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Personenwagen National Teil 2 |
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Willkommen in der Welt der Personenwagen. Diese waren im Gegensatz zu den
anderen Modellen einem steten Wandel unterworfen. Personenwagen musste aus
dem Verkehr genommen werden, weil sie veraltet waren. Technisch waren
diese aber noch gut und hätten durchaus noch ein paar Jahre durchgehalten.
Das führte dazu, dass es im Lauf der Jahre immer wieder zu Anpassungen und
neuen Modellen gekommen ist. |
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Dienstliche Zwecke |
Personenwagen
International |
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Personenwagen National |
Speisewagen | ||||||||||
| Steuerwagen |
Andere Wagentypen |
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Die
Auswahl zeigt dies, denn bis auf die Modelle für dienstliche Zwecke gab es
immer wieder Neuerung. Das muss bei der Betrachtung ebenso berücksichtigt
werden, wie der Einsatz, denn Alle Wagen konnten eigentlich international
benutzt werden. Jedoch kommen wir nicht um diese Aufteilung herum. Die
anderen Typen waren dann einfach noch das Zugemüse. Dennoch wird es eine
interessante Geschichte werden. |
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| Einheitswagen | |||||||||||
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Stellen wir uns einmal vor, wir hätten da eine Idee. Wir verschieben die
Türen so, dass diese über dem Drehpunkt der
Drehgestelle zu
liegen kommen und bauen nur noch Grossraumwagen. Das ganze nennen wir dann
einfach einmal Einheitswagen. Klingt komisch, aber das war es auch schon
und es sollte so eine erfolgreiche Idee werden, dass nach diesem Muster
eine nahezu gigantische Menge von Wagen gebaut wurde.
Um
sie trennen zu kön-nen, vergab man römi-sche Ziffern. Die
Bauart, die
wir hier ansehen wollen, wurde bei der Lieferung nur als Einheitswagen
bezeichnet. Die römische Ziffer I kam erst dazu, als es ein Modell gab,
das verbessert wurde. Doch nun heisst es erst einmal willkommen in der
Welt der Einheitswagen.
Für
den Wagenkasten verwendete man Stahl, der in der leichten Bauweise zu
einem Kasten geformt wurden. Beim Gewicht konnten diese Modelle durchaus
mit den Leichtstahlwagen mithalten. Sie waren etwas schwerer, aber auch
etwas länger. Das ermögliche einen leicht grösseren Sitzteiler, was den
Leuten mehr Freiheiten bei den Beinen ermöglichte. Soweit war also ausser
der Position der Türen nicht viel neu.
Gänzlich verändert hatte man aber die Heizung, die bisher unter den
Sitzbänken montierten Heizwiderstände verschwanden. An deren Stelle trat
eine Lösung, die mit einer Lüftung arbeitete und so die Luft besser
verteilte. Sofern die Zugsheizung eingeschaltet war, konnte mit der
Lüftung auch im Sommer etwas gegen den Stau der heissen Luft gemacht
werden. Die Toiletten waren auf der anderen Seite der Einstiege und so gut
getrennt.
Die
Wagen wurden mit der Leitung für die
Vielfachsteuerung
versehen und konnten nun auch die Türen während der Fahrt verriegeln. Das
ging sogar auch, wenn diese Lösung nicht umgesetzt wurde. Der neu verbaute
gute
Gleitschutz
gab die Türen kurz vor dem Stillstand frei. Zudem konnte mit den Wagen
auch die Menge der Modelle verringert werden. Es waren eben einheitlich
aufgebaute Reisezugwagen entstanden.
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Wagenklasse |
Baujahr |
Nummern |
Menge |
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Salonwagen |
1956 und 1958 |
50 85 89 – 33 500 und 501 |
2 |
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1. Klasse |
1958 – 1960 |
Mehrere Nummerngruppen |
180 | ||||||||
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2. Klasse |
1956 – 1967 |
Mehrere Nummerngruppen |
1028 | ||||||||
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Speisewagen |
1958 |
50 85 88 – 33 610 bis 616 |
7 |
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Speisewagen |
1961 |
50 85 88 – 33 509 bis 512 |
4 | ||||||||
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Steuerwagen ABt |
1959 |
50 85 38 – 33 xxx |
22 |
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Steuerwagen DZt |
1959 |
50 85 91 – 33 910 bis 955 |
6 | ||||||||
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Sofern Sie nicht rechnen wollen, es sind alleine über 1000 Wagen in der
zweiten Wagenklasse. Wobei hier die ersten
Prototypen noch als Modelle in der
dritten Wagenklasse geführt wurden. Obwohl eine komplette Serie beschafft
wurde, kam es nicht zur Lieferung von Gepäckwagen. Diese waren zu Beginn
in den sechs Steuerwagen vorgesehen. Man wollte auch bei den Einheitswagen
am Konzept der
Pendelzüge
festhalten.
