die Modelle der
Baureihe
Fe 4/4 zeigten grosse Erfolge und das sollte auch
bei der
BLS-Gruppe nicht verborgen bleiben. Nach den ersten Versuchen mit
mässigem Erfolg, nahm man die Idee zum Teil auf.
Nicht die
miesen
Laufeigenschaften der ersten
Motorwagen war für die
BLS-Gruppe das
grosse Problem. Das Direktorium in Bern sah kein Problem darin, dass die
Leute gut geschüttelt und nicht gerührt aus dem Fahrzeug stiegen. Die
verärgerten Kommentare trafen das Personal vor Ort, das an der Misere
nichts ändern konnte, denn auch sie wurden mit einem Fahrzeug befördert,
das bockte, wenn es nur irgendwie eine
Kurve sah.
In den
schweren Fahrzeugen musste der Platz für die Reisenden geschaffen werden.
Dieser fehlte aber der Technik, die damals noch umfangreich war. Kleinere
Baugruppen wurden daher verbaut und das wirkte sich dann negativ auf die
Leistung aus. Mehr davon und man bekam ein Problem mit den
Achslasten. Bei
der Reihe
CFe
4/5 zeigte sich das bei der
Laufachse und der
CFe 2/6 hatte
eine halbe
Lokomotive.
Mit nur ein oder zwei Wagen kamen sie kaum auf Geschwin-digkeit.
Gerade die miesen
Laufeigen-schaften sollte man langsam in den Griff kriegen, das Problem mit
der
Leistung sollte mit besseren Fertigungstechniken gelöst werden. Man
baute einfach so viel ein, wie der Platz erlaubte.
Trotzdem
zeigten die nun als
Triebwagen
bezeichneten Fahrzeuge grosse Vorteile.
Besonders bei beengten Anlagen, wie sie bei
Nebenbahnen oft der Fall
waren, benötigte das
Triebfahrzeug keinen Platz. Das gefiel natürlich den
Direktoren, denn so konnte man oft auf den Ausbau der Anlagen verzichten.
Ein Punkt, der daher schon sehr früh für diese Fahrzeuge sprach und der
auch ein Grund war, warum immer neue Modelle gebaut wurden.
Das Problem
mit der mangelhaften
Leistung lösten die
Staatsbahnen auf einfache Weise.
An jedem Ende wurde ein
Triebwagen
eingereiht. Auf einer Seite war das der
Ce 4/6 und auf der anderen der
Fe 4/4. So konnten auch schwere
Pendelzüge
ansprechend geführt werden. Eine Betriebsform, die nur bei den
Staatsbahnen ging, denn bei den
Privatbahnen fehlten schlicht die
finanziellen Mittel für zwei
Triebfahrzeuge an einem Zug.
So gut diese
Lösung auch war, die Idee mit einem
Zugführungswagen war bei den Fachleuten
der
BLS-Gruppe nicht geheuer. Ins Feld wurde geführt, dass der geschobene
Wagen gefährlich war. Eher war es der spezielle Wagen, der den Leuten
nicht gefiel. Die dann gewählte Lösung, war alles andere als Ideal. Jedoch
gab es im Jahre 1935 erstmals Erfolge beim Bau von
Triebwagen, denn die
sollten nun auch noch schnell werden.
Gerade bei den Schweizerischen
Bundesbahnen SBB kam in diesem Zusammenhang der Wunsch nach einer höheren
Geschwindigkeit dazu. Mit den Modellen
CLe 2/4 sollten dann
Tramzüge
geführt werden, die kaum Personal benötigten. Auf den Ideen dieser Modelle kamen ähnlich gebaute Triebwagen auch zur BLS-Gruppe. Gemeinsam war, dass sie als Ce 2/4 bezeichnet wurden. Die vorher bei den Staatsbahnen eingefügte Ergänzung mit dem Buchstaben L für die leichten Triebwagen gab es bei der Gruppe der BLS schlicht nicht, so schuf man sich aber auch ein Problem mit der Bezeichnung. Von den insgesamt acht Triebfahrzeugen gab es zwei Varianten.
Eine davon
waren die Fahrzeuge Ce 2/4 mit den Nummern 727 und 787. Diese waren nach
dem Konzept der
Staatsbahnen aufgebaut worden und sie sollten ebenfalls
alleine verkehren und
Tramzüge abdecken. Vorgesehen waren solche auf der
BLS und bei der BN, wo man dazu die ideale Strecke hatte. Im Gegensatz zu
den Staatsbahnen blieb man bei der Geschwindigkeit bescheiden. Die kleinen
roten Pfeile gab es nicht.
Somit fehlen
uns nur noch fünf Modelle. Diese sind Bestandteil dieses Artikels und
dabei gab es Abweichungen bei den
Leistungen. Warum das so war, werden wir
bei der Beschaffung erkennen. Bis es jedoch soweit ist, musste auch bei
der
BLS-Gruppe ein
Pflichtenheft ausgearbeitet werden. Nur so konnten die
Hersteller wissen, was von den Bahnen gewünscht wird. Nicht selten,
sollten die Ideen aber für Kopfschmerzen sorgen.
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