Speziell waren die Nummern 50 85 20 – 33 420 bis 444. Bei diesen Wagen in
der zweiten Wagenklasse wurden an Stelle der normalen Senkfenster die von
der
UIC
bevorzugten Übersetzfenster eingebaut. Neben diesen Wagen gab es diese
Fenster nur noch bei den Speisewagen. Der erhoffte Vorteil blieb indes
aus, so dass danach wieder mit den normalen Senkfenster gearbeitet wurde.
Die UIC-Fenster sollte es so nicht mehr geben.
Anfänglich wurden mit den Wagen nur Geschwindigkeiten bis 125 km/h
gefahren. Dabei war die Laufruhe so gut, dass ohne Probleme auch mit einem
höheren Tempo gefahren werden konnte. Der Erhöhung auf 140 km/h stand
daher nichts im Wege und vermutlich hätten die
Drehgestelle
auch noch höhere Werte zugelassen, denn diese waren wirklich ausgesprochen
gut geraten. Der Einheitswagen war gelungen und das sorgte für Aufsehen.
Die
Einheitswagen bildeten schlicht die grösste Serie von Personenwagen bei
den
Staatsbahnen
der Schweiz. Wenn wir schon bei den Staatsbahnen sind von jener in
Österreich wurden ebenfalls rund 800 Wagen nach diesem Baumuster
beschafft. Sie wurden dort als Schlierenwagen bekannt. Jedoch handelte es
sich dabei um in Lizenz gebaute Wagen, die aber bis zum Umbau durchaus den
Modellen in der Schweiz entsprachen.
Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn auch die
Privatbahnen
hatten ein Auge auf die grosse Serie geworfen, denn so kam man an günstige
Wagen. Gerade dort war der Bestand bei den Personenwagen veraltet.
Kleinere Bahnen hatten schlicht den finanziellen Rückhalt nicht um sich
die Entwicklung neuer Wagen zu leisten. Mit der Vermittlung durch das EAV
konnten sich diese guten Einheitswagen auch bei den Privatbahnen
durchsetzen.
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Bahn |
1. Klasse |
1./2. Klasse |
2. Klasse |
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|
BLS |
13 |
18 |
61 | ||||||||
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EBT |
2 |
11 |
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|
BT/SOB |
4 |
23 |
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| GFM |
2 |
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|
RVT |
2 | ||||||||||
|
MO |
2 |
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|
SZU |
6 |
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Wir haben
mit diesen Wagen, die teilweise eine verstärkte Lüftung hatten, weit über
1300 Wagen und dabei sind die Exemplare in Österreich nicht einbezogen.
Wer nun noch davon spricht, dass der Einheitswagen Fehler hatte, der wird
es schwer haben das zu beweisen. Wie bei den
Staatsbahnen
gab es auch hier
noch Steuerwagen aus dieser Serie und damit würde der Bestand deutlich
umfangreicher werden.
Sowohl bei
den Schweizerischen Bundesbahnen SBB, als auch bei den
Privatbahnen
kamen
die Einheitswagen in allen Arten von Zügen vor. Neben den hochwertigen
Städteschnellzügen fand man die Wagen auch im
Regionalverkehr wieder und
gerade die vielfältige Verwendung wurde zum grossen Vorteil der
Einheitswagen, die nun wirklich zur grössten Serien angewachsen waren und
die auch später keinen Zusatz benötigten.
Mit neueren
Wagen wurden auch diese Einheitswagen immer mehr verdrängt. Als die neuen
Als der
kondukteurlose Betrieb eingeführt wurde, wurden sogar noch die Türen
umgebaut. So kamen die Einheitswagen zu einem langen Leben, das man 1960
nicht erwarten konnte. Wenn Sie es mir nicht glauben, im Jahre 2023 werden
immer noch ein paar Einheitswagen als eiserne Reserve bereit gehalten,
denn so schnell sind diese Wagen nicht aus dem Verkehr zu bringen. Dazu
waren sie schlicht zu gut geraten.
Es bleibt
nur noch zu erwähnen, dass es gelang auch einige Einheitswagen zu
erhalten. Dabei besteht aber das grösste Problem wegen dem Umbau und einer
Tatsache, dass es eine Verbesserung der Einheitswagen geben sollte und die
wurde zur grossen Konkurrenz. Die nächste Serie sollte in den Büchern als
Einheitswagen II geführt werden. In der Folge wurde bei unserem
Einheitswagen auch noch der
Index I angefügt. Ich finde zu unrecht.
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| Der Einheitswagen II | |||||||||||
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Nur wenige
Jahre nach den Einheitswagen der ersten Generation lösten die
Schweizerischen Bundesbahnen SBB eine weitere Bestellung aus. Die neuen
Modelle sollten dabei nur kleine Verbesserungen bekommen. Bei wichtigen
Punkten, wie der Höhe des Fussbodens und der Länge gab es, wie beim
Sitzteiler in der zweiten Wagenklasse nur kleine Unterschiede und trotzdem
wurden diese Wagen von den
Staatsbahnen
als neue Serie und damit als
Einheitswagen II bezeichnet.
Die Einstiegstüren über dem
Drehgestell und Grossraumabteile
blie-ben, wie die einheitliche Form, erhalten. Dank etwas kleineren
Rädern
konnte die Höhe des Fussbodens leicht gesenkt werden. Wobei diese
Abweichung mit 80 mm kaum erwähnt werden muss. Es war aber ein Unterschied
und deshalb ist auf diese Tatsache hingewiesen worden.
Einige
Verbesserungen gab es bei der Heizung. Die bisher vorhandene Lüftung wurde
an die Modelle der
Privatbahnen
angepasst und wirkte daher stärker. So
konnte die Wärme noch besser verteilt werden und im Sommer wirkten die
neuen Wagen etwas kühler, als das bei den älteren Modellen der Fall war.
Der Grund waren die neuen doppelt verglasten Fenster, die nun eingebaut
wurden und die besser isolierten.
Der am
deutlichsten zu erkennende Unterschied war das Fenster zwischen der Tür
und dem Abschluss des Wagens. Während dieses beim Einheitswagen noch die
Höhe der normalen Fenster hatte, wurde es nun kleiner und in einer
quadratischen Form ausgeführt. Es sollte das Merkmal sein, dass die
Einheitswagen optisch trennte, denn die weiteren Verbesserungen kamen auch
bei den älteren Modellen und so verschwand dieses Merkmal.
An Stelle
der bisherigen Faltenbälge wurden bei diesen Wagen die neuen Gummiwülste
montiert. So war der Abschluss deutlich anders, aber die älteren Modelle
wurden bereits an diese neuen Lösungen angepasst und damit erschienen die
Wagen bis auf das Fenster gleich. Wir sollten ansehen, wie sich diese
Wagen bei der Bestellung aufteilten, denn dort wurden die Fehler der
ersten Lieferungen korrigiert.
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Wagenklasse |
Baujahr |
Nummern |
Menge |
||||||||
|
1. Klasse |
1965 – 1971 |
A 50 85 18 – 33 560 bis 639 |
80 | ||||||||
|
1./2. Klasse |
1968 – 1973 |
Mehrere Nummerngruppen |
145 |
||||||||
|
2. Klasse |
1965 – 1974 |
B 50 85 20 – 34 500 bis 776 |
277 |
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| Gepäckwagen | 1968 – 1975 | Mehrere Nummerngruppen | 150 | ||||||||
|
Postwagen |
1968 – 1970 |
Eigentum der Post |
70 |
||||||||
|
Steuerwagen |
1976 |
BDt 50 85 82 – 33 910 bis 939 |
30 | ||||||||
|
Steuerwagen |
1966 – 1971 |
Dt 50 85 92 – 33 920 bis 959 |
40 | ||||||||
|
Wenn wir
die Tabelle etwas genauer analysieren, dann erkennen wir, dass mit den
neuen Einheitswagen II die fehlenden Modelle der ersten Serie ergänzt
wurden. Das betraf die bisher fehlenden Personenwagen mit zwei
Wagenklassen. Ebenso kamen nun ein aktueller Postwagen für die Mitführung
in den schnellen
Reisezügen. Die Anzahl der Steuerwagen wurde erhöht und
das hing nicht nur mit den Gepäckwagen zusammen.
Mit den Modellen der zweiten Generation
kam jedoch die
Lokomotive
Re 4/4 II und die konnte damals noch nicht in
Pendelzügen eingesetzt werden. Daher entfiel der Steuer-wagen und es wurden
sowohl ein Gepäckwagen, als auch ein Postwagen benötigt.
Die
Im Einsatz
kamen die etwas verbesserten neuen Wagen bei den
Schnellzügen zur
Anwendung. Sie verkehrten jedoch immer zusammen mit den Einheiten der
ersten Serie. Mit dem Bau neuer Einheitswagen für den
Fernverkehr kam auch
hier die Verdrängung in niedere Dienste. Dabei durchliefen aber nicht alle
Einheitswagen II den Umbau für den Einsatz im kondukteurlosen Betrieb. Sie
waren daher immer noch gut zu erkennen.
Wegen der
Tatsache, dass es kein Umbau gab, blieben viele Einheitswagen II noch der
Nachwelt erhalten. Zumindest auf den ersten Blick, können diese aber nicht
von den älteren Modellen unterschieden werden. Mit den beiden Serien
wurden aber weit über 2000 Wagen in Betrieb genommen und das sollte so
nicht mehr passieren. Wir haben damit mit den kaum unterschiedlichen
Einheitswagen I und II die grösste Serie Wagen.
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| Die Einheitswagen III | |||||||||||
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Im Jahre
1970 wurden die Forderungen nach kurzen
Fahrzeiten immer lauter. Die
UIC
betrieb zudem rege Werbung für eine neuartige
automatische Kupplung und
die Schweizerischen Bundesbahnen SBB wollten nun auch moderne
Reisezugwagen in den nationalen Fahrzeugpark holen. Alle aufgeführten
Punkte sollten umgesetzt werden, aber das Prinzip der Einheitswagen sollte
beibehalten bleiben. Damit kam es zur dritten Serie.
Mit den neuen Wagen wollte man nun den na-tionalen Verkehr mit
mo-dernstem Material beleben. Dabei dachte man an eine aktive
Kühlung der
Abteile im Sommer und an die Anwendung der
Neigetechnik. Nicht zuletzt
sollten die
Rangierarbeiten mit der Einführung der
automatischen Kupplung
nach dem Muster der
UIC verringert werden.
Im Bau der
Kasten gab es den grössten optischen Unterschied. Im Gegensatz zu den
ersten beiden Generationen musste hier der obere Bereich der Seitenwände
eingezogen werden. Das war eine Folge der geplanten aktiven
Neigetechnik.
Ausser bei den
Prototypen wurde diese jedoch nie in den neuen Wagen
eingebaut, der angepasste Kasten blieb jedoch erhalten und erinnerte, dass
man um 1970 durchaus modern war.
Die Wagen sollten auch dank der Farbe in Orange und Steingrau sofort auffallen. Doch damit war es mit den Neuerungen schlicht nicht getan, denn es wurde wirklich alles, was man konnte erneuert. Gut, zumindest fast alles. Verbunden werden sollten die Einheitswagen III mit der neuen automatischen Kupplung der UIC. Dank diesen konnte auch auf den Gummiwulst verzichtet werden. Es sollten neue Personenübergänge umgesetzt werden, die druckdicht waren.
Zudem sollte der Komfort dank den neuen Klimaanlagen verbessert werden,
denn diese fehlte bisher im nationalen Verkehr. Wirklich ein Sprung in die
Zukunft war der Wagen in der dritten Generation. Viele Leute bemerkten bei den Einheitswagen III nicht einmal, dass sie einen Wagen ge-wechselt hatten, sie fanden einfach einen langen Zug ohne unnötig viele Türen vor. Es sollte noch Jahre gehen, bis es wieder Wagen gab, die diese Anforderung auch erfüllen konnten.
Der Bereich zwischen den Wagen
behandelte man immer etwas stiefmütterlich. Daran änder-ten auch die
Einheitswagen III nicht viel, denn international konnten sich die
Übergänge nicht durchsetzen. Verändert wurden auch die Drehgestelle. Diese wurden nicht mehr mit der alten Klotzbremse versehen. Vielmehr wurden Wellenbremsscheiben verbaut und damit auch das Fahrgeräusch gemildert.
Es war ein moderner Wagen
entstanden, der damals durchaus auch im Internationalen Bereich mithalten
konnte. Nur so modern war man nicht überall, denn in den Wagen wurde nicht
so viel verbessert, wie man meinen könnte. Der Sitzteiler in den Wagen wurde auf dem Wert der Einheitswagen II gehalten und im Innenraum wurden nur aktuellere Farben verwendet. Wenn man wirklich eine Neuerung suchte, fand man diese.
Im neuen Wagen mit Abteilen der
ersten Wagenklasse und mit dem Gepäckabteil, gab es Neuerungen. Im Gegensatz zur Regel der
Einheitswagen wurden dort einzelne Abteile vor-gesehen. Auch wenn damals
noch nicht so benannt, hatten die Wagen
Businessabteile erhalten.
Mit den
Wagen der
Baureihe Einheitswagen III mussten komplette Züge gebildet
werden, denn wegen der
automatischen Kupplung war die Beistellung von
Wagen als Verstärkung nicht so leicht möglich. Auch die druckdichten
Übergänge sorgten dafür, dass mit diesen Wagen eigentlich neue
Schnellzüge
beschafft wurden und nicht neue Wagen, denn dazu waren sie wirklich zu
unterschiedlich und daher müssen wir die Tabelle ansehen.
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Wagenklasse |
Baujahr |
Nummern |
Menge |
||||||||
|
1. Klasse |
1972 – 1975 |
A 50 85 18 – 34 000 bis 024 |
25 |
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|
2. Klasse |
1972 - 1975 |
B 50 85 29 – 34 000 bis 034 | 35 | ||||||||
| Gepäckwagen | 1975 |
AD 50 85 81 – 34 000 bis 005 |
6 | ||||||||
|
Speisewagen |
1973 – 1975 |
WR 50 85 88 – 34 000 bis 005 |
6 |
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|
Mit den
Wagen sollten vier Züge gebildet werden. Nur schon der grosse Anteil von
Wagen in der ersten Wagenklasse zeigt, wie sehr dieser Park auf den
hochwertigen
Fernverkehr ausgelegt wurden. In den
Swissexpress sollte der
Anteil dieser Wagen überraschend gross sein. Der in der Tabelle als
Gepäckwagen geführte Wagen hatte daneben noch das
Businessabteil und auf
der Seite des Gepäckabteils keinen Personenübergang.
Um die aus der
Zugsammelschiene bezogene
Leistung
gering zu hal-ten, wurde mit sehr viel
Umluft gearbeitet. Da auch die Aufbereitung der Luft nicht gut war, wurde
es in den Abteilen stickig und ein unangenehmer Geruch war vorhanden.
Betrieblich
waren die neuen trotz extremen Leichtbau recht schweren Züge
Swissexpress
nicht unbedingt schneller als die
Städteschnellzüge. Dazu hätte man
schlicht die
Neigetechnik einbauen müssen. Die
automatische Kupplung
verhinderte wirksam, dass man die Züge dem Aufkommen anpassen konnte. Zwar
war diese leicht zu trennen, aber was macht man mit dem Wagen danach? In
den Unterhalt reisten sie zwischen zwei Zugbegleitwagen.
Mit den
neuen Wagen konnten die Einheitswagen III in niedere Dienste verschoben
werden. Dazu wurden sie als
Pendelzüge formiert. Die Steuerwagen baute man
aus dem Bestand von Wagen um und so wurden einheitliche Züge mit neuen
Wagen gebildet. Die nicht mehr benötigten Speisewagen bekamen normale Zug-
und
Stossvorrichtungen. Das galt für die AD-Wagen nur auf Seite der
Lokomotive. Die Pendelzüge konnten sich auch nicht viele Freunde schaffen.
Letztlich
wurden die Züge an die BLS AG verkauft. Dort blieben sie noch eine gewisse
Zeit im Einsatz, bis auch dort modernes
Rollmaterial kann. Dem Abbruch
sind ein paar wenige Wagen entkommen und sollen nun zu historischen Wagen
werden. Ob das mit der
automatischen Kupplung an den Enden erfolgt, ist
schlicht noch nicht klar, denn gerade diese brachten den Zügen
Swissexpress den Namen «Rucki Zucki» ein.
